Plastik vermeiden mit #plasticfreejuly

Oft wird mir die Frage gestellt, wie man mit Zero Waste oder plastikfrei Leben anfangen kann. Nun gibt es da keinen allgemein gültigen Erfolgskurs aber zuerst zu gucken, was individuell anfällt, um darauf dann mit nachhaltigen Handlungen zu reagieren, ist ein praktischer Anfang. Diese Aktion kann dir helfen Plastik zu vermeiden: #plasticfreejuly.

Plastik vermeiden mit #plasticfreejuly

Wie der Name schon sagt, findet die Aktion den ganzen Juli lang statt.

Konsumiere ganz normal wie bisher und hebe aber deinen gesamten Plastikmüll auf – daheim, unterwegs, in der Arbeit.

Fortgeschrittene können einen Monat lang versuchen Einwegplastik komplett zu meiden.

Am Ende des Monats kannst du somit sehen, wie viel du angesammelt hast und vor allem was. So kannst du dein individuelles Konsumverhalten am Ende des Monats ganz einfach analysieren. Im nächsten Schritt kommt die Recherche nach Alternativen zu den mülllastigsten Produkten. Hier kann dir mein Blog weiterhelfen.

Übrigens: Es gibt bei dieser Challenge keinen Gewinner, das ist eher als Herausforderung zu sehen.

Mehr zu #plasticfreejuly gibt’s auf der Homepage der Initiative.

Blogger-Aktion auf AUF DIE HAND zu #plasticfreejuly

Da sich der Inhalt hier auf meinem Blog ohnehin um Müllvermeidung dreht, will euch während #plasticfreejuly dieses Jahr zusätzlich zeigen, wie vielfältig die nachhaltige Community ist und wie jeder von uns auf unterschiedliche Weise seinen Teil zu einer nachhaltigeren Welt beitragen kann.

Und darum habe ich befreundete BloggerInnen, YouTuber, SchülerInnen und Unternehmen gefragt, ob sie sich an meiner #plasticfreejuly Aktion beteiligen wollen. Im Juli werde ich auf AUF DIE HAND Artikel aller Beteiligten posten und die Aktion auf Instagram und Facebook begleiten. Jede*r von uns hat für dich einen Beitrag verfasst, der ein plastikfrei- oder zero waste Thema behandelt. Somit bekommt du nicht nur tolle Tipps und Einblicke, außerdem kannst du täglich neue Blogs/Social Media mit Mehrwert entdecken.

Die Beteiligten:

Laura von Cuddling Carrots

Charlotte und Anna von Grün wie Gras

Magdalena von Freeminded Folks

Steffi von Simply Plastic Free

Charlie von Sustainable Duo

Anja von Wilde Freude München

Severin von Precious Plastic Munich

Chrissi, Gründerin vom Ohne Laden

Hannah, Gründerin vom Ohne Laden und Zero Waste Munich

Nina von Clean Up Yogi

Kate von Zero Waste Kate

Die Gründer von Kushel

Nina von zerowaste_vegan_nina

Elle von Rioots

Lisana von Wilde Gartenküche

Anna von puristica

Ronja von Grün und Gloria

Florian, der Selbstversorger Rigotti

Verena von All my deer

Die Themen der verschiedenen Autor*innen, Youtuber, Instagramer*innen und Aktivist*innen kannst du im Juli auf meinem Blog entdecken. In Gastbeiträgen widmen wir uns gemeinsam dem Thema Plastik vermeiden und geben Tipps und Einblicke in unseren Alltag. Damit wollen wir dir zeigen, wie unterschiedlich die Möglichkeiten sind Plastik zu vermeiden und dass jede*r von uns eine andere Herangehensweise haben kann.

Ich freue mich sehr auf die Aktion und bedanke mich jetzt schon bei all den tollen Menschen, die meiner Einladung zu meiner #plasticfreejuly Aktion gefolgt sind.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

#senfbiene – Wir tun was für die Artenvielfalt!

Endlich blüht der Senf! Mit dem Projekt Senfbiene tragen wir bei zu „Rettet die Bienen“.

Manch eine*r mag sich jetzt fragen, was das mit Zero Waste zu tun hat, dass ich mich über die Senfblüte freue… Doch ja, es hängt zusammen!

Münchner Kindl Senf setzt sich ein für den Erhalt der Artenvielfalt

In Teilzeit blogge ich hier auf AUF DIE HAND und gebe Vorträge sowie Workshops, die zweite Hälfte arbeite ich bei Münchner Kindl Senf und was ich da so mache, kannst du auf dem Münchner Kindl Instagram Account verfolgen.

Ich freue mich ganz besonders, dass nun der Senf blüht, weil wir nun seit einem Jahr unser Projekt Senfbiene planen und es endlich soweit ist. Dass in diesem Jahr außerdem der Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern so erfolgreich war, freut mich umso mehr!

