Nachhaltige Periode – 6 Tipps, die dir helfen werden

Das Thema nachhaltige Periode beschäftigt immer mehr Menschen: Junge Frauen, die garnicht erst mit herkömmlichen Binden und Tampons starten wollen. Mütter, die nach der Schwangerschaft nach Alternativen für sich suchen. Transgender, die Produkte suchen, die unterwegs nicht alle paar Stunden auf den öffentlichen Toiletten gewechselt werden müssen, da die Toilettensituation in unserem binären System ohnehin schon schwierig sein kann. Oder auch Cis-Jungs und Männer, die neugierig den Menstruationsnebel lüften wollen.

Nachhaltige Periode – weniger Müll, weniger bedenkliche Stoffe und eine Möglichkeit Geld zu sparen

Dieser Beitrag wurde von Pourprées mit PR-Samples gesponsert.

In diesem Beitrag verrate ich dir sechs Tipps, die mir meine Menstruation erleichtern und dir hoffentlich für eine nachhaltige Periode helfen.

Tipp 1: Menstruationstasse

Als aller erstes habe ich vor etwa 6 Jahren mit einer Menstruationstasse als Alternative zu herkömmlichen Tampons für eine nachhaltige Periode umgestellt. In diesem Beitrag kannst du dir mehr dazu durchlesen. Kurz: Es handelt sich um einen Silikon-Kelch, den man sich anstatt eines Tampons einführen kann und der das Menstruationsblut und -flüssigkeit auffängt. Der Kelch wird morgens und abends, wenn nötig öfter, entnommen, über der Kloschüssel entleert, am Waschbecken ausgewaschen und wieder eingesetzt. Am Ende der Woche wird er ausgekocht und bis zum nächsten Mal aufgeräumt. Die Menstruationstasse kann etwa 10 Jahre genutzt werden und spart nicht nur Müll, sondern auch Geld.

Tipp 2: Periodenslips

Seit dem Absetzen der Pille ist meine Periode noch nicht regelmäßig. Die Abbruchblutung durch die Pille war immer präzise drei Tage nach der letzten Tablette. Alles planbar, alles cool. Jetzt liegen zwischen den „Monats“-Blutungen zwischen 30 und 40 Tage. Und ganz ehrlich: Es stresst mich sehr nicht genau zu wissen, wann meine Monatsblutung einsetzt. Ich bin das noch nicht gewöhnt. 😄

Was mir aber in dieser Situation aber hilft: Periodenslips. Dabei handelt es sich um wiederverwendbare Unterwäsche, die Binden ersetzen kann. Die Unterhosen ist genauso dünn ist wie ein normaler Slip, haben unten aber mehrere dünne Stoffschichten, die je nach Modell etwa die Menge von drei Tampons aufsagen können.

Diese Slips geben mir ein sicheres Gefühl, denn sollte ich doch spontan an Tag 30 meine Periode schon bekommen, dann ist meine Unterwäsche für mich da. Ich muss nicht mehr meine alten, ausgeleierten Schlüppis für diese Tage rauskramen, sondern habe mit den Periodenslips Unterwäsche an, die extra dafür gemacht ist. Fair hergestellte Periodenslips aus Biobaumwolle – wie die von Pourprées – sind für mich eine großartige Alternative zu Binden und Slipeinlagen.

Tipp 3: Menstruationsöl DIY

Zur Anwendung auf dem Unterleib mische ich mir ein „Menstruationsöl“ aus:

  • 100ml Bio Sonnenblumenöl
  • 20 Tropfen ätherisches Muskateller-Salbei Öl (lindert Menstruationsbeschwerden ganz natürlich)

Beides kommt in eine kleine Braunglasflasche und wird vor dem Auftragen kurz geschüttelt. Ein paar Tropfen werden morgens und abends auf dem Bauch einmassiert.

Tipp 4: Kirschkernkissen

Wärme kann gegen die Krämpfe helfen, da sich die Blutgefäße dadurch erweitern und damit das Abbluten entspannt. Obacht: Menschen mit ohnehin starker Regelblutung sollten beachten, dass die Wärme dadurch auch die Blutung verstärken kann. Das kann zu weiteren Nebenerscheinungen führen, beispielsweise Kopfschmerzen durch den höheren Verlust an Flüssigkeit und Blut. Mehr dazu in Tipp 5.

Früher habe ich eine Wärmflasche mit heißem Wasser befüllt aber mich hat immer schon dieser Geruch von warmem Kunststoff gestört. Viel lieber nutze ich ein Kirschkernkissen. Auch, weil es sich so schön an den Körper anschmiegt.

Hebe im Sommer alle Kirschkerne auf und reinige sie. Lass sie gut trocknen und fülle sie dann in ein Baumwollsäckchen mit Zugband (ich habe ein Einkaufsäckchen für Obst genommen). So kannst du das Kirschkernkissen im Ofen erhitzen aber auch problemlos die Kerne wieder raus nehmen und den Stoff bei Bedarf waschen.

Tipp 5: Trinken gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen während der Periode können mehrere Ursachen haben. Menstruation und Kopfschmerzen hängen zusammen, da zu Beginn der Monatsblutung der Östrogenspiegel sinkt und gleichzeitig die Endorphin-Produktion gehemmt wird, was für die Linderung von Schmerzen wichtig ist. Gegen die Hormonschwankungen lässt sich natürlich nicht viel machen. Aber gegen zusätzliche Verstärkung der Kopfschmerzen aufgrund von Wassermangel schon. Trinke einen halben oder einen Liter Wasser mehr am Tag als sonst.

Tipp 6: Masturbation während der Periode

Ein Orgasmus wirkt wie ein natürliches Schmerzmittel. Somit hilft er gut gegen Unterleibs-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Wenn du aber keine Lust auf Sex mit einem/einer Partner.in hast, ist das Masturbieren optimal! Das ist während der Periode weder eklig noch unrein, sondern so wie sonst auch. Sichtbar ist die Monatsblutung meist nur durch eine rosa oder rote Färbung an den Sextoys/Fingern und die werden dann ja eh gewaschen.

Praktisch ist, dass die Vagina während der Periode sensibler ist. Dadurch ist der Orgasmus intensiver. Aber auch ohne Orgasmus fördert die Masturbation die Durchblutung im Unterleib, was Krämpfe und Schmerzen verringern kann.

Nachhaltige Periode – Vortrag

Foto: Michelle Bucher | Vortrag Zeppelin Universität

Bundesweit halte ich Vorträge zu Zero Waste, plastikfrei Leben und biete seit 2019 auch einen Vortag zum Thema nachhaltige Periode für Schüler*innen aber auch im Bereich der Erwachsenenbildung an. Klicke hier, um mehr über meine Vorträge zu erfahren. Und ja, ich halte auf dem Foto eine Menstruationstasse in den Händen mit der ich vor allen anwesenden rumgewedelt habe. 😄

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