Zero Waste Fortbildung für Ehren- und Hauptamt

Erneut darf ich beim Kreisjugendring Fürstenfeldbruck eine Zero Waste Fortbildng fur Ehren- und Hauptamt geben.

Was kannst DU tun?

„Zero Waste“: Was hat es damit auf sich? Wie kannst Du Müll vermeiden? Wo kannst Du das in Deiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen umsetzen? Diese und weitere Fragen wollen wir bei unserem Abendseminar beantworten. Außerdem zeigen wir Dir, dass es gar nicht so schwer ist, im Alltag etwas zum Schutz unserer Umwelt beizutragen und gleichzeitig sogar Kosten und Zeit zu sparen.

Teilnahmebeitrag: 5€
Für ehrenamtliche Betreuer/innen des KJR FFB ist diese Fortbildung kostenlos, bei kurzfristigen Absagen fällt jedoch eine Ausfallgebühr in Höhe des Teilnahmebeitrags an.

Datum: 18. September 2019

Uhrzeit: 19 – 21.30 Uhr

Ort: KJR Fürstenfeldbruck, Gelbenholzener Str. 6, 82256 Fürstenfeldbruck

Anmeldung beim KJR: https://www.kjr.de/?p=fortbildung&e=zerowaste

Lebensmittelverschwendung: Essen für die Tonne

Lebensmittelverschwendung ist in unseren Ländern und Industriestaaten ein erstaunliches Phänomen. Wir sind doch ein ach so entwickeltes Grüppchen, wir müssten es doch besser wissen…

Dennoch: Große Teile der zur menschlichen Ernährung hergestellen Lebens- und Nahrungsmittel werden vernichtet, da sie nicht in die Norm passen, das Mindesthaltbarkeitsdatum näher rückt oder auch nur, weil das Etikett schief sitzt…

Es gibt verschiedene, gelegentlich berechtigte Gründe für das Entsorgen von Lebensmitteln. Aber oft ist das einfach nur eine fehlende Wertschätzung für das Produkt.

Wo werden Lebensmittel zerstört?

Um das Problem mit der Lebensmittelverschwendung nachvollziehbar zu machen, gehe ich im Folgenden die Wertschöpfungskette von Lebensmitteln durch. Dabei beziehe ich mich auf Definitionen und Zahlen aus der Studie Das große Wegschmeißen von WWF.

Ernteverluste

Das Problem der Lebensmittelverschwendung beginnt am Feld.

“ Sie decken im pflanzlichen Bereich alle Verluste ab, die durch mechanische Zerstörung oder Verschüttung zustande kommen, aber auch pflanzliche Ware, die direkt nach – d.h. nicht vor – der Ernte aufgrund von Schäden oder Makeln gleich welcher Art (z.B. Farbe, Form, Größe) aussortiert wird (Gustavsson et al., 2011). Im tierischen Bereich betreffen diese Verluste das Agrargut, welches bei der Übergabe an den Abnehmer verschüttet (Milch) oder zerbrochen (Eier) wird oder bei der Verladung von Schlachttieren aus den Stallungen in Transporter zur Schlachtung verstirbt oder anderweitig verloren geht.“

WWF, S. 27

Beispiel: In Deutschland betragen die Ernteverluste beim Roden von Kartoffeln etwa 3% der tatsächlich gewachsenen Menge.

Und was mit „anderweitig verloren“ im tierischen Bereich gemeint ist, will ich mir garnicht vorstellen…

Nachernteverluste

„Als Nachernteverluste werden (…) solche Einbußen an Nahrungsmitteln bzw. an Rohstoffen für deren Herstellung definiert, die zum einen bei pflanzlichen Produkten während der Erstbehandlung des bereits abgeernteten Gutes, dessen Transport und Lagerung infolge von Schüttverlusten und Degeneration entstehen. Bei tierischen Produkten zum anderen beziehen sich diese Verluste auf Todesfälle während des Transports der Tiere zum Schlachthof bzw. Verwerfung des Tiermaterials im Schlachthof vor der eigentlichen Weiterverarbeitung; bei Eiern und Milch kommen Verderb und anderweitiger Verlust während des Transports zur abnehmenden Hand hinzu.“
WWF, S. 29

Beim Transport von Hühnern zum Schlachthof belaufen sich die Tierverluste auf etwa 3 %, bei größeren Tieren wie Schweinen sind es weniger als 1% (WWF, S. 29).

Im pflanzlichen Bereich gibt es Verluste, die technisch bedingt sind. Zudem spielen Reinigung, Trocknung, biochemische Prozesse (z.B. Schädlings- oder Krankheitsbefall) und dir Lagerung eine Rolle. Bleiben wir bei unserer Kartoffel: In Deutschland kommen alleine durch die natürliche Keimung der Kartoffel weitere 5% Verlust hinzu (WWF, S. 29).

Prozessverluste

„(D)iese Kategorie (deckt) alle Verluste ab, die während der industriellen oder häuslichen Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten zu Ernährungszwecken auftreten, etwa wenn Säfte und Konserven hergestellt werden, Mehle gemahlen, Brot gebacken oder Tiere geschlachtet bzw. zu Wurstwaren verarbeitet werden. Einbußen treten dabei durch die Aussortierung von nicht für die jeweiligen technologischen Prozesse geeignetem Material auf, bei Wasch-, Schnitt- und Kochprozessen oder im Verlauf von Störungen des Produktionsprozesses, z.B. bei mechanischen Ausfällen oder Verschmutzungen von Produktionsanlagen.“

WWF, S. 31

Du willst jetzt natürlich wissen, wie es um unsere deutsche Kartoffel steht, stimmt’s? 15% der Ausgangsware gehen kaputt in der Weiterverarbeitung von Hackfrüchten, wie Kartoffeln und Zuckerrüben.
Bei Fleisch sind es 5% der Ausgangsware.

Verteilungsverluste

„Verteilungsverluste (werden) als Einbußen an Nahrungsmitteln im Rahmen der Vermarktung definiert. Das geschieht zuvorderst auf der Groß- und Einzelhandelsebene.“
WWF, S. 34

Von der Ausgangsware, die ins europäische Vermarktungssystem kommt, sind es bei unserer Kartoffel und den daraus hergestellten vermarktungsfähigen Waren hier 7%, die vernichtet werden. In Deutschland kann die Zahl der Verteilungsverluste etwas niedriger sein, da wir hier kurze
Dispositionsrhythmen, kleine Bestelleinheiten und Sicherheitsbestände sowie vermehrt regionale Beschaffungssysteme mit tendenziell kürzeren Lieferwegen haben. Damit zeigt sich auch schon, dass diese Punkte wichtig sind, um weniger Lebensmittelverschwendung zu haben.

Konsumverluste

Und das Krasseste ist: Jetzt erst kommen wir ins Spiel!

