Weinessig selber herstellen 

Alkohol lässt sich mithilfe einer Essigmutter zu Essig verwandeln.

Die Essigmutter lässt sich ebenfalls selber herstellen, was etwa vier Wochen dauert.

 

Du brauchst:

– die angefütterte Essigmutter

– Weinreste (geht auch mit Bier, Whiskey usw., sollte allerdings max. 10% haben und muss entsprechend verdünnt werden)

– Ein bauchiges Gefäß aus Steingut oder Glas

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Dieses Gefäß aus Steingut gehört meinen Eltern und dient extra für die Herstellung von Essig.

 

Weinessigherstellung:

Das Gefäß wird mit heißem Wasser gründlich ausgespült.

Dann kommt der Alkohol und die Essigmutter hinein.

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Dieser Glibber ist die aus dem Anzuchtessig abgeschöpfte Essigmutter.

Damit der Essigansatz nicht verdirbt, wird das Gefäß verschlossen. Allerdings benötigen die Essigbakterien Sauerstoff für die Umwandlung von Alkohol. Bei meinem Gefäß setze ich den Deckel einfach auf, der ist nicht luftdicht. Falls du ein großes Schraubglas verwendest, verschließe es nicht mit dem Deckel, sondern mit einem Tuch und einem Gummi (wie bei der Herstellung der Essigmutter).

Damit genug Sauerstoff ran kommt, solltest du das Glas täglich einmal schwenken.

Wenn die Essigmutter größer ist, schwimmt sie manchmal auf der Weinoberfläche. Schubse sie regelmäßig wieder nach unten ins Glas, damit genug Sauerstoff eindringen kann und die Essigbakterien nicht absterben.
Das Gefäß kommt nun an einen warmen Ort.

Nach zwei Wochen kannst du du an der Flüssigkeit riechen und dadurch feststellen, ob sich aus dem Alkohol langsam Essig entwickelt.

Sobald es nach Essig riecht, kannst du täglich probieren. Wenn der gewünschte Säuregehalt erreicht ist, sprich: wenn es schmeckt, kann der Essig abgefüllt werden.

Nimm hierfür die Essigmutter zuerst heraus und lege sie beiseite.

Gieße den Essig ab durch ein Sieb ab.

Diesen kannst du nun in ausgekochte Flaschen füllen. Diese solltest du an einem dunklen und kühlen Ort etwa 10 Wochen reifen lassen.

Das Gefäß spülst du erneut aus, gibst die Essigmutter und neuen Alkohol hinein und fängst von vorne an.

Falls du deine Essigmutter oder die abgeschnittenen Stücke nicht sofort weiter verwenden willst kannst du sie zerteilen und aufbewahren.

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