Foto: Münchner Kindl Senf

Projekt Senfbiene in kurz: Die für die Herstellung benötigten Senfkörner bekommen wir von Kramerbräu Senfsaaten und Öle GmbH. Auf den betriebseigenen Feldern in Pfaffenhofen an der Ilm wachsen die Senfkörner. Nun möchten wir ganz gezielt Bienen ans Feld stellen, denn die Senfpflanze ist auf die Bestäubungsleistung der Bienen angewiesen. Gleichzeitig bietet der Senf den Bienen Nahrung, vor allem nachdem die Rapsblüte vorbei ist. Dadurch trägt die Senfpflanze zur Rettung der Bienen bei.

Rettet die Bienen – nicht nur die Honigbiene, sondern alle Insekten

Die Honigbiene hat eine starke Lobby hinter sich: den Imker. Sie ist Platzhalter für Wildbienen, Schmetterlinge und Insekten, deren Erhalt so wichtig ist. Die Rohstoffe von Münchner Kindl Senf sind 100% Bio und somit wird auf den 72 Hektar, die für uns angebaut werden, kein Chemie-Dreck gespritzt. Nicht nur die Honigbienen fühlen sich also auf dem Acker wohl, auch die anderen Insekten können dort überleben.

Vom Bienenhof Pausch werden diese Woche Bienenkästen auf das Senffeld aufgestellt und fortan betreut. Die Bestäubungsleistung der Bienen fördert ein gleichmäßiges Abblühen und kann locker 30% mehr Ertrag bringen.

Fortgang des Projekts Senfbiene

Foto: Münchner Kindl Senf

Ende Mai waren wir am Feld und haben uns die kleinen Senfpflänzchen angeguckt, nebenan die Mini-Sonnenblumen, die die Bienen später zur Blüte auch anfliegen werden. Hier kannst du den Zwischenbericht bei Münchner Kindl nachlesen, den ich geschrieben habe.

Und nächste Woche sind wir wieder vor Ort, stellen eine Infotafel auf und laden sie Presse, sowie einige Blogger zu dem Event auf dem Feld ein.

Auf social media kannst du das Projekt mit dem Hashtag #senfbiene verfolgen.

Bienen würden Bio kaufen!

Ich teile meine beruflichen Inhalte ausnahmsweise auch hier, da wir mit dem Projekt viele Nachahmer gewinnen wollen. „Nachher sind die Landwirte begeistert, weil der Ertrag steigt!“, berichtet Albrecht Pausch. Im Ortsvergleich sei der Ertrag genial, sodass ein solches Projekt, wie wir es mit den Bienen nun anstreben, ein Multiplikator für andere sein kann. Als weiterer positiver Nebeneffekt sei zu vermerken, dass die Biene bei der Bekämpfung von Schädlingen nützlich ist, vor allem da in der Biolandwirtschaft nicht gegen Schädlinge gespritzt wird. Während der Blüte sinkt der Schädlingsbefall dank der Biene, da sie beispielsweise den Rapsglanzkäfer durch ihr Gewicht auf der Pflanze aus der Blüte schüttelt, fügt Helga Pausch hinzu.

Mir ist wichtig zu zeigen, dass es viele Wege gibt ein nachhaltigeres Leben zu führen. Dazu gehört für mich zu einem ganz großen Teil auch die Ernährung: Nur mit ökologisch angebauten Bio-Produkten retten wir die Bienen/Insekten. Wenn die Lebensmittel dann auch noch saisonal und aus der Region sind, dann gehört das zu einer Zero Waste Ernährung ohne lange Transportwege.

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Echte Kamille erkennen und ernten

Im Juni blüht auf vielen eher kargen Wiesen Kamille. Als ich letztes Jahr über die Theresienwiese geradelt bin, wo in München jährlich im Herbst das Oktoberfest stattfindet, war ich total überrascht von dem intensiven Duft der dort blühenden Kamille. Die Blüten habe ich mir näher angeschaut und beschlossen am Tag drauf mit einem großen Glas wieder zu kommen und welche zu pflücken.

Foto: Dominik Benz

Merkmale der echten Kamille

Es gibt Pflanzen, die der echten Kamille ähnlich sehen. Eine genaue Betrachtung ist also wichtig, wenn du sicher gehen willst, dass es sich um die Heilpflanze handelt.

  • Weiße Blüte
  • Typischer aromatischer und kräftiger Kamillenduft
  • Blütezeit etwa Mai bis September
  • bis etwa 50 cm hoch oder kleiner
  • Reich verzweigte Stängel
  • Zum Ende der Blüte hängen die weißen Zungenblüten nach unten
  • Der Blütenboden ist bei der Echten Kamille kegelförmig nach oben gewölbt (und nicht glatt und rund)
  • Meist an einem kargen Standort in der vollen Sonne

Ernte der Kamille

Kamille kannst du per Hand ernten und benötigst kein Werkzeug dafür.

Gepflückt wird sie, wenn sie voll aufgeblüht ist, dann ist der Gehalt an ötherischem Öl am höchsten. Pflücke bestenfalls Mittag an einem trockenen und warmen Tag wenn die Blüte voll geöffnet ist.

Brauchst nicht zaghaft auswählen: Es bilden sich immer neue Blütenköpfe und je mehr abgeschnitten wird, desto mehr kommt nach.