„Konsumverluste stellen alle Verluste dar, die beim finalen Konsumenten anfallen. Das können Haushalte, aber auch institutionelle Einrichtungen, wie Großkantinen und Restaurants, sein.“
WWF, S. 37

Bei diesen durch uns in Alltag verschuldeten Konsumverlusten handelt es sich um Lebensmittel, die zum Verzehr geeignet wären. Aber sie landen in der Tonne, weil die Einkaufsplanung mangelhaft ist, wir die Lebensmittel nicht richtig lagern, Mindesthaltbarkeitsangaben oft falsch verstanden werden und weil Essensreste in Gastronomie und Haushalten nicht wiederverwendet werden (können).

Hier liegt es also an uns, ob wir 100 oder 0% unserer eingekauften Kartoffel wegwerfen.

Getrocknete Tomaten selber machen

Getrocknete Tomaten selber machen ist ganz einfach. Ich mache das im Sommer immer dann, wenn ich auf meinem Balkon eine tolle Ernte habe und garnicht alle gleich essen kann. Somit ist dieses Rezept ein tolles Rezept gegen Lebensmittelverschwendung.

Getrocknete Tomaten selber machen – Welche Tomaten sind geeignet?

Alle Tomaten sind dafür geeignet. Am liebsten mag ich allerdings Cocktailtomaten. Da ist das Verhältnis von Schale, Samen, Saft und Fruchtfleisch spitze für getrocknete Tomaten. Solltest du welche haben, die besonders viele Samen haben, kannst du sie auch vorher raus kratzen und zum Kochen verwenden und nur das Fruchtfleisch in der Schale trocknen. Zwar etwas aufwendiger aber auch die Schale kannst du wegmachen. Diese kannst du allerdings auch weiter verarbeiten: An der Luft trocknen lassen, mit grobem Salz mischen und in eine Mühle geben. So hast du das ganze Jahr ein leckeres Sommer-Salz!

Aber du kannst ganz einfach getrocknete Tomaten selber machen, in dem du sie einfach so lässt wie sie sind.

Zutaten für getrocknete Tomaten:

Alle Mengen nach Gefühl und Geschmack.

  • Reife Tomaten
  • Rosmarin (frisch oder getrocknet)
  • Basilikum (frischer Basilikum)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • Knoblauch
  • Messerspitze Zimt

Zubereitung:

Tomaten waschen und halbieren.

Mit der Schnittfläche nach oben auf ein Blech geben.

Mit Rosmarin und Basilikum bestreuen.

Nach Geschmack Salzen und Pfeffern.

Bei 110°C drei bis vier Stunden trocknen lassen. Dauer ist abhängig von der Größe und Feuchtigkeit der Tomaten.

Gelegentlich die Klappe öffnen und nach den Tomaten sehen. Sie sollten noch weich und labbrig sein aber trocken anzufassen.

Abkühlen lassen.

Währenddessen Gläser und Deckel mit kochendem Wasser übergießen und sterilisieren.

Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

Tomaten mit Knoblauch, pro Glas einer Prise Rosmarin, Oregano und einer Messerspitze Zimt in die Gläser schichten.

Mit Olivenöl auffüllen.

Verschließen und an einem dunklen Ort lagern.

Mehrere Monate haltbar.

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Precious Plastic München: Gastbeitrag über das Recycling von Plastik

Dieser Artikel über das Recycling von Plastik von Precious Plastic München ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Severin vor unserem großen Schredder in der Werkstatt. Foto: Johannes Heichele

Der #plasticfreejuliy nähert sich dem Ende, und auch wenn wir uns ein bisschen mehr Mühe gegeben haben, so wenig Plastik wie möglich zu konsumieren, so bleibt am Ende des Monats doch ein kleiner „Pile of Shame“, der sich irgendwie doch nicht hat so ganz vermeiden lassen. Vermutlich geht es euch so ähnlich. Und auch den Rest des Jahres sieht es oft so ähnlich aus. Hier mal doch noch schnell was im Supermarkt gekauft, oder bei einem der nicht ganz so bewußt agierenden Online-Händler bestellt, und zack, stehst du da mit einem bisschen Verpackungsfolie, zwei Joghurtbechern und so einer blöden kleinen Einwegflasche.

Und was machen wir jetzt damit? Ab ins Recycling! In Deutschland behaupten wir von uns, Recycling-Weltmeister zu sein. Wir sammeln, spülen und trennen, damit alles sauber im gelben Sack oder der örtlichen Plastiktonne landet. Doch was danach passiert, ist leider nicht so weltmeisterlich. Denn tatsächlich werden gerade mal ca. 15 % unseres Plastikmülls wirklich wiederverwertet und in neue, meist niederwertigere Produkte verarbeitet. Der größte Teil wird ins Ausland geschickt, oder thermisch wiederverwertet, auf gut deutsch: einfach verbrannt.

David an unserem Stand auf dem Streetlife Festival.
Foto: Annika Nestele

Precious Plastic München

Weil uns das nicht so ganz glücklich gemacht hat, und wir gerne eine bessere Lösung finden würden, haben wir Precious Plastic München ins Leben gerufen, einen lokalen Ableger der Precious Plastic Bewegung. Precious Plastic ist eine internationale Gemeinschaft von Menschen, die sich mit dem Thema Plastikrecycling und Plastikvermeidung beschäftigen. Gegründet in den Niederlanden, gibt es heute einige 100 Werkstätten weltweit, in denen nicht nur Plastik wiederverwertet sowie nach Alternativen geforscht wird, sondern vollem Bewusstsein für das Thema Plastik, seine Wertigkeit, und unser aller Umgang damit geschaffen wird. Diese Werkstätten haben dabei unterschiedlichste Formen: Hobbywerkstätten wie unsere, von Menschen, die ihre Freizeit diesem wichtigen Thema widmen möchten. Projekte an Universitäten, bei denen Studenten aus verschiedensten Fachbereichen ihre Ideen zusammentragen. Kleine Ein-Personen-Manufakturen, die sich einem einzelnen Recyclingprozess verschrieben haben und damit tolle Produkte erstellen. Innovative Gruppen in Entwicklungsländern oder anderen Plätzen, an denen Plastikmüll ein noch viel größeres Problem ist als bei uns, die genau dieses Problem vor Ort angehen wollen und gleichzeitig dabei noch Arbeitsplätze schaffen können. All diese Menschen tauschen sich online aus und teilen ihre neuen Erkenntnisse offen mit der ganzen Community.

Doch wie sieht das Ganze konkret aus? Nun, zuerst sammeln wir Plastik, sortieren es nach Materialtyp, reinigen und zerkleinern es und versuchen dann, etwas Neues daraus zu erschaffen.  Das Sammeln passiert, wie ihr sicher über den letzten Monat bei #plasticfreejuly mitgekriegt habt, meist ganz von selber. Zusätzlich versuchen wir aber hier und da auch, aktiv auf Menschen oder Institutionen zuzugehen, bei denen wir wissen, dass dort Plastikabfall anfällt, mit dem wir gegebenenfalls etwas anfangen können.

