Plastikfreier Versand für einen Online Shop: Gastbeitrag von Freeminded Folks

Dieser Artikel über plastikfreien Versand für Online Shops von Freeminded Folks ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Magdalena, Foto: freemindedfolks-blog

Der freemindedfolks-blog ist ein Online-Magazin zum Thema Green-Lifestyle. Mit ihrer Vision “Sustainability made Simple” porträtiert Magdalena gemeinsam mit ihrem Team einen einfachen und unaufgeregten nachhaltigen Lebensstil. Am freemindedfolks-blog findet ihr Artikel und Guides zu den Themen Sustainable Choices, Green Travel, Conscious Living und Natural Cooking.

Zudem hat Magdalena 2017 den freemindedfolks-shop gegründet, einen Online Shop für nachhaltiges Interior. Auf dieser Plattform findet Ihr Eco-Homegoods, die fair produziert, used oder crafted sind. Zudem ist es auch möglich Produkte zu leihen. Der Shop bezieht und verschickt alle Produkte #plasticfree und Magdalena wird uns erzählen, wie es dazu kam und was die Herausforderungen in diesem Prozess waren.

Foto: freemindedfolks-blog

I’m recycled and reused, but still so pretty

Wir haben unseren Shop 2017 gegründet – da wir nicht länger nur über einen bewussten und nachhaltigen Lebensstil schreiben wollten, sondern auch ein Problem in diesem Bereich lösen wollten. Da es im Food sowie im Fashionbereich schon viele Alternativen zu konventionell hergestellten Produkten gab, im Interiorbereich jedoch kaum was, haben wir uns entschlossen in diesen Markt einzusteigen.

Warum sich in diesen Onlinemarkt jedoch nur wenige vorwagen, wurde uns auch ziemlich schnell klar: Das Sourcing ist sehr komplex, die Shipping- sowie Importkosten hoch, die Lagerfläche teuer und – ein Problem mit dem wir lange kämpfen mussten – der plastikfreie Versand ist eine echte Herausforderung.

Als wir in der Gründungsphase waren, gab es noch sehr wenige Möglichkeiten, den Versand umweltschonend zu organisieren und das Produkt in nachhaltige Materialien zu verpacken. Luftpolsterfolie, Plastiktüten, Plastiksticker und Plastikklebeband sind das klassische Verpackungsmaterialien im Interiorbereich. Wir haben uns jedoch geweigert unserer sorgfältig gesourcten Produkte nun in Plastik zu verschicken. Wir haben einige Zeit an Online-Recherche aufgewendet, kamen jedoch zu keinen sinnvollen Ergebnissen. Es gab nur Plastik oder unglaublich teure Verpackungsalternativen. 

Foto: freemindedfolks-blog

Aufgrund von Mangel an Optionen gingen wir ziemlich schnell in den Selbstversuch über. 

Wir mussten herausfinden, wie man sensible Artikel verpacken muss, damit sie unbeschadet beim Verbraucher ankommen – ohne Plastik zu verwenden. 

Wir starteten eine Versuchsreihe: Bepackt mit verschiedensten Materialien wie zum Beispiel Holzwolle, recyceltem Papier, Papier-Luftpolster-Material und anderem machten wir uns auf in den dritten Stock unseres Treppenhauses. Oben angekommen haben wir verschiedene Päckchen gepackt – von Glasvasen bis kleine Interiorgegenstände.  Genau dokumentiert wie oft und mit welchem Material die Produkte eingewickelt waren, warfen wir sie nach unten. Simpel aber effektiv. Anschließend holten wir sie (in der Hoffnung, dass sie noch ganz waren) wieder zurück und warfen sie – anders verpackt natürlich – wieder nach unten. 

Mit der Zeit machten wir einige interessante Beobachtungen: 

Erstens, auch ungewolltes wiederholtes Treppensteigen ist Sport und zweitens, eine Kombination aus dicken Kartons, recyceltem Papier-Luftpolster-Material und (bei Glasgegenständen) Holzwolle eignen sich am besten zum Verpacken. 

