Wasser ist der Lebensschnaps

Mehr als die Hälfte unseres Körpers besteht aus Wasser. Wir brauchen es, um zu funktionieren.

Gesundheit kommt von innen und Wasser ist die Basis. Trockene Lippen lassen sich nicht mit Lippenpflege alleine retten, nein, es du musst vor allem viel trinken. Zu wenig Wasser im Körper äußert sich beispielsweise auch durch Kopfweh und schlechte Haut.

Wasser regt unseren Körper an und belebt den Geist. Ohne können wir keine Energie freisetzen und fit fühlen wir uns bei Wassermangel nicht. Schlüsselwort: trinken!

Wichtig ist, auch woraus wir trinken!

Um jederzeit genügend Wasser dabei zu haben, trage ich immer eine Wasserflasche mit mir. Diese fülle ich unterwegs mit Leitungswasser auf.

Wichtig ist mir, dass ich auch weiß woraus ich trinke. Denn ich möchte keine gesundheitsschädlichen Stoffe im Kontakt mit meinem Wasser haben.

Darum verwende ich Glasflaschen. Die sind zwar schwerer als Plastikflaschen aber das ist es mir wert. Aus diesem Grund habe ich meist eine 500ml Flasche dabei, die wiegt weniger und passt unterwegs gut unter normale Wasserhähne. Wenn ich weiß, dass ich länger unterwegs bin, beispielsweise Wandern, dann darf es auch mal die größere Flasche sein.

Problematik mit Mineralwasser in Plastikflaschen

Mineralwasser aus Plastikflaschen beinhalten Pestizide, Mikroplastik und hormonell wirksame Stoffe. Da sitzen sogar Toxikologen dran und erforschen die Auswirkung.

Wasser wird sonst wo in Flaschen abgefüllt und auch wenn das Etikett mit „frisch von der Quelle“ wirbt, heißt das nicht, dass es gleich am kommenden Tag bei dir im Getränkemarkt steht. Erstmal wird es gelagert, dann verpackt, dann transportiert, dann wahrscheinlich nochmal transportiert, dann irgendwo wieder gelagert. Steht dann rum bis du es kaufst, schleppst, transportierst schleppst, lagerst und dann irgendwann trinkst. Dabei ist die Flasche immer wieder Temperaturschwankungen ausgesetzt, wodurch Wasser und Plastik verstärkt miteinander reagieren.

Leitungswasser in Deutschland

Hingegen ist Leitungswasser in Deutschland das am strengsten kontrollierte Wasser. Und es kommt direkt aus dem Hahn und keine Schlepperei nötig. Das Leitungswasser ist 1000- bis 5000-mal günstiger, muss nicht verpackt, mit hohem Energieaufwand abgefüllt und transportiert werden und verursacht keinen Plastikmüll.

Für dieses Wasser brauchst du auch keine neue Flasche kaufen. Wenn du eine leere Glasflasche zuhause hast, ein Bügelbierflasche, irgendeine noch aus der Schulzeit, egal eigentlich, dann verwende einfach die. Es muss nicht immer was Neues sein.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Pin it:

Amzuchttöpfen aus Klopapierrollen basteln

Nachhaltige Anzuchttöpfchen müssen nicht extra in Plastik verpackt gekauft werden. Ich verwende jedes Jahr Klopapierrollen, denn die sind bei mir kein Müll, sondern ich hebe die dafür in meiner Saatgutschublade bis zum Frühjahr auf.

Nachhaltige Anzuchttöpfchen

Für Samen, die eine lange Wurzel entwickeln, wie beispielsweise Bohnen, lass ich die Klopapierrolle ganz, stelle sie in eine Schale und fülle sie einfach mit Anzuchterde. Darauf gebe ich pro Rolle einen Samen oder Kern und gebe je nach Sorte ein wenig Erde drauf.

Für schnell wachsende Sorten oder diejenigen, die kürzere Wurzeln bilden, wie beispielsweise Salat, schneide ich die Klopapierrollen in der Mitte durch.

Stabile Böden für Anzuchtöpfe basteln

Solltest du die Böden der Anzuchttöpchen stabiler haben wollen oder so, dass beim Gießen unten keine Erde ausläuft, kannst du mit Hilfe einer Schere auch kurz basteln:

Die ganzen oder halben Rollen drücke ich hierfür platt und schneide auf einer Seite in jedem Knick etwa einen Zentimeter tief ein. Dann knicke ich die Rolle für die andere Hälfte und schneide auch hier zwei mal ein. So bilden sich unten vier Laschen, die ich nun umknicke und übereinander lege. Die eine Ecke der letzten Masche wird unter die erste geschoben, sodass du hiermit einen stabilen Boden in deinem Anzuchttöpchen hast.