Plastikeimer aus der Gastronomie, die wir in Kooperation mit einem Weihnachtsmarkt gesammelt haben.
Foto: @preciousplasticmunich

Das Sortieren des Plastiks ist wichtig, da sich jede Plastikart unterschiedlich weiterverarbeiten lässt. Wir arbeiten aktuell nur mit Thermoplastik, sprich mit Plastik welches beim Erhitzen schmilzt, und sich dann z.b. in eine neue Form pressen lässt. Unterschiedliche Plastikarten haben dabei unterschiedliche Schmelzpunkte. Zusätzlich ist die Sortenreinheit wichtig, damit das, was wir aus dem Plastik erstellen, auch danach wieder recycelt werden könnte. Die Art des Plastiks lässt sich oftmals sehr einfach erkennen, auf Verpackungen und vielen anderen Produkten findet ihr das Recycling Logo, ein Dreieck aus Pfeilen, oft mit einer Zahl in der Mitte bzw. ein paar Buchstaben darunter. Diese Zahlen bzw. Buchstaben stehen für die Plastiksorte, die hier verwendet wurde. Für viele Produkte gibt es auch einfach charakteristische Sorten, aus denen diese hergestellt werden. So sind Deckel von Plastikflaschen meist aus HDPE, genauso wie Shampooflaschen. Kleiderbügel sind meist aus Polystyrene (PS, 6),  Frischkäsebecher aus Polypropylen (PP, 5) und Luftbläschenfolie und die Verpackung von Klopapierrollen aus LDPE.

Die gängisten Plastiktypen und was daraus hergesteelt wird.
Foto: @preciousplasticmunich

Nach dem Sortieren und Reinigen, zerkleinern wir unseren ehemaligen Plastikmüll. Das meiste wird geschreddert und zu Granulat verarbeitet. Folien oder ähnliches lassen sich oft direkt verwenden oder mit einer Schere in kleinere Stücke zerschneiden, die dann weiterverarbeitet werden können.

Plastik selber wiederverwenden

Zum Produzieren neuer Produkte hat die Precious Plastik Community einige Maschinen entworfen, deren Baupläne frei verfügbar sind und jeder nachbauen kann. Sie beinhalten eine Spritzgussmaschine für kleinere Teile, eine Kompressionsmaschine für größere Formen, und eine Extrusionsmaschine, z.B. zum Freiformen mit zähflüssigem Plastik. Mit diesen Geräten und den passenden Formen lassen sich dabei die tollsten Dinge erzeugen. Für manche Sachen reicht aber auch einfach das, was ihr wahrscheinlich schon zu Hause habt, ein kleiner Toasterofen, oder sogar einfach nur ein Bügeleisen, und eine Nähmaschine. Und genau solch eine Idee, die sich einfach daheim umsetzen lässt, wollen wir euch jetzt zeigen:

Aus Plastikfolien, wie z.b. Luftbläschenfolie, alten Plastiktüten, oder in unserem Beispiel den dünnen Umverpackungen von Klopapier, lassen sich wunderbar wetterfeste Stoffbahnenerzeugen, aus denen man dann verschiedenste Sachen nähen kann.

Foto: @preciousplasticmunich

Dazu nehmt ihr eure Folien, entweder im ganzen oder in kleinere Stücke zerschnitten, und legt sie am Besten überlappend (dann wird das ganze auch schön wasserdicht) so zusammen, dass ihr ein Stück in eurer gewünschten Form bekommt. Kreative Muster aus verschiedenfarbigen Folien sind dabei genauso möglich wie eine einzelne Folie, bei der das Ausgangsprodukt danach noch gut erkennbar ist. Wichtig ist hierbei, dass die meisten Folien beim Erhitzen kleiner werden, d.h. also großzügig planen. Wie viele Schichten ihr übereinanderlegt, hängt von der Dicke der Folie, sowie den Anforderungen an das was ihr daraus machen wollt zusammen. Je dicker die Folie, desto länger müsst ihr bügeln.

Foto: @preciousplasticmunich

Nun nehmt ihr zwei Stücke Backpapier, legt eure Folienstücke dazwischen, und bügelt sie vorsichtig mit dem Bügeleisen zusammen. Wir haben ein Holzbrett auf das Bügelbrett gelegt, so dass sich die Folien beim Bügeln fest zusammendrücken lassen, um eine möglichst gute Verbindung zu bekommen. Wie lange und mit welcher Temperatur gebügelt wird, ist von Folie zu Folie unterschiedlich, daher am besten bisschen kälter anfangen und dazwischen immer mal wieder nachschauen, ob eure Folien schon zusammengeschmolzen sind. Wenn nicht einfach nochmal bisschend drüberbügeln oder die Temperatur erhöhen. Am Ende erhaltet ihr nun ein neues stabiles Stück dickerer Folie, welches ihr nun wie normalen Stoff weiterverarbeiten könnt: schneiden, vernähen, mit Reißverschlüssen oder Knöpfen ausstatten, und vieles mehr.

Foto: @preciousplasticmunich
Foto: @preciousplasticmunich

Wir haben hier einfach eine kleine Einkaufstasche genäht und dabei gleich noch ein altes Werbegeschenk-Schlüsselband als Henkel wiederverwendet, aber auch selbstgemachte Henkel aus mehreren Lagen Folie sind möglich. Die Henkel ruhig mehrfach vernähen, so dass sie nicht gleich wieder ausreißen. Nachdem an zwei Folienstücken die Henkel befestigt sind, einfach die beiden Hälften mit Außenseiten aufeinanderlegen und vernähen. Wenn ihr über die Nähte danach nochmal mit dem Bügeleisen geht, werden sie auch noch ein wenig stabiler und einigermaßen wasserdicht. Zum Schluß das Ganze noch umstülpen, damit die Nähte auf der Innenseite sind, und fertig ist eine Tasche, die euch beim verpackungsfreien Einkaufen hoffentlich noch lange gute Dienste leisten wird.

Foto: @preciousplasticmunich

Wenn ihr mehr Interesse daran habt, was wir so in unserer Precious Plastic Werkstatt treiben, folgt uns doch auf Instagram: @preciousplasticmunich. Wir freuen uns natürlich auch über Fotos von euren selbstgemachten Recycling-Plastiktaschen, Rucksäcken, oder sonstigen schönen Dingen, die ihr hier jetzt gemacht habt.

Foto: @preciousplasticmunich

WEITERLESEN AUF AUF DIE HAND:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Conscious Chaos: Gastbeitrag von Sandra

Dieser Artikel über den persönlichen nachhaltigen Fortschritt in kleinen Schritten von Lai Chun ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: syringalotus

Sandra hat dieses Jahr ihren Blog Lai Chun gelauncht und bloggt vor allem über ihre Leidenschaft Fair Fashion. Ihr Blog ergänzt ihren Instagram Account syringalotus, wo sie mit grünen Styles in minimaltischer Farbpalette inspiriert.

Passt dein Müll in ein Einmachglas?