Kamille trocknen und lagern

Gerade wenn du Kamille nicht im eigenen Garten pflückst, sondern auf einer Wiese, empfehle ich dir die Blüten gleich mit klarem Wasser zu waschen. Schüttle sie anschließend vorsichtig aus.

Spätestens wenige Stunden nach dem Pflücken solltest du mit dem Trocknen beginnen. Lege sie dafür auf ein mit Zeitungspapier ausgelegten Backblech oder Tablett locker (nicht übereinander) aus und lege sie an einen warmen Platz. Wenn der Ort nicht windstill ist, solltest du ein feines Netz drüber legen. Je nach Menge und Witterung sind die Blüten nach ein bis zwei Tagen trocken. Prüfe, ob noch Feuchtigkeit im Blütenboden ist. Wenn alles ordentlich trocken ist, kannst du deine Kamille in ein luftdicht verschlossenes Gefäß geben und dunkel lagern.

Kamille verwenden

Die Echte Kamille mische ich in meine selbstgemachten Kräutertees oder trinke puren Kamillentee bei Erkältungen oder Halsschmerzen. Bei schnupfen inhaliere ich mische dafür Kamille mit Salbeiblättern. Manche verarbreiten die Blüten zu Tinkturen und Cremes, für Haarspülungen für blondes Haar und zur Seifenherstellung. Ich gebe auch gerne ein paar Blüten in die Badewanne oder verschenke Badesalz mit getrockneten Blüten.

Wie immer bei selbstgemachter Kosmetik ist Vorsicht geboten und auf Allergien zu achten. Die Linderung von Symptomen mit Heilpflanzen ersetzt keinen Arztbesuch. Geh zum (Haut-)Arzt, wenn du krank bist!

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„FeuerFest“ – das Grill- und Kochbuch für gesellige Stunden am Lagerfeuer

Endlich ist es da! Das erste Kochbuch meiner lieben Freundin Lisana: „FeuerFest“.

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Lisana schreibt auf dem Blog Wilde Gartenküche und hat dir auf meinem Blog kürzlich als Gastbeitrag ihre 7 Zero Waste Garten Tipps verraten. Regelmäßig tauschen wir uns über Umweltschutz aus, teilen unsere Erfahrungen über’s Bloggen und genießen das nachhaltige Kochen.

Lisanas Kochbuch FeuerFest

„Das ist eine kleine Rebellion gegen das stupide Grillen bei dem ein einzelner allein am Grill steht, die Würstchen wendet und dann viel zu schnell gegessen wird. Der Grill und die Feuerstelle gehören in die Mitte und jeder der möchte kann beim Kochprozess dabei sein.“, sagt Lisana über die Idee hinter ihrem Kochbuch.

Ihr ist es wichtig mit dem Buch den Spaß am draußen Kochen zu wecken. Wiederbeleben würde ich sogar sagen. Mich muss sie da garnicht erst überzeugen, denn ich liebe es zu grillen! Das Besondere aber an ihrem Kochbuch ist, dass es eben nicht nur die klassischen Grillrezepte wie „das perfekte Steak“, schnöde Zucchinisscheiben in Öl und ähnliches beinhaltet, sondern ein wirkliches KOCH-Buch ist, in dem echte Rezepte für das Kochen über dem offenen Feuer präsentiert werden.

Lisana sammelt in ihrem Buch ihre Lieblingsrezepte wie Bruschetta, Spaghetti mit Waldpilzen, Spätzle oder Waffeln mit frischen Sommerbeeren. Ich liebe ihre Schupfnudeln mit Weißwein-Sauerkraut. Eine wahre Freude am Feuerkochen!

Lisasna macht nachhaltige Grillanzünder aus Zapfen und Kerzenwachsresten. Zapfen zu einem Drittel oder Hälfte in das geschmolzene Wachs tauchen und aushärten lassen.

FeuerFest – alles handgemacht

Besonders beeindruckt bin ich nicht nur von den tollen Rezepten, sondern auch davon, dass Lisana an diesem Buch alles selber gemacht hat. Es sind ihre erprobten Rezepte, sie hat alle Fotos geschossen, alle Zeichnungen sind von ihr! Darum ist das Buch auch in sich so stimmig. In ihren Skizzenbuch ist die Gestaltung händisch eingeflossen.

Ein Blick in das handgeschriebene Original-Rezepte und -skizzenbuch.

Hier gibt’s eine kleine Leseprobe.

Buchpräsentation an der originalen Feuerstelle

Ich habe mir sehr gefreut, als ich mit anderen wundervollen Bloggern eingeladen wurde zur Buchpräsentation Ende März zu kommen. Lisana hat uns zu sich nach Haus eingeladen, wo wir mit ihr an der originalen Feuerstelle, die auf dem Buchcover zu sehen ist, grillen durften. Und welches Gericht würde besser passen als das Chili, das ebenfalls auf dem Titelbild brutzelt?

An diesem gemütlichen Frühlingstag durfte ich Sarah von My Cottagegarden und Julia vom Hädecke Verlag, in dem FeuerFest erschienen ist, wiedersehen. Neu war die Bekanntschaft mit den Bloggerinnen Julia von Chestnut and sage, und Laura von Cuddling Carrots, dem Youtuber Florian, dem Selbstversorger Rigotti, und seiner Frau.