Pflanzen vorziehen

Die Rollen mit oder ohne Boden stelle ich in eine Schale. So können die bepflanzten Anzuchttöpfchen bei Bedarf gegossen werden. Die Schale stelle ich ans Fensterbrett. Nach wenigen Wochen oder Tagen zeigen sich die ersten Triebe.

Aussaat in Töpfen oder im Freien

Sobald sich bei deinem Pflänzchen zwei kleine Blättchen gebildet haben kannst du sie mit der Papierrolle in frische Erde in einen Topf setzen oder, falls es die Temperaturen bereits zulassen, in ein Beet. Die Papierrolle zerfällt sehr schnell und hindert die Wurzeln in der Erde nicht am Ausbreiten.

Weitere Möglichkeiten für müllfreie Anzuchttöpfe

Eierschalen

Du kannst manche Pflanzensamen auch mit etwas Erde in Eierschalen pflanzen. Achte dabei darauf, dass die Pflanze Kalk mag.

Eierkartons

Wenn wir schon bei Eiern sind, dann hast du sicher auch Eierschachteln. Dieses Recyclingpapier kannst du für die Aussaat ebenso verwenden. Belasse hierfür die Eierkammern beieinander und trenne sie erst vorsichtig beim Umtopfen. Da sich die Eierschachteln schnell mit Wasser vollsaugen, verlieren sie manchmal an Stabilität und eignen sich darum besonders für schnell wachsende Pflanzen.

Zeitungspapier

Auch aus Zeitungspapier oder anderen Recyclingpapier kannst du kleine Zylinder formen und mit Erde befüllen. Die sind sehr labrig und halten nicht so lange wie die Klopapierrollen.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Pin it:

Plastikfreie Textmarker

Nach einem Zero Waste Workshop in einer zehnten Klasse wurde ich gefragt: „Gibt es eine plastikfreie Alternative für Textmarker?“ Ja, es gibt eine

Ich verwende leuchtende Buntstifte, um beim Lernen und Schreiben die wichtigen Passagen hervorzuheben. Diese dicken Buntstifte gibt es in ganz normalen Schreibwarenläden. Sie trocknen nicht aus und da sie aus Holz sind, ist der Spitzerdreck kompostierbar.

Zum Schreiben verwende ich Bleistifte und meinen Kolbenfüller.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Pin it:

Einmal ohne, bitte

Schon mal versucht plastikfrei einzukaufen? Schon mal einen Kaffee im eigenen Becher geholt? Hast du dich sogar schon mal getraut einen Schritt weiter zu gehen und zur Käsetheke deine eigene Box mitzubringen?

Falls nein, trau dich endlich! Falls ja, hoffe ich, dass du nicht abgewiesen wurdest… Auch wenn immer mehr Unternehmen nachhaltige Optionen anbieten, sind einige nachwievor verunsichert, ob sie mitgebrachte Behälter annehmen, anfassen und hinter die Theke nehmen dürfen. Darum, weil sie das Eigengewicht der Box nicht abziehen können oder aus reinem Unverständnis nehmen manche die eigene Box/den Becher/den Teller/den Beutel bisher nicht an.

Das soll sich ändern!

Einmal ohne, bitte

Einmal ohne, bitte“ ist eine Initiative des gemeinnützigen Münchner Vereins rehab republic e.V. Dieses offene Kreativ-Kollektiv fördert das Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung und sucht dabei nach Lebensentwürfen, in denen die Menschen bei einem geringeren Energie- und Ressourcenverbrauch glücklich und zufrieden sind. Um seinen Zielen näher zu kommen, verbreitet und unterstützt rehab republic e.V. Ideen, Projekte und Menschen, veranstaltet Schnibbelparties, designt Postkarten und tanzt durch die Stadt. „Einmal ohne, bitte“ entspringt dieser Initiative und hat sich die Vermeidung von Verpackungsmüll bei Einkauf und Take-Away zum Ziel gesetzt. Es werden Geschäfte und Lokale sichtbar gemacht, in denen Kund*innen Backwaren, Käse, Wurst und andere Lebensmittel ohne produkteigene Verpackung erwerben können. Im Fokus des Projekts steht ein Sticker mit dem Schriftzug „Einmal ohne, bitte„, der – an Theken und Schaufenstern angebracht – Geschäfte und Lokale kennzeichnet, in denen Waren unverpackt angeboten werden. Diese Waren können vom Kunden in eigene mitgebrachte Behältnisse gefüllt werden.

Ich durfte den Sticker am Senfstandl von Münchner Kindl am Viktualienmarkt anbringen. Hinter mir steht Irene, die sich um den Verkauf im Stand kümmert.