Mein 33l Treteimer aus der Küche würde mich jetzt auslachen, wenn ich das von uns behaupten würde. Stolz, wie ein Pokal, präsentiert Lauren Singer ihr Glas mit ihrem Müllinhalt, gesammelt in einem Jahr. Ich muss dabei sofort an die Sendung Löwenzahn denken. Mein Held der Kindheit, Peter Lustig, erklärt inmitten einer Mülldeponie, wie Berglandschaften und Dörfer auf Abfällen gebaut werden. Fast 30 Jahre ist das jetzt her. Wie hat es sich seither entwickelt? Die Plastikproduktion hat sich vervielfacht: Kaffeebecher To-Go, Handyhüllen und Vieles mehr. Vor allem werden immer mehr Natur- und Mehrwegprodukte durch den vielseitigen Kunststoff ersetzt. Puhhhh … ziemlich schnell wird mir klar, dass Plastik sehr viel Komfort gebracht hat: Nudeln aus der Tüte, Joghurt aus dem Becher, Strohhalme in Restaurants. Alles ist „selbstverständlich“. Mit den ersten Clips auf Social Media von Meerestieren, die den Müll mit Nahrungsmitteln verwechseln, kam die Welle. Die täglich wachsende Anzahl an Videos und Bilder zeigen das Ausmaß der Abfälle.

„Was kann ich als Einzelner schon tun? – denken sich eine Million Menschen“

Ungefähr ein Jahr ist es her, als die Plasticfree-Challenge zusammen mit Puristica für den Mai entstanden ist und ich stelle fest, dass mein Müll noch immer nicht in ein Einmachglas passt. Manchmal war der Strohhalm schneller im Glas als ich reagieren konnte. In Kinosälen ist das Mitbringen von Speisen & Getränken selten erlaubt. Und wenn man sich doch Mal ein neues statt ein gebrauchtes Möbelstück holt, dann ist der Müll-in-einem-Glas Gedanke schnell verpufft.  Dennoch ist die Versuchung groß, 24 Gelbe Säcke, die jeder Einzelne durchschnittlich in einem Jahr produziert, in kürzester Zeit auf die Menge eines Glases zu reduzieren. – 12 Säcke wären doch schon ein Fortschritt oder?

Weiterlesen auf Lai Chun…

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Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

Plastikfreier Versand für einen Online Shop: Gastbeitrag von Freeminded Folks

Dieser Artikel über plastikfreien Versand für Online Shops von Freeminded Folks ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Magdalena, Foto: freemindedfolks-blog

Der freemindedfolks-blog ist ein Online-Magazin zum Thema Green-Lifestyle. Mit ihrer Vision “Sustainability made Simple” porträtiert Magdalena gemeinsam mit ihrem Team einen einfachen und unaufgeregten nachhaltigen Lebensstil. Am freemindedfolks-blog findet ihr Artikel und Guides zu den Themen Sustainable Choices, Green Travel, Conscious Living und Natural Cooking.

Zudem hat Magdalena 2017 den freemindedfolks-shop gegründet, einen Online Shop für nachhaltiges Interior. Auf dieser Plattform findet Ihr Eco-Homegoods, die fair produziert, used oder crafted sind. Zudem ist es auch möglich Produkte zu leihen. Der Shop bezieht und verschickt alle Produkte #plasticfree und Magdalena wird uns erzählen, wie es dazu kam und was die Herausforderungen in diesem Prozess waren.

Foto: freemindedfolks-blog

I’m recycled and reused, but still so pretty

Wir haben unseren Shop 2017 gegründet – da wir nicht länger nur über einen bewussten und nachhaltigen Lebensstil schreiben wollten, sondern auch ein Problem in diesem Bereich lösen wollten. Da es im Food sowie im Fashionbereich schon viele Alternativen zu konventionell hergestellten Produkten gab, im Interiorbereich jedoch kaum was, haben wir uns entschlossen in diesen Markt einzusteigen.

Warum sich in diesen Onlinemarkt jedoch nur wenige vorwagen, wurde uns auch ziemlich schnell klar: Das Sourcing ist sehr komplex, die Shipping- sowie Importkosten hoch, die Lagerfläche teuer und – ein Problem mit dem wir lange kämpfen mussten – der plastikfreie Versand ist eine echte Herausforderung.

Als wir in der Gründungsphase waren, gab es noch sehr wenige Möglichkeiten, den Versand umweltschonend zu organisieren und das Produkt in nachhaltige Materialien zu verpacken. Luftpolsterfolie, Plastiktüten, Plastiksticker und Plastikklebeband sind das klassische Verpackungsmaterialien im Interiorbereich. Wir haben uns jedoch geweigert unserer sorgfältig gesourcten Produkte nun in Plastik zu verschicken. Wir haben einige Zeit an Online-Recherche aufgewendet, kamen jedoch zu keinen sinnvollen Ergebnissen. Es gab nur Plastik oder unglaublich teure Verpackungsalternativen. 

Foto: freemindedfolks-blog

Aufgrund von Mangel an Optionen gingen wir ziemlich schnell in den Selbstversuch über. 

Wir mussten herausfinden, wie man sensible Artikel verpacken muss, damit sie unbeschadet beim Verbraucher ankommen – ohne Plastik zu verwenden. 

Wir starteten eine Versuchsreihe: Bepackt mit verschiedensten Materialien wie zum Beispiel Holzwolle, recyceltem Papier, Papier-Luftpolster-Material und anderem machten wir uns auf in den dritten Stock unseres Treppenhauses. Oben angekommen haben wir verschiedene Päckchen gepackt – von Glasvasen bis kleine Interiorgegenstände.  Genau dokumentiert wie oft und mit welchem Material die Produkte eingewickelt waren, warfen wir sie nach unten. Simpel aber effektiv. Anschließend holten wir sie (in der Hoffnung, dass sie noch ganz waren) wieder zurück und warfen sie – anders verpackt natürlich – wieder nach unten. 

Mit der Zeit machten wir einige interessante Beobachtungen: 

Erstens, auch ungewolltes wiederholtes Treppensteigen ist Sport und zweitens, eine Kombination aus dicken Kartons, recyceltem Papier-Luftpolster-Material und (bei Glasgegenständen) Holzwolle eignen sich am besten zum Verpacken. 

Foto: freemindedfolks-blog

Dieses Problem gelöst, tat sich schon das nächste Problem auf: Wir wollten nicht Unmengen an neuen Kartons kaufen. Zumal im Interiorbereich die Dimensionen viel mehr variieren als zum Beispiel im Fashionbereich, wo man meist mit 2-3 verschiedenen Kartongrößen auskommt. Überdies erhielten wir auch überdurchschnittlich viele Kartons, bei Materialbestellungen wie (abbaubares) Klebeband, Neulieferungen etc. und auch unsere Papiertonne im Hof ging über durch Kartons von Nachbarn und Co. Daher entschieden wir uns dafür (solange es logistisch möglich ist), in Altkartons zu verschicken und so auf die Anschaffung von neuen Kartons zu verzichten. Unsere Kunden werden per Mail darauf hingewiesen, dass wir zum Verzicht auf Neumaterial mit recycleten Kartons verschicken und sich daher auf ihren Sendungen Fremdwerbung befinden kann. Dies wurde sehr positiv angenommen!