Foto: freemindedfolks-blog

Dieses Problem gelöst, tat sich schon das nächste Problem auf: Wir wollten nicht Unmengen an neuen Kartons kaufen. Zumal im Interiorbereich die Dimensionen viel mehr variieren als zum Beispiel im Fashionbereich, wo man meist mit 2-3 verschiedenen Kartongrößen auskommt. Überdies erhielten wir auch überdurchschnittlich viele Kartons, bei Materialbestellungen wie (abbaubares) Klebeband, Neulieferungen etc. und auch unsere Papiertonne im Hof ging über durch Kartons von Nachbarn und Co. Daher entschieden wir uns dafür (solange es logistisch möglich ist), in Altkartons zu verschicken und so auf die Anschaffung von neuen Kartons zu verzichten. Unsere Kunden werden per Mail darauf hingewiesen, dass wir zum Verzicht auf Neumaterial mit recycleten Kartons verschicken und sich daher auf ihren Sendungen Fremdwerbung befinden kann. Dies wurde sehr positiv angenommen!

Als letztes Problem unserer dreimonatigen Verpackungsodysee mussten wir noch unseren Produzenten erklären, dass auch diese im Prozess sowie im Versand zu uns kein Plastik verwenden und auch für alle Zusatzmaterialien, wie z.B.: Klebeband und Sticker eine nachhaltige, biologisch abbaubare Lösung finden. Nachdem uns dies geglückt ist, können wir nun von uns behaupten, dass wir so nachhaltig wie möglich und vor allem #plasticfree verschicken. Aber: Find out for yourself at www.freemindedfolks-shop.com oder read more about our vision on www.freemindedfolks-blog.com

Foto: freemindedfolks-blog

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Zero Waste einkaufen ohne unverpackt Laden: Gastbeitrag von Nina

Dieser Artikel zu zero waste einkaufen ohne unverpackt Laden und über Lebensmittel retten ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: @zero_vegan_nina

Hallo, ich bin Nina: Hundemama, langjährige Veganerin und Vollzeit-Doktorandin an der Uni. Auf meinem Instagram Kanal nehme ich euch mit auf meinem Weg zu einem Müll-ärmeren, nachhaltigeren Leben mit Tipps und Tricks, die man auch ohne viel Zeitaufwand umsetzen kann. Ich beschäftige mich mit allen Aspekten der Nachhaltigkeit – von Konsum-Minimierung über Gärtnern auf dem Balkon, Second-hand Einkäufen, saisonale Gemüseküche und vieles mehr. 

Zero Waste einkaufen ohne unverpackt Laden: Ninas Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Dank Instagram und Pinterest kommt es einem manchmal so vor, als wäre ein Zerowaste-Lifestyle gleichzusetzen mit hübschen Einkäufen im Unverpackt-Laden. Zwar gibt es inzwischen in einigen Städten Unverpackt-Läden aber die breite Masse hat bisher noch keinen Unverpackt-Laden in der Nähe. Ich möchte euch deshalb ein paar Alternativen zum unverpackt-einkaufen vorstellen die genauso zur Müllreduzierung beitragen können.

Foodsharing

Viel zu viele noch essbare Lebensmittel landen täglich in Deutschland in der Mülltonne. Sich gegen Lebensmittel-Verschwendung zu engagieren ist deshalb ein effektiver Weg Treibhausgase einzusparen und gleichzeitig die Geldbörse zu schonen. Am besten geht das über die Organisation “Foodsharing”. Hier kann man sich kostenlos anmelden und dann virtuelle Lebensmittel-Körbe ansehen und bei Gefallen abholen. Natürlich kann man auch selbst Lebensmittel posten, die man nicht mehr haben möchte. Das ist zum Beispiel sehr praktisch, wenn man kurz vor dem Urlaub noch zu viele Lebensmittel im Kühlschrank hat. Einfach bei Foodsharing einstellen und jemand anderes freut sich noch über deine Gurken und den Joghurt der sonst im Müll gelandet wäre. An einigen Stellen gibt es auch sogenannte Fairteiler. Das sind öffentlich zugängliche Räume oder Regale wo Leute Lebensmittel ablegen, die sie verschenken möchten. Dort kann man unverbindlich Lebensmittel hinbringen oder abholen. Es ist natürlich immer etwas Glückssache ob und was gerade Brauchbares im Fairteiler zu finden ist. Die Standorte der Fairteiler findest du auch auf der Website von Foodsharing.