Was für ein schöner Tag mit euch!

Florian hat während dem Event gefilmt und ein Video dazu auf seinem Kanal veröffentlicht.

Wo bekomme ich dieses großartige Grill-Kochbuch?

Lisanas Grill-Kochbuch „FeuerFest“ bekommst du im Buchhandel deines Vertrauens.

Außerdem kannst du es über den Hädecke-Verlag erwerben.

Wenn du außerdem gleich die passenden Grillsaucen und Senfsorten zum Grillen der FeuerFest-Rezepte verwenden willst, die auch Lisana verwendet, dann kannst du sowohl das Buch als auch die Feinkostsaucen/-senfsorten im Onlineshop von Münchner Kindl Senf erwerben. Denn Fun-Fact: Lisana und ihre Schwester sind die Juniorchefinnen von Münchner Kindl Senf und da ist es natürlich klar, das der Senf in Lisanas Rezepten nicht fehlen kann.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Grillen und Kochen am offenen Feuer!

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Zero Waste Gardening – sieben Tipps von Lisana

Heute schreibt meine Freundin Lisana, die wunderbare Bloggerin von Wilde Gartenküche, für euch. Sie hat in diesem Beitrag sieben Tipps für einen müllfreien Garten für euch zusammen getragen und zeigt mit ihren fabelhaften Fotos, wie sie das in ihrem wilden Garten umsetzt. Ein plastikfreier Garten – die Tipps gelten freilich auch für den Balkon – ist mit natürlichen Materialien und ein paar Tricks möglich. Regelmäßig hole ich mir Tipps auf ihrem Blog und ihrem Instagram-Kanal.

Viel Freude mit Lisanas Beitrag!

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1. Verwende was du hast und wenn du kaufst, achte auf Qualität

Die erste „goldene Regel“ vom Zero Waste Gardening ist, verwende was du hast und vermeide beim Neukauf unnötige Verpackungen. Ich habe zum Beispiel die alte Schaufel von meinem Vater mit hässlichem Plastikgriff. Ich könnte mir eine neue und schönere mit Holzgriff kaufen aber ich verwende diese erst einmal bis sie kaputt ist. Wenn du Werkzeug und Material kaufst, achte auf die Qualität, auch wenn es vielleicht im ersten Moment teurer erscheint, du hast viel länger etwas davon.

Bestes Beispiel sind auch die Plastiktöpfe vom Baumarkt, in denen man oft die Jungpflänzchen bekommt. Hier der Tipp: Die Pflänzchen direkt in einer Bio-Gärtnerei oder dem Wochenmarkt kaufen, denn die werden dort oft ohne Plastiktöpfchen verkauft, in sogenannten „Erdpresstöpfchen“, eben nur aus Erde.

Bestenfalls macht man die Anzucht selber. Da das allerdings nicht immer klappt oder man nicht das gewünschte Saatgut bekommt, kann man beim Einkauf der Pflänzchen darauf achten Müll zu vermeiden. Es gibt allerdings immer wieder mal Pflanzen, die man vielleicht in der Gärtnerei nicht findet und nur im Gartencenter oder als Geschenk bekommt. Dann würde ich diese Töpfe einfach aufheben und für die Anzucht immer wieder verwenden.

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2. Mach deine Anzuchttöpfchen selber

Als Anzuchttöpfchen braucht man sich keine extra Anzuchttöpfchen kaufen, sondern kann sich diese ganz einfach selber machen. Wieder aus Material, das man schön wiederverwerten kann, wie altes Zeitungspapier, Klopapierrollen oder eben aussortierte Plastiktöpfchen. Oder man hat, so wie ich, noch eine Menge Tontöpfchen von der Oma, die schon so richtig schön „alt“ aussehen. Seit diesem Jahr habe ich auch eine Erdpresse mit der ich die Erdpresstöpfchen selber machen kann. Die muss man sich einmal kaufen aber dann hat man sie lange Zeit und kann sie auch mit Gartenfreunden teilen.

3. Gartenerde muss nicht aus dem Sack kommen

Die gute Gartenerde muss man nicht im Baumarkt in Plastiksäcken kaufen, sondern man kann sich einen eigenen Kompost anlegen. Wer dafür keinen Platz hat, kann sich bei einigen Landwirten oder Gärtnereien Erde abholen, sowie bei ausgewählten Wertstoffhöfen, die den Biomüll zu Kompost verarbeiten – in Wannen oder gleich auf den Anhänger laden.

Genauso ist es mit natürlichem Dünger sowie Pferdemist, den man sich beim Bauern des Vertrauens abholen kann. Hierbei ist wichtig, dass ihr darauf achtet, dass die Tiere nicht mit fiesen Medikamenten behandelt worden sind und das Futter bestmöglich biologisch war damit ihr keine Rückstände im Boden habt.