Als letztes Problem unserer dreimonatigen Verpackungsodysee mussten wir noch unseren Produzenten erklären, dass auch diese im Prozess sowie im Versand zu uns kein Plastik verwenden und auch für alle Zusatzmaterialien, wie z.B.: Klebeband und Sticker eine nachhaltige, biologisch abbaubare Lösung finden. Nachdem uns dies geglückt ist, können wir nun von uns behaupten, dass wir so nachhaltig wie möglich und vor allem #plasticfree verschicken. Aber: Find out for yourself at www.freemindedfolks-shop.com oder read more about our vision on www.freemindedfolks-blog.com

Foto: freemindedfolks-blog

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Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Fastfashion: Ein alter Hut, doch zum Wegwerfen zu gut: Gastbeitrag von Rioots

Dieser Artikel über Fast Fashion und das Upcycling von rioots ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand

Wenn ich Freunden, Bekannten oder ganz Fremden von unserem Projekt erzähle, erfahre ich meist positives Feedback und Fragen nach mehr Details. Deshalb bin ich mir während ich diesen Gastbeitrag für Aline’s Blog schreibe, unsicher, ob die ganzen Infos über Fastfashion nicht eh schon ein alter Hut sind. Beiträge zum Thema gibt es etliche und jeder scheint Bescheid zu wissen. Doch wenn der Hut so alt wäre und jeder wüsste, was Fastfashion eigentlich bedeutet, dann müsste die Welt doch längst anders aussehen. Aber nein, Primark verdreifacht seinen Umsatz in den letzten 10 Jahren und wenn man durch die Innenstadt läuft begegnen einem immer noch Unmengen an ‚glücklichen‘ Menschen, die ihre eben erbeuteten Schnäppchen aus Bekleidungsdiscountern nach Hause tragen. Dabei muss nachhaltig doch nicht unbedingt teuer bedeuten. Und andersherum auch nicht 😉

Foto: Rioots

Fast Fashion – oder Mode zum Wegwerfen – ist wohl einer der verrücktesten Auswüchse der Konsumgesellschaft. Soziale Ausbeutung sowie enorme Umweltbelastung in der Produktion sind die bekannten und großteils gekonnt ausgeblendeten Auswirkungen dieses Überflusses.

„Yet I am sure that there is a greater anxiety, commonly, to have fashionable, or at least clean and unpatched clothes, than to have a sound conscience.“

Thoreau vor 165 Jahren

Seit viel zu langer Zeit schon legen wir mehr Wert auf unser Äußeres und was andere darüber denken als auf den respektvollen und sinnvollen Umgang mit Mensch und Natur. Der durchschnittliche pro Kopf Bedarf an Bekleidung steigt weiter und kann nicht mit Naturfasern allein gedeckt werden. Für manche Verbraucher spricht zudem Optik, Tragekomfort und Preis gegen natürliche und faire Alternativen. 

Gute Neuigkeiten für den modebewussten Schnäppchenjäger und profitorientierte Unternehmen. Es gibt eine billige und vielseitige Alternative: Kunstfasern. So sind zum Beispiel Polyester Fasern in rund 60% aller Kleidungsstücke enthalten. Weniger ressourcenintensiv sind Kunstfasern nicht, da es viel Energie benötigt, um diese aus Erdöl zu gewinnen. Soweit zur Produktion.

Aber Probleme gibt es nicht nur während der Produktion. Faserreste aus Kunstfasertextilien sind für 35% der Mikroplastikbelastung von Gewässern durch primäre Quellen verantwortlich. Weder Waschmaschinen noch Kläranlagen können die kleinen Partikel ganz herausfiltern, was doch herausgefiltert wird landet mit dem Klärschlamm auf Feldern, also im Boden. Eine einzelne Fliesjacke setzt beispielsweise um die 1900 Fasern pro Waschgang frei. Textilien aus recyceltem Plastik, das mag sinnvoll erscheinen, doch der Prozess ist relativ energieintensiv und auch hier gehen beim Waschen noch Fasern verloren.

Vorausgesetzt natürlich, die Kleidung schafft es überhaupt in die Waschmaschine. Denn der und die Deutsche trägt nur etwas mehr als die Hälfte der durchnittlich 95 Kleidungsstücke, die im Schrank hängen regelmäßig. Der Rest wird früher oder später „weg“ getan. Aber weg gibt es halt nicht. Man kennt sie ja, die Altkleiderlüge, die lokale Textilindustrien zusammenbrechen lässt und die Berge von vor sich her rottender Kleidung auf den Müllhalden des Südens.

Aber: Rumjammern hilft nichts, sinnvolle Alternativen müssen her. Eine davon nennt sich Upcycling, also das Neuerfinden alter Kleidung. Ich bin Elle, 23 Jahre aus Fürstenfeldbruck und möchte euch heute unser Projekt vorstellen:

rioots- sustainable streetwear

Foto: Rioots

Zusammen mit Felix, auch 23 und aus Eichenau verbringe ich einen großen Teil meiner Zeit damit, Secondhandkleidung durch einfachste Upcycling-Methoden wieder an die Frau und den Mann zu bringen.

Auf Flohmärkten, Kleiderkreisel und in Secondhandläden finden wir gebrauchte Shirts, Pullis, Mützen und vieles mehr. Streetwear eben. Manchmal bekommen wir auch Kleiderspenden, über die wir uns sehr freuen. Unsere Funde bedrucken wir dann durch Siebdruck mit Motiven, die wir selbst oder unsere Freunde entworfen haben (zugegeben, meistens eher unsere Freunde). Haben die Klamotten kleine Löcher, flicken wir diese oder nähen den Stoff zum Beispiel zu einer Tasche um. Bei Flecken batiken wir oder überdrucken den Fleck.

Foto: Rioots

Nach etwas Einarbeitung in den Umgang mit Siebdruck und der Nähmaschine, sind dies wenig material- und zeitintensive Möglichkeiten, Textilien wieder herzurichten. Wir achten zwar darauf, Kleidung aus Naturfasern zu benutzen. Bei Gebrauchtware ist es aber leider nicht immer möglich, die genaue Zusammensetzung des Stoffes zu erfahren. Außerdem liegt unser Fokus auf der Verwendung vorhandener Rohstoffe, egal ob Natur- oder Kunstfaser.

Unser Ziel ist es, einen Mittelweg zwischen billiger Fastfashion und der etwas teureren Öko-/Fairtrade-Klamotte zu bieten. Nachhaltige Kleidung, die für jeden erschwinglich ist und bei der das Argument „zu teuer“ nicht zählt. Außerdem soll unser Modell zeigen, wie weniger Produktion nicht unbedingt weniger Arbeitsplätze bedeuten muss, sondern nur andere Arbeit.

Foto: Rioots

Mehr Infos und unser Sortiment findet ihr auf www.rioots.de.

Unser Models sind wieder unsere Freunde oder wir selbst. Ist im Shop nichts passendes dabei, gibt es unsere Wünsch-Dir-Was Option. Schreib uns einfach eine Nachricht in der steht, was für ein Teil du dir wünscht. Fast immer können wir die Wünsche auch erfüllen. Mit dieser Option wollen wir vor allem zeigen, dass man fast alles gebraucht finden kann. Manchmal braucht es nur ein bisschen Geduld.