Am Donnerstag, 14. Februar 2019, fand am Viktualienmarkt die Kick-off Veranstaltung im Beisein von Presse und Bloggern statt. Einer der ersten Sticker wurde unter anderem beim Münchner Kindl Senfstandl angebracht. Hier kann Mittelscharfer Senf in ein mitgebrachtes Glas abgefüllt werden. Das funktioniert hier so: Du bringst dein sauberes Glas mit. Das Eigengewicht vom Glas wird an der Waage auf Null gestellt. Du zapfst daraufhin den Senf in dein Glas. Abschließend wird an der Waage nur das Gewicht des Inhalts aufgenommen und du zahlst grammgenau nur deinen frischen Senf.

Mehrweg statt Einweg

Durch diese kleine Handlung lässt sich das Glas einsparen, dass zwar gut recycelbar ist, allerdings einen hohen Energieaufwand für Herstellung, Reinigung, Transport und Recycling braucht. Durch die Vermeidung der produkteigenen Verpackung wird nicht nur am Glas gespart. Du trägst hierdurch auch dazu bei, dass weniger Gläser hergestellt, geliefert und transportiert werden müssen. Lange Transportwege werden vermieden. Auch volle Glascontainer, die das Stadtbild stören können. Schließlich wird das energieaufwendige Recycling des Glases erst nötig, wenn das mehrfach verwendete Glas dir irgendwann versehentlich zu Bruch gehen sollte. Gleiches gilt natürlich auch für Papier und Plastik.

Durch die Reduzierung von Glas-, Papier- und Plastikmüll tragen wir alle dazu bei, unseren wertvollen Lebensraum zu erhalten und die Lebensqualität nachfolgender Generationen zu erhöhen.

Kooperationspartner werden

Auf der Homepage von Einmal ohne, bitte findest du eine wachsende Anzahl teilnehmender Kooperationspartner nicht nur in einer Liste, sondern auch in einer hilfreichen Karte.

Foto: Einmal ohne, bitte

Wenn du einen Laden kennst, der Waren in mitgebrachte Behälter füllt, schick ihm diesen Beitrag und weise ihn damit auf „Einmal ohne, bitte“ hin.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Zero Waste Vortrag und Workshop an der Volkshochschule Bad-Urach

Die Volkshochschule Bad-Urach hat mich eingeladen einen Zero Waste Vortrag zu halten.

Am Tag darauf gebe ich dort einen DIY Workshop.

Vortrag: Samstag, 23. Februar 2019, um 19:30 Uhr, Eintritt 5€

Workshop: Sonntag, 24. Februar 2019, von 10 – 13 Uhr, Eintritt 10€. Bitte bring leere Schraubgläser mit, um deine Produkte abzufüllen.

Beide Veranstaltungen finden hier statt:

Schlossmühle Bad Urach
72574 Bad Urach

Anmeldungen über: VHS Bad-Urach

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Lipbalm selber machen

Lipbalm selber machen ist so einfach, dass meine Workshopteilnehmer*innen immer erstaunt sind, wenn aus zwei Zutaten ruckzuck ein einfaches Pflegeprodukt entsteht. Lippenpflege aus natürlichen Zutaten kannst du zuhause ganz leicht selber machen.

Zutaten:

  • 60 ml Olivenöl
  • 1 TL Bienenwachs

Optional:

  • 1 Tropfen ätherisches Öl für Duft/Geschmack
  • Reste eines Lippenstifts für Farbschmimmer

Anleitung:

Alle Zutaten in einem Wasserbad schmelzen.

In saubere Tigel umfüllen.

Aushärten lassen.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Pin it:

Nussmilch selber machen

Nussmilch selber machen ist ganz einfach! Egal ob Mandelmilch, Kokosmilch, Haselnussmilch…

Die einfachste Methode Nussmilch selber zu machen, ist mit nur drei Zutaten schnell zubereitet:

Zutaten:

  • 350 ml Wasser
  • 1 El Nussmuss (irgendeins, Mandel, Kokos, Haselnuss, o.a.)
  • Was zum Süßen, falls gewünscht (Ahornsirup, Zucker, Honig, o.a)

Zubereitung:

Nussmuß ins Wasser geben, eventuell was zum Süßen und alles mit einem Pürierstab kurz mixen.

Abfüllen, fertig.

Da keine Konservierungsstoffe drin sind und die Mischung nicht abgekocht wird, ist sie nur ein paar Tage im Kühlschrank haltbar. Darum mache ich lieber nur kleine Mengen und verwende sie gleich.

Wenn die Nussmilch länger steht, kann sie sich trennen. Einfach schütteln und alles wieder frisch.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Pin it:

Mandelmilch selber machen

Nussmilch selber machen