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4. Eigenes Saatgut gewinnen und tauschen:

Beim Saatgutkauf ist es wichtig auf die Qualität zu achten, verwende im besten Fall Biosaatgut und alte robuste Sorten, die samenfest sind. Das bedeutet, dass du aus den Pflanzen wieder eigenes Saatgut gewinnen kannst. Ich sammle auch jedes Jahr von meinen Lieblingspflanzen das Saatgut und bewahre somit die alten Saaten. Dadurch muss ich nicht jedes Jahr alle Saaten neu kaufen und spare damit ebenfalls Verpackungsmüll. Es gibt auch einige Möglichkeiten aus z.B. Zeitungspapier eigene Saatguttütchen zu basteln, ich verwende meine jedes Jahr wieder oder sammle sie in kleinen Gläschen.

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5. Pflanzstäbchen aus Holzschnitt

Eines der wichtigsten Hilfsmittel bei der Anzucht sind die Beschriftungen, den wenn man das nicht genau festhält, weiß man hinterher nicht mehr was man wo gepflanzt hat. Mich haben die handelsüblichen Plastikstäbchen immer gestört. Vor ein paar Jahren bin ich dann im Internet über die schöne Lösung dieser Holzstäbchen gestoßen und bin seitdem begeistert davon. Sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch komplett plastikfrei.

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6. Rankwerk aus Holzschnitt

Ebenfalls aus dem Baumschnitt im Frühjahr baue ich mir ein Rankwerk für Bohnen und Erbsen, die ich einfach in die Erde stecke und miteinander verwebe. Auch als Stützen für Tomaten eignen sich die Stöcke, man braucht also keine Gestelle kaufen und spart damit Material und Kosten.

7. Hochbeete und Minibeete Upcycling

Super schön lassen sich auch alte Zinkwannen oder auch Holzkisten bepflanzen. Die eignen sich nicht nur für Terrasse und Balkon, sondern sind auch mit Salat und Kräutern bepflanzt ein tolles Geschenk.

Aus alten Paletten haben meine Schwester und ich Hochbeete gebaut, das funktioniert wunderbar und man muss dafür kein neues Holz kaufen. Fragt einfach bei Firmen an oder auch übers Internet, es gibt immer wieder alte Paletten, die aussortiert werden.

Über Lisana:

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Lisana hat einen eigenen Garten und zaubert aus ihrer Ernte leckere Rezepte. Auf ihrem Blog Wilde Gartenküche teilt sie nicht nur die Rezepte, sondern auch nachhaltige Tipps, beispielsweise für Tischdeko oder eine Bauanleitungen für eine Freiluft-Palettenküche. Es geht um den Spaß am Hände dreckig machen, Kochen und einfach mal Ausprobieren!

Ich wünsche euch viel Freude beim Gärtnern! Schaut unbedingt auf Lisanas Blog Wilde Gartenküche und ihrem Instagram Kanal vorbei!
Liebe Grüße,

Aline

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Pflanzenbeschriftung für das Beet

Nachdem ich dir kürzlich präsentiert habe, wie ich Anzuchttöpfchen mit Klopapierrollen bastle, zeige ich dir heute, wie ich die kleinen grünen Pflänzchen auseinander halte.

Kaputter Topf? Upcycling!

Letzten Herbst sind mir beim Balkon winterfest machen zwei kleine Terracotta-Töpfe runter gefallen. Na klar, Scherben. Die landen bei mir natürlich nicht im Müll, sondern sie werden bei mir wiederverwendet.

Die Scherben beschrifte ich sobald ich die Samen in die Erde setze und stelle sie zu den mini-Töpfchen. So verwechsle ich keine Pflänzchen.

Wenn ich die kleinen Triebe dann in den Topf oder ins Beet setze, dann kommt die Beschriftung natürlich dazu.

Beschriftung auf gefundenem Schiefer

Bei einem Spaziergang im Wald habe ich zufälliger Weise mal im Sand verbuddelte Schieferplatten gefunden. Die hat jemand da wohl mal „entsorgt“. Freilich hab ich die da nicht liegen lassen können und hab einige der Scherben eingepackt und sie daheim mit einem Kreidestift beschriftet.

Natürliche Materialien

Viele Untergründe eigenen sich zum beschriften und besonders natürliche Materialien sehen bei den Pflanzen nicht nur toll aus, sondern hinterlassen auch keine Schadstoffe in der feuchten Erde.

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  • Anzuchttöpfchen aus Klopapierrollen basteln

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Anzuchttöpfen aus Klopapierrollen basteln

Nachhaltige Anzuchttöpfchen müssen nicht extra in Plastik verpackt gekauft werden. Ich verwende jedes Jahr Klopapierrollen, denn die sind bei mir kein Müll, sondern ich hebe die dafür in meiner Saatgutschublade bis zum Frühjahr auf.

Nachhaltige Anzuchttöpfchen

Für Samen, die eine lange Wurzel entwickeln, wie beispielsweise Bohnen, lass ich die Klopapierrolle ganz, stelle sie in eine Schale und fülle sie einfach mit Anzuchterde. Darauf gebe ich pro Rolle einen Samen oder Kern und gebe je nach Sorte ein wenig Erde drauf.