Foto: Rioots

rioots ist kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern hauptsächlich Freunde, die Shirts bedrucken und damit hoffentlich eine wichtige Message rüberbringen. 

Fastfashion is not our future. 

Sollte irgendwann einmal ein „Gehalt“ für uns rausspringen, wäre das natürlich schön. Im Moment fließen jedoch alle Einnahmen wieder zurück in das Projekt.

Eine universelle Lösung für die vielen verschiedenen Probleme der Textilindustrie gibt es nicht. Um die Entstehung von Mikroplastik zu verhindern, kann man für bereits produzierte Kunstfasertextilien ein Auffangsieb für die Waschmaschine verwenden. Dies dient aber nur als Zwischenlösung und nicht als Entschuldigung, weiter Kleider dieser Art zu produzieren zu lassen. Auch wird an vielen alternativen Fasern geforscht, wie zum Beispiel solchen aus Mangos oder Algen.

Aber warum nicht die einfachste und nachhaltige Alternative wählen und das Beste aus dem machen, was wir schon haben? 

Und wenn wir seltener Geld für kurzlebiges „Plastik Glump“ ausgeben, ist mehr übrig um letztendlich weniger, dafür aber vernünftige Fasern und gerechte Arbeitsbedingungen zu fördern.

Foto: Rioots

Also schaut’s vorbei, wir freuen uns über Feedback ♡

Eure rioots

Felix und Elle 

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/251521/umfrage/umsatz-von-primark/

https://www.sueddeutsche.de/stil/kleidung-fuenf-tipps-gegen-den-textil-wahnsinn-1.2757834

https://www.abendblatt.de/vermischtes/lifestyle/article206705987/Deutsche-tragen-viele-Kleidungsstuecke-nur-zwei-Mal.html

https://m.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/100-prozent-baumwolle-qualitaetssiegel-oder-boykottgrund-14125638.html

https://textile-one.de/pages/polyester

Engelhardt A. (2012) Schwarzbuch Baumwolle

WEITERLESEN AUF AUF DIE HAND:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Plastik gibt’s auch in Bio: Gastbeitrag von Kushel

Dieser Artikel über Bioplastik Verpackungen bei Kushel ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Foto: Kushel

Wir sind Kushel und stehen für eine klima- und ressourcen-positive Produktion mit dem Hauptziel mehr an Mutter Natur zurückzugeben als wir ihr entnehmen. Unsere Handtücher bestehen aus Buchenholzfasern und Biobaumwolle welches sie unglaublich weich und saugfähig macht. Als Unternehmen haben wir eine Verantwortung gegenüber der Umwelt und wir können bestätigen das es absolut möglich und notwendig ist nachhaltig zu produzieren. Momentan aber beschäftigt uns das Thema Verpackung.

Wie ein Unternehmen auch ohne den schädlichen Kunststoff auskommen kann

„Wie verpackt ihr eure Produkte denn?“ häufig bekommen wir diese Nachricht zugesendet. Wir freuen uns sogar über die Frage denn das bedeutet, dass unserer Community stets Interesse daran zeigt ausreichend informiert zu sein, wenn es darum geht ein nachhaltiges Leben zu führen.

Natürlich machen wir uns auch dazu Gedanken und haben eine vorübergehende Lösung gefunden. Zum Verständnis: Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch logistische Aspekte wie Retouren zu beachten. Auf der einen Seite müssen wir Retouren vermeiden, indem wir sicherstellen, dass unsere Handtücher absolut sauber und hygienisch bei unseren Kunden ankommen. Auf der anderen Seite müssen wir im Fall einer Retoure sehen können, welche Handtücher wir wieder in den Verkauf geben können und welche wir wieder Aufbereiten müssen oder spenden können. Also dachten wir uns, na gut, in dem Fall muss es eine Kunststoffverpackung sein, aber gibt es da denn keine Alternativen? Und ja, zum Glück gibt es schon einige Lösungen dafür.

Erst einmal was ist Biokunstoff überhaupt?

Foto: Kushel

Ein Material welches nicht aus Erdöl hergestellt, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen und biologisch abbaubar ist. So weit so gut! Somit sind wird dann auf ein Bioplastik Produkt aus Mais gekommen. Ein Herstellungsverfahren welches den Kunststoff aus Maisstärke herstellt. In dem Fall also auch biologisch abbaubar ist und vor allem Erdölfrei. Jedoch sind uns auch einige Schwierigkeiten mit dem Produkt bekannt. Laut EU Norm 13432 kann sich PLA nur in einem bestimmten Zeitraum und unter bestimmten Umweltbedingungen (hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit usw.) und dem hinzufügen von Mikroorganismen abbauen. Das zersetzt sich dann zu 90% in Wasser, CO2 und Biomasse. Jedoch bestehen diese Kompostierbedingungen nur in industriellen Anlagen und deshalb kann man es nicht in die Biotonne werfen. Außerdem wird dafür in den meisten Fällen eine Art „Genmais“ verwendet der wiederum nicht Bio ist und das Pestizid-Problem bleibt weiterhin bestehen.

Wir suchen weiter…

Unser Ziel ist es nicht nur klima- und ressourcen-positiv zu produzieren, sondern auch beim Thema Verpackung wollen wir unsere Prozesse stetig verbessern, denn etwas zu kompensieren ist gut, aber weniger Müll zu erzeugen ist besser. Also schauen wir uns nach Möglichkeiten um.

Kaffee- immer eine gute Lösung?

Eine Alternative ist Biokunststoff aus Kaffeesatz, der zusammen mit einer Zuckerrohrbasis zu einem Verpackungsmaterial hergestellt wird. Auf langfristige Sicht wird das jedoch schwierig diese Mischung auf einer Massenproduktionsebene zu nutzen. Einfach nur, weil es nicht genug Kaffeesatz gibt.

Plastik aus Holz

Was schon wie ein Widerspruch in sich klingt ist aber mittlerweile eine wirklich effiziente Alternative. Holzreste werden zusammengepresst und zunächst als flüssiges Material genutzt, um es somit in die richtige Verpackungsform zu biegen. Vorteil ist definitiv, dass es biologisch abbaubar ist und, dass es einen geringeren CO2 Ausstoß bei der Herstellung ergibt. Wiederum ist diese Bioplastikalternative schwerer als andere und die Nachfrage besteht eben nach leichten Verpackungen.

Und dann gibt es da noch Disteln.

Eine Plastikalternative, die mit Hilfe von Distelöl hergestellt wird. Dieses Material löst sich schon nach wenigen Wochen auf und darf sogar in die Biotonne zum Kompostieren. Natürlich ist der relativ schnelle Kompostiervorgang von Nachteilen für verschieden Industrien wie z.B. Innenverkleidungen bei Autos. Denn da achtet man natürlich auf die Langlebigkeit ihrer Produkte.

Alternativen sind essentiell für unsere Umwelt.