Produkte mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum retten

Außer Foodsharing kann man sich auch direkt beim Einkaufen gegen Lebensmittelverschwendung engagieren. Viele Bioläden und manche Supermärkte bieten z.B. auf Produkte mit einem kurzen Mindesthaltbarkeitsdatum bis zu 50% Rabatt an. Besonders in der Kühlung findet man oft diverse reduzierte Sachen. Die Produkte sind meist noch weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Für mich persönlich ist es absolut vertretbar diese Produkte zu kaufen, selbst wenn sie oft in Plastik verpackt sind. Denn man vermeidet damit, dass sie im Müll landen und die ganzen Ressourcen umsonst für dieses Produkt verbraucht wurden.

Online Shops für gerettete Lebensmittel

Das gleiche Prinzip gilt für die Online Shops von Veggie Specials und SirPlus. Sirplus (eine Anlehnung an das englische Wort surplus, zu Deutsch: Überschuss) bietet Produkte an, die entweder das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten haben, in Kürze überschreiten werden oder Produkte bei denen z.B. das Label ein neues Design bekommen hat und deshalb die alte Charge aussortiert wurde. Alle Produkte sind selbstverständlich noch genießbar. Hier kann man sich mit Snackartikeln, Saucen, Pasta, Süßigkeiten und vielem mehr im Online Shop oder vor Ort in Berlin eindecken. Besonders für Leute, die vielleicht nicht immer die Zeit und Muße haben Müsliriegel und andere Snacks selber zu machen, ist dieser Shop perfekt.

Klar, die Dinge kommen nicht unverpackt und man hat dann kein plastikfreies Müllglas mehr, aber auch hier rettest du aktiv Lebensmittel, die sonst einfach im Müll gelandet wären. Veggie Special hat ein ähnlich tolles Konzept: sie arbeiten mit Firmen wie Taifun Tofu zusammen, um Lebensmittelverschwendung direkt bei der Produktion einzudämmen. Sie verkaufen Tofu, Fleisch – und Wurstersatzprodukte, vegane Süßigkeiten und vieles mehr die beispielsweise ein bisschen zu schwer oder zu leicht geraten sind und deshalb für den normalen Einzelhandel aussortiert wurden. Auch hier hast du wieder den Vorteil ordentlich Geld zu sparen im Vergleich zu den Preisen im normalen Supermarkt. 

App gegen Lebensmittelverschwendung

Falls du mal keine Lust zum Kochen hast, kannst du mit einer tollen App namens “Too Good To Go” portionsweise Gerichte aus Restaurants retten, die abends noch übrig sind. Das heißt du bezahlst online für deine Mahlzeit und hast dann eine bestimmte Zeit zu der du die Mahlzeit abholen kannst. Je nach Restaurant oder Geschäft gibt es alles Mögliche: von Sandwiches über Suppen, Backwaren, Smoothies oder Gemüsekisten, die kurz vor Ladenschluss noch übrig sind und sonst entsorgt worden wären. Hier kannst du auch oft deine eigene Tupperbox mitbringen und somit auf die To-Go-Box verzichten.

Einkaufen im Großgebinde

Eine weitere Möglichkeit müllarm einzukaufen ist, Dinge im Großgebinde zu kaufen, beispielsweise bei BioGewinner. Auch Unverpackt-Läden erhalten ihre Ware meist ’nur‘ in sehr großen Verpackungen und manche davon sind auch aus Plastik. Falls du also besonders viel von einem Artikel verwendest, kann es durchaus Sinn machen, dir einfach selbst eine solche Großpackung zu besorgen. Vielleicht möchten ja ein paar deiner Freunde oder Nachbarn mitbestellen und ihr könnt euch einen 15kg Haferflocken-Sack einfach teilen.