Für schnell wachsende Sorten oder diejenigen, die kürzere Wurzeln bilden, wie beispielsweise Salat, schneide ich die Klopapierrollen in der Mitte durch.

Stabile Böden für Anzuchtöpfe basteln

Solltest du die Böden der Anzuchttöpchen stabiler haben wollen oder so, dass beim Gießen unten keine Erde ausläuft, kannst du mit Hilfe einer Schere auch kurz basteln:

Die ganzen oder halben Rollen drücke ich hierfür platt und schneide auf einer Seite in jedem Knick etwa einen Zentimeter tief ein. Dann knicke ich die Rolle für die andere Hälfte und schneide auch hier zwei mal ein. So bilden sich unten vier Laschen, die ich nun umknicke und übereinander lege. Die eine Ecke der letzten Masche wird unter die erste geschoben, sodass du hiermit einen stabilen Boden in deinem Anzuchttöpchen hast.

Pflanzen vorziehen

Die Rollen mit oder ohne Boden stelle ich in eine Schale. So können die bepflanzten Anzuchttöpfchen bei Bedarf gegossen werden. Die Schale stelle ich ans Fensterbrett. Nach wenigen Wochen oder Tagen zeigen sich die ersten Triebe.

Aussaat in Töpfen oder im Freien

Sobald sich bei deinem Pflänzchen zwei kleine Blättchen gebildet haben kannst du sie mit der Papierrolle in frische Erde in einen Topf setzen oder, falls es die Temperaturen bereits zulassen, in ein Beet. Die Papierrolle zerfällt sehr schnell und hindert die Wurzeln in der Erde nicht am Ausbreiten.

Weitere Möglichkeiten für müllfreie Anzuchttöpfe

Eierschalen

Du kannst manche Pflanzensamen auch mit etwas Erde in Eierschalen pflanzen. Achte dabei darauf, dass die Pflanze Kalk mag.

Eierkartons

Wenn wir schon bei Eiern sind, dann hast du sicher auch Eierschachteln. Dieses Recyclingpapier kannst du für die Aussaat ebenso verwenden. Belasse hierfür die Eierkammern beieinander und trenne sie erst vorsichtig beim Umtopfen. Da sich die Eierschachteln schnell mit Wasser vollsaugen, verlieren sie manchmal an Stabilität und eignen sich darum besonders für schnell wachsende Pflanzen.

Zeitungspapier

Auch aus Zeitungspapier oder anderen Recyclingpapier kannst du kleine Zylinder formen und mit Erde befüllen. Die sind sehr labrig und halten nicht so lange wie die Klopapierrollen.

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Gurken einlegen

Zutaten:

  • 1 oder 2 Gurken, je nach Größe
  • Zwiebel
  • Knoblauchzehe
  • ein paar Zentimeter Meerrettich
  • 500 ml Apfelessig
  • 2 El Salz
  • 2 El Zucker
  • Lorbeerblätter
  • Dill
  • Senfkörner
  • Pfefferkörner
  • wiederverwendete Gläser
Anleitung:
Gurken waschen und in dünne Scheiben oder in Sticks schneiden.
Zwiebel in Ringe schneiden.
Knoblauchzehe und geschälten Meerrettich in Scheiben schneiden.
Essigsud vorbereiten: Essig mit Salz und Zucker aufkochen.
Gläser und Deckel mit kochendem Wasser abkochen.
Gläser mit Lorbeerblatt, Meerrettich, Knoblauch, Pfefferkörner, Dill und Senfkörner bestücken, mit Gurken befüllen und mit dem heißen Essig auffüllen.
Mit dem Deckel verschließen und abkühlen lassen.
Beschriften und zwei Wochen im Dunklen ziehen lassen.
Gurken sind nun ein Jahr (länger hab ich es noch nicht ausprobiert) haltbar.
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Gastbeitrag über den Hambacher Forst

Der folgende Gastbeitrag ist von meinem Kumpel Raphael Knipping. Vergangenes Jahr war er im Hambacher Forst, um zu fotografieren. Die beeindruckenden Fotos, die dort entstanden sind, haben ihm dazu verholfen am Studiengang „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ in Hannover angenommen zu werden. Er hatte mir damals vor der Aufnahmeprüfung seine Fotos gezeigt und als ich ihn kürzlich gefragt habe, ob er Lust hätte einige auf meinem Blog zu zeigen und einen Beitrag dazu zu schreiben, war er sofort dabei!

Raphael Knipping:

Die Räumung im Hambacher Forst ist seit zwei Wochen im Gange. Im Mai 2017 bin ich selbst in den Wald bei Köln gefahren und fotografierte dort für die Aufnahmeprüfung meines jetzigen Studiums „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“. Das Thema lautete: „Zukunft“

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Nichts ist so bedrohend für die Zukunft der Menschheit wie der Klimawandel. Und nirgends wird der Konflikt zwischen Klimaschutz und dem Festhalten an fossilen Energieträgern so offen ausgetragen wie bei der Besetzung des Hambacher Forsts im Rheinischen Braunkohle Revier. Nirgendwo sonst prallen so unterschiedliche Konzepte von politischer und gesellschaftlicher Zukunft aufeinander wie beim Protest der Klimaaktivisten gegen die RWE AG. Doch was passiert dort eigentlich und geht es wirklich nur um die Rettung eines Stück Walds?