Dies war nur ein kleiner Bruchteil an Bioplastikalternativen, an denen man momentan auf dem Markt arbeitet. Fakt ist natürlich, dass wir definitiv an einem Punkt sind, an dem diese Alternativen essenziel für unsere Umwelt sind, jedoch muss noch sehr stark an der Optimierung der Produkte gearbeitet werden. Wir aber wissen schon, dass wir demnächst auf ein anderes Produkt bei unserer Verpackung zurückgreifen wollen.

Was meint ihr zum dem Thema, kennt ihr Bioplastikalternativen die euch überzeugen? Welchen nächsten Schritt würdet ihr uns bei Kushel beim Thema Verpackung empfehlen?

WEITERLESEN AUF AUF DIE HAND:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Zero Waste einkaufen ohne unverpackt Laden: Gastbeitrag von Nina

Dieser Artikel zu zero waste einkaufen ohne unverpackt Laden und über Lebensmittel retten ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Foto: @zero_vegan_nina

Hallo, ich bin Nina: Hundemama, langjährige Veganerin und Vollzeit-Doktorandin an der Uni. Auf meinem Instagram Kanal nehme ich euch mit auf meinem Weg zu einem Müll-ärmeren, nachhaltigeren Leben mit Tipps und Tricks, die man auch ohne viel Zeitaufwand umsetzen kann. Ich beschäftige mich mit allen Aspekten der Nachhaltigkeit – von Konsum-Minimierung über Gärtnern auf dem Balkon, Second-hand Einkäufen, saisonale Gemüseküche und vieles mehr. 

Zero Waste einkaufen ohne unverpackt Laden: Ninas Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Dank Instagram und Pinterest kommt es einem manchmal so vor, als wäre ein Zerowaste-Lifestyle gleichzusetzen mit hübschen Einkäufen im Unverpackt-Laden. Zwar gibt es inzwischen in einigen Städten Unverpackt-Läden aber die breite Masse hat bisher noch keinen Unverpackt-Laden in der Nähe. Ich möchte euch deshalb ein paar Alternativen zum unverpackt-einkaufen vorstellen die genauso zur Müllreduzierung beitragen können.

Foodsharing

Viel zu viele noch essbare Lebensmittel landen täglich in Deutschland in der Mülltonne. Sich gegen Lebensmittel-Verschwendung zu engagieren ist deshalb ein effektiver Weg Treibhausgase einzusparen und gleichzeitig die Geldbörse zu schonen. Am besten geht das über die Organisation “Foodsharing”. Hier kann man sich kostenlos anmelden und dann virtuelle Lebensmittel-Körbe ansehen und bei Gefallen abholen. Natürlich kann man auch selbst Lebensmittel posten, die man nicht mehr haben möchte. Das ist zum Beispiel sehr praktisch, wenn man kurz vor dem Urlaub noch zu viele Lebensmittel im Kühlschrank hat. Einfach bei Foodsharing einstellen und jemand anderes freut sich noch über deine Gurken und den Joghurt der sonst im Müll gelandet wäre. An einigen Stellen gibt es auch sogenannte Fairteiler. Das sind öffentlich zugängliche Räume oder Regale wo Leute Lebensmittel ablegen, die sie verschenken möchten. Dort kann man unverbindlich Lebensmittel hinbringen oder abholen. Es ist natürlich immer etwas Glückssache ob und was gerade Brauchbares im Fairteiler zu finden ist. Die Standorte der Fairteiler findest du auch auf der Website von Foodsharing.

Produkte mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum retten

Außer Foodsharing kann man sich auch direkt beim Einkaufen gegen Lebensmittelverschwendung engagieren. Viele Bioläden und manche Supermärkte bieten z.B. auf Produkte mit einem kurzen Mindesthaltbarkeitsdatum bis zu 50% Rabatt an. Besonders in der Kühlung findet man oft diverse reduzierte Sachen. Die Produkte sind meist noch weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Für mich persönlich ist es absolut vertretbar diese Produkte zu kaufen, selbst wenn sie oft in Plastik verpackt sind. Denn man vermeidet damit, dass sie im Müll landen und die ganzen Ressourcen umsonst für dieses Produkt verbraucht wurden.

Online Shops für gerettete Lebensmittel

Das gleiche Prinzip gilt für die Online Shops von Veggie Specials und SirPlus. Sirplus (eine Anlehnung an das englische Wort surplus, zu Deutsch: Überschuss) bietet Produkte an, die entweder das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten haben, in Kürze überschreiten werden oder Produkte bei denen z.B. das Label ein neues Design bekommen hat und deshalb die alte Charge aussortiert wurde. Alle Produkte sind selbstverständlich noch genießbar. Hier kann man sich mit Snackartikeln, Saucen, Pasta, Süßigkeiten und vielem mehr im Online Shop oder vor Ort in Berlin eindecken. Besonders für Leute, die vielleicht nicht immer die Zeit und Muße haben Müsliriegel und andere Snacks selber zu machen, ist dieser Shop perfekt.

Klar, die Dinge kommen nicht unverpackt und man hat dann kein plastikfreies Müllglas mehr, aber auch hier rettest du aktiv Lebensmittel, die sonst einfach im Müll gelandet wären. Veggie Special hat ein ähnlich tolles Konzept: sie arbeiten mit Firmen wie Taifun Tofu zusammen, um Lebensmittelverschwendung direkt bei der Produktion einzudämmen. Sie verkaufen Tofu, Fleisch – und Wurstersatzprodukte, vegane Süßigkeiten und vieles mehr die beispielsweise ein bisschen zu schwer oder zu leicht geraten sind und deshalb für den normalen Einzelhandel aussortiert wurden. Auch hier hast du wieder den Vorteil ordentlich Geld zu sparen im Vergleich zu den Preisen im normalen Supermarkt. 

App gegen Lebensmittelverschwendung

Falls du mal keine Lust zum Kochen hast, kannst du mit einer tollen App namens “Too Good To Go” portionsweise Gerichte aus Restaurants retten, die abends noch übrig sind. Das heißt du bezahlst online für deine Mahlzeit und hast dann eine bestimmte Zeit zu der du die Mahlzeit abholen kannst. Je nach Restaurant oder Geschäft gibt es alles Mögliche: von Sandwiches über Suppen, Backwaren, Smoothies oder Gemüsekisten, die kurz vor Ladenschluss noch übrig sind und sonst entsorgt worden wären. Hier kannst du auch oft deine eigene Tupperbox mitbringen und somit auf die To-Go-Box verzichten.

Einkaufen im Großgebinde

Eine weitere Möglichkeit müllarm einzukaufen ist, Dinge im Großgebinde zu kaufen, beispielsweise bei BioGewinner. Auch Unverpackt-Läden erhalten ihre Ware meist ’nur‘ in sehr großen Verpackungen und manche davon sind auch aus Plastik. Falls du also besonders viel von einem Artikel verwendest, kann es durchaus Sinn machen, dir einfach selbst eine solche Großpackung zu besorgen. Vielleicht möchten ja ein paar deiner Freunde oder Nachbarn mitbestellen und ihr könnt euch einen 15kg Haferflocken-Sack einfach teilen.