Auch Artikel wie Waschmittel oder Spülmittel lassen sich in großen Kanistern bestellen, das geht zum Beispiel bei der Firma Sonett über den Online Shop. Ich teile mir mit meiner Freundin Katy einen 10l Kanister Waschmittel, sowie einen Kanister Spülmittel. Das schöne ist: anstatt die Einkäufe vom Laden heimzuschleppen kann ich mich mit Katy zum Ratschen treffen und nachher noch zwei Flaschen Spüli mit heimnehmen. Die Kanister sind übrigens genau dieselben wie sie auch in einigen im Unverpackt-Läden zu finden sind. Falls du nichts online bestellen willst, kannst du auch bei dir im Bioladen fragen, ob sie dir Artikel im Großgebinde bestellen können. Mir wurde gesagt, dass das bei vielen möglich ist.

Außerdem kannst du dein Glück in internationalen Supermärkten versuchen, oft haben solche Läden z.B. 5kg Säcke Reis oder Linsen vorrätig, sowie größere Mengen an Gewürzen. Je nach Gegend gibt es auch lokale Bauern, die einem gerne Erzeugnisse im Großgebinde verkaufen. Ich habe einen 10kg-Sack Bio-Sojabohnen aus dem Münchner Umland gekauft und mache damit meine Sojamilch selbst. Ganz wichtig beim Einkauf von großen Mengen an Lebensmitteln ist aber: vorher Gedanken machen, ob man wirklich so viel davon verbrauchen kann bevor es eventuell schlecht wird. Auch die richtige Lagerung ist wichtig, um Krabbeltiere und Feuchtigkeit fern zu halten. 

Lebensmittel retten ist auch Zero Waste – auch mit Verpackung!

Die von mir vorgestellten Möglichkeiten „zerowaste“ einzukaufen entsprechen zwar nicht der klassischen Definition von „müllfrei“ einkaufen (denn dein Mülleimer wird hier nicht leer bleiben), aber dennoch kannst du einen wichtigen Beitrag zur Müllreduzierung leisten und ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. 

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Der OHNE Laden in München: Gastbeitrag der Mitgründerin Chrissi

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Aline – Auf die Hand
Foto: Christine Traub

Mein erster bewusster Schritt in Richtung eines plastikreduzierten Alltags war der Griff zur Stofftasche, um die lästigen Tüten beim Bäcker zu vermeiden. Die Edelstahlflasche für Unterwegs hatte ich schon lange im Gepäck, schließlich ist man mit dem Münchner Leitungswasser aus der Leitung super versorgt. Dank der Initiative Refill wird es auch immer leichter, sich die eigene Flasche immer wieder befüllen zu lassen. Dieser zwei Schritte vermeiden sogar schon bei einer einzelnen Personen eine große Menge an Müll, der erst überhaupt nicht entsteht. Mit der Anschaffung meiner Wurmkiste, konnte ich dann meinen Restmüll auf eine deutlich geringere Menge reduzieren. 

Gründung von OHNE

Foto: OHNE

Mit der Gründung von OHNE der verpackungsfreie Supermarkt im Februar 2016 mit meinen beiden Kollegen Hannah und Carlo wurde das plastikfreie Einkaufen als Ladenbesitzerin eines Unverpackt-Ladens noch deutlich leichter. Hier standen und stehen wir vor der Herausforderung, beim Ankauf der Ware Plastik zu vermeiden und zu reduzieren, wo es möglich ist. Mit manchen Lieferanten konnten wir ein Mehrwegsystem entwickeln, damit auch dem Weg erst gar kein Müll entsteht. Zum Glück gibt es auch schon Möglichkeiten auf dem Markt in grünen Mehrwegkisten sich die Ware zuschicken zu lassen und mit einem Rücksendeschein, diese leeren Behältnisse dann wieder zum Lieferanten zurück zu schicken. Was vor 3 ½ Jahren eher als Nische galt, ist mit vielen weiteren Unverpackt-Läden in Deutschland mittlerweile in der breiten Masse angekommen. Begriffe wie Zero Waste und Co. sind in aller Munde, die Umstellung auf ein nachhaltigere Alternativen sind immer mehr im Gange. Dadurch wird das Leben ohne Plastikprodukte auch immer leichter. So haben Herstellungsbetriebe, die zu