 

200 Hektar sind von den ehemals 4100 Hektar Wald noch übrig, denn die Braunkohle, die die Rheinbraun AG bzw. die RWE AG seit 1978 aus dem gigantischen Loch neben dem Wald aus der Erde baggert, liegt auch unter dem etwa 12.000 Jahre alten Wald. Diese Braunkohle – der fossile Energieträger mit dem größten Ausstoß an CO2 pro Kilowattstunde – wird in Deutschland vor allem zur Stromerzeugung genutzt. Und da die Kohle meist im Tagebau, das heißt in einem Loch unter freiem Himmel abgebaut wird, sind die Eingriffe in die Natur oft schwerwiegend. Allein der Flächenverbrauch für Tagebau in Deutschland beträgt etwa 2300km² und entspricht damit nahezu der Fläche des Saarlandes. Mehr als 300 Siedlungen und ca. 100.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen und wurden umgesiedelt. Allein in der Umgebung des Tagebau Hambach musste als Folge des Braunkohleabbaus die Autobahn A4 und die Hambachbahn, über die der Transport der Braunkohle zu den Kraftwerken geschieht um rund drei Kilometer nach Süden verlegt werden. Während die Ortschaften Lich-Steinstraß, Etzweiler, Tanneck und Gesolei bereits umgesiedelt wurden, ist die Umsiedlung der Orte Morschenich und Manheim noch im Gange.

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Wegen Umsiedelung verlassenes Haus in Morschenich.

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Überreste der alten Autobahn A4.

Außerdem muss in und um das Loch eines Tagebaus ständig das Grundwasser abgepumpt werden, da das Loch sonst voll laufen würde. In einem Ring um den Tagebau stehen dutzende Pumpen, die den Grundwasserspiegel absenken. Dadurch werden Ökosysteme anfälliger für Trockenheit, tiefwurzelnde Bäume können das Grundwasser nicht mehr erreichen und es kann in einem großen Umkreis zu Bergbauschäden durch Bodenabsenkungen kommen.

Die Braunkohle, die im Tagebau Hambach unter anderem mit dem größten Landfahrzeug der Welt, dem Bagger 288, gefördert wird, wird mit einer eigenen Grubenbahn, der Hambachbahn in die umliegenden Kraftwerke Niederaußem, Neurath, Frimmersorf und Goldenberg bei Hürth-Knapsack transportiert.

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Die Gleise der Hambachbahn. Auf dem linken Gleis kommen die leeren Güterzüge vom Kraftwerk, auf dem Rechten wird die Kohle dorthin transportiert.

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Bereits gerodeter Wald direkt an der Abbruchkante. Im Hintergrund sind die Kühltürme der Kohlekraftwerke zu sehen.

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Von RWE errichteter Wall zwischen bereits gerodetem und noch bestehenden Wald.

Allein das Kraftwerk Neurath verursacht mit einem Austoß von 30 Mio. Tonnen COpro Jahr die zweithöchsten Treibhausgasemissionen aller europäischen Kraftwerke. Niederaußem ist mit einen CO2-Austoß von 27 Mio. Tonnen auf dem dritten Platz in Europa. Etwa 13 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands entweichen den Kraftwerken im Rheinischen Revier.

Im Jahr 2012 besetzen erstmals Aktivisten der Anti-Kohlekraft Bewegung den Hambacher Forst. Sie protestieren dabei gegen die Abholzung und für den Kohleausstieg. Über die Jahre intensiviert sich der Protest und die Klimaaktivisten bauen Baumhäuser, Barrikaden und das „Wiesen-Camp“. Auf einer Wiese neben dem Wald stehen mehrere Wohnwägen, Lehm- und Holzhütten und dienen als private Rückzugsräume. Außerdem gibt es einen Versammlungsraum, eine große Küche, ein Museum, eine Bibliothek und ein Badehaus. Um die Rodung und vorherige Räumung des Waldes so schwierig wie möglich zu machen, errichten die Besetzer bis heute über 60 Baumhäuser von denen die meisten das ganze Jahr über bewohnt sind. Einige Häuser wurden dafür mit Fenstern, kleinen Küchen, Toiletten, Solarstrom und WLAN ausgestattet. Für den Winter gibt es Öfen und Wärmedämmung. Alle Baumhäuser sind mit Traversen verbunden und können so auch ohne Bodenkontakt besucht werden.

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Das Wiesen-Camp.

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Baumhaus mit zwei Stockwerken in etwa 18 Meter Höhe.

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Oberes Stockwerk mit Schlafkoje, Aufenthaltsbereich, Ofen, Steckdosen und WLAN.

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Unteres Stockwerk mit Küche des Baumhauses.