Auch Artikel wie Waschmittel oder Spülmittel lassen sich in großen Kanistern bestellen, das geht zum Beispiel bei der Firma Sonett über den Online Shop. Ich teile mir mit meiner Freundin Katy einen 10l Kanister Waschmittel, sowie einen Kanister Spülmittel. Das schöne ist: anstatt die Einkäufe vom Laden heimzuschleppen kann ich mich mit Katy zum Ratschen treffen und nachher noch zwei Flaschen Spüli mit heimnehmen. Die Kanister sind übrigens genau dieselben wie sie auch in einigen im Unverpackt-Läden zu finden sind. Falls du nichts online bestellen willst, kannst du auch bei dir im Bioladen fragen, ob sie dir Artikel im Großgebinde bestellen können. Mir wurde gesagt, dass das bei vielen möglich ist.

Außerdem kannst du dein Glück in internationalen Supermärkten versuchen, oft haben solche Läden z.B. 5kg Säcke Reis oder Linsen vorrätig, sowie größere Mengen an Gewürzen. Je nach Gegend gibt es auch lokale Bauern, die einem gerne Erzeugnisse im Großgebinde verkaufen. Ich habe einen 10kg-Sack Bio-Sojabohnen aus dem Münchner Umland gekauft und mache damit meine Sojamilch selbst. Ganz wichtig beim Einkauf von großen Mengen an Lebensmitteln ist aber: vorher Gedanken machen, ob man wirklich so viel davon verbrauchen kann bevor es eventuell schlecht wird. Auch die richtige Lagerung ist wichtig, um Krabbeltiere und Feuchtigkeit fern zu halten. 

Lebensmittel retten ist auch Zero Waste – auch mit Verpackung!

Die von mir vorgestellten Möglichkeiten „zerowaste“ einzukaufen entsprechen zwar nicht der klassischen Definition von „müllfrei“ einkaufen (denn dein Mülleimer wird hier nicht leer bleiben), aber dennoch kannst du einen wichtigen Beitrag zur Müllreduzierung leisten und ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. 

WEITERLESEN AUF AUF DIE HAND:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Der OHNE Laden in München: Gastbeitrag der Mitgründerin Chrissi

Dieser Artikel über den OHNE Laden in München ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: Christine Traub

Mein erster bewusster Schritt in Richtung eines plastikreduzierten Alltags war der Griff zur Stofftasche, um die lästigen Tüten beim Bäcker zu vermeiden. Die Edelstahlflasche für Unterwegs hatte ich schon lange im Gepäck, schließlich ist man mit dem Münchner Leitungswasser aus der Leitung super versorgt. Dank der Initiative Refill wird es auch immer leichter, sich die eigene Flasche immer wieder befüllen zu lassen. Dieser zwei Schritte vermeiden sogar schon bei einer einzelnen Personen eine große Menge an Müll, der erst überhaupt nicht entsteht. Mit der Anschaffung meiner Wurmkiste, konnte ich dann meinen Restmüll auf eine deutlich geringere Menge reduzieren. 

Gründung von OHNE

Foto: OHNE

Mit der Gründung von OHNE der verpackungsfreie Supermarkt im Februar 2016 mit meinen beiden Kollegen Hannah und Carlo wurde das plastikfreie Einkaufen als Ladenbesitzerin eines Unverpackt-Ladens noch deutlich leichter. Hier standen und stehen wir vor der Herausforderung, beim Ankauf der Ware Plastik zu vermeiden und zu reduzieren, wo es möglich ist. Mit manchen Lieferanten konnten wir ein Mehrwegsystem entwickeln, damit auch dem Weg erst gar kein Müll entsteht. Zum Glück gibt es auch schon Möglichkeiten auf dem Markt in grünen Mehrwegkisten sich die Ware zuschicken zu lassen und mit einem Rücksendeschein, diese leeren Behältnisse dann wieder zum Lieferanten zurück zu schicken. Was vor 3 ½ Jahren eher als Nische galt, ist mit vielen weiteren Unverpackt-Läden in Deutschland mittlerweile in der breiten Masse angekommen. Begriffe wie Zero Waste und Co. sind in aller Munde, die Umstellung auf ein nachhaltigere Alternativen sind immer mehr im Gange. Dadurch wird das Leben ohne Plastikprodukte auch immer leichter. So haben Herstellungsbetriebe, die zu Beginn die Umstellung auf Plastikverpackung u.ä. aufgrund der geringen Abnahmemenge unsererseits nicht durchführen konnten, mittlerweile einen größeren Anreiz dies in Erwägung zu ziehen, da es immer mehr Abnehmer nachhaltiger Verpackungen gibt. Oder anders gesagt: Das Bewusstsein gegenüber nachhaltigen Alternativen wächst stehts. Leider ist es manchen Betrieben/Herstellern nicht immer möglich, den Umstieg sofort durchzuführen, da dies auch mit großen Investitionen für Packmaschinen und ähnliches zu tun hat. Daher muss man die Entwicklung als stetigen Prozess ansehen. 

Das Sortiment vom OHNE

Foto: OHNE

In unserem Laden findet man ein vegetarisches Vollsortiment von Nudeln, über Cerealien bis hin zu unverpackten Süßigkeiten, gibt es auch ein großes Non Food-Sortiment mit vielen Plastikalternativen. Ob festes Shampoo oder Reinigungsmittel zum selbst abfüllen, hier ist für jeden etwas dabei. 

Basics in der Tasche

In meiner Tasche gibt es immer einen Edelstahl-Strohhalm, Stofftaschen für den Snack zwischendurch, einen Löffel und meine Edelstahlflasche zum Trinken. Die Herausforderung im Alltag bleibt leider weiterhin der Plastikstrohhalm. Man kann es so oft sagen wie man will, das ist ein Alltags-Fail, der leider noch sehr oft passiert.  Wenn ich Essen gehe, nehme ich stets ein Behältnis mit, in dem ich ggf. Essensreste einpacken und mit nach Hause nehmen kann.

Plastik reduzieren ist eine Bereicherung

Das plastikreduzierte Leben hat definitiv nichts mit Verzicht und Einschränkungen zu tun. Es ist lediglich eine Umstellung und eher eine Bereicherung. Mit der Möglichkeit, sich die Mengen zu abzufüllen, die man wirklich benötigt, anstatt verpackte, vorabgefüllte Lebensmittel zur kaufen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man auch wieder ein ganz anderes Bewusstsein den Lebensmittel gegenüber entwickelt und sich anders mit ihnen auseinandersetzt. Auch der Austausch mit den Kundinnen und Kunden im Laden und Gleichgesinnten, hat mein Wissen im Lebensmittelbereich in den letzten Jahren deutlich wachsen lassen. 

Auf das das nachhaltige Leben das neue Normal wird und die nächsten Generationen noch viel von unserer wunderbaren Natur und ihren Ressourcen haben.

Chrissi von OHNE

WEITERLESEN AUF AUF DIE HAND:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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