Dabei geht es den Aktivisten um viel mehr als den Kohleausstieg und die Rettung des Waldes. Der „Hambi“ ist zum Experiment einer alternativen Gesellschaft und einem Symbol des Antikapitalismus geworden. So schreiben die Aktivisten auf ihrer Webseite:

„Jede*r Mensch hier spricht nur für sich selbst. Wir sind kein Verein oder eine Organisation, sondern ein Zusammenschluss von freien Menschen.

Für uns ist klar, dass Umweltzerstörung und Herrschaft zusammenhängt. Nur in einem System, in dem einige die Macht haben, die negativen Folgen ihres Handelns auf andere abzuwälzen und den Profit für sich zu behalten, ist es für den Menschen sinnvoll, die Erde auszubeuten – weil sie*er so nicht unter den Konsequenzen leiden muss. Hätten die Menschen, die aus ihren Dörfern vertrieben wurden oder die Menschen im globalen Süden, deren Heimat durch den Klimawandel überflutet oder unbewohnbar werden, ihre Zustimmung zum Braunkohleabbau geben müssen, so wäre er nie passiert. Nur weil einige ihre Profitinteressen mit Gewalt durchsetzen können, ist diese Zerstörung möglich.

Deswegen ist für uns klar, dass der Kampf um Klimagerechtigkeit gleichzeitig ein Kampf um eine herrschaftsfreie Welt jenseits von kapitalistischen Zwängen ist.

Deswegen soll auch unserer Kampf herrschaftsfrei sein. Wir haben keine Bosse und Anführer und versuchen Hierarchie so weit es geht abzubauen. Wir wollen, dass der Ort, den wir uns erkämpft haben und den wir beschützen wollen, auch Raum bietet für die Emanzipation jedes*r einzelnen.“

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Eine der zahlreichen Barrikaden, die RWE daran hindern sollen mit Fahrzeugen durch den Wald zu fahren.

Heute, Ende September 2018. Fast alle Baumhäuser wurden mit einem der größten Polizeieinsätze Nordrhein-Westfalens geräumt. Dabei rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schon jetzt mit Kosten in zweistelliger Millionenhöhe. Über 2000 Polizisten sind am Einsatz beteiligt. Dabei kostet laut GdP alleine eine Hundertschaft mit rund 130 Polizisten pro Tag rund 100 000 Euro. Legitimiert durch „fehlenden Brandschutz der Baumhäuser“ müssen die Besetzer den Wald verlassen und das gesamte Gebiet rund um den Wald wurde als „gefährlicher Ort“ deklariert. So kann die Polizei anlasslose Personen- und Taschenkontrollen durchführen. Durch die Polizei eingerichtete Gefahrenbereiche bei Räumungen der Baumhäuser hindern außerdem die Presse an der Berichterstattung. Nach eigenen Angaben war der Journalist Steffen Meyn deshalb gezwungen die Rodungen von einem Baumhaus aus zu dokumentieren und stürzte am 19. September 2018 tragischerweise ab und erlag den schweren Verletzungen. Nach kaum fünf Tagen gingen schon die Räumungsarbeiten weiter. In den kommenden Tagen wird vermutlich auch das letzte Baumhaus geräumt sein und die Aktivisten werden den Wald verlassen müssen. Ob das konfliktfrei geschieht ist unklar und ob sich RWE an die Zusage hält, erst ab 15. Oktober zu roden auch.

Weitere Infos zum Thema unter:

https://www.bund-nrw.de/themen/mensch-umwelt/braunkohle/hintergruende-und-publikationen/braunkohlenkraftwerke/

 

Autor und Fotograf: Raphael Knipping

Update Oktober 2018: Am Freitag, 5. Oktober, hat das Oberverwaltungsgericht in Münster „[…] entschieden, dass der Energiekonzern RWE vorerst keine weiteren Bäume in dem alten Wald fällen darf. Nach dieser Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster verzögert sich die Rodung des Hambacher Forstes bei Köln um mindestens ein Jahr.“ (SZ, Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst – Rodung ausgesetzt, 5.10.18)

 

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Pflanzentauschbörse von Green City e.V.

Neustes Mitglied meiner Pflanzenfamilie ❤
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Letztens war in München das Streetlife Festival, Deutschlands größtes Nachhaltigkeitsfestival auf 1,5 km Länge. Auf der sonst vielbefahrenen, mehrspurigen Straße wird von Green City im urbanen Raum kreativ veranstaltet.

Green City e.V. hatte dort eine Pflanzentauschbörse und ich habe über instagram davon erfahren.

Im Tauch gegen einen meiner Pflanzenstecklinge habe ich von der lieben Katja von Green City ihre Palme bekommen. 😍

Die Pflanze hing etwas schief im Topf und hat neue Erde gebraucht. Ich habe ihr also einen großen Topf (auf dem Gehsteig mal gefunden) und viel gedüngte Erde verpasst. Und um die Palme gerade zu stützen, hab ich kleine Stäbchen in die Erde gesteckt.

😍Tauschen statt kaufen😍

[Da ich Homepages verlinkt habe, gilt dieser Beitrag wahrscheinlich als Werbung. Es handelt sich hierbei nicht in eine bezahlte Kooperation, sondern lediglich um eine freiwillige Info über dieses tolle Festival und den Veranstalter meinerseits.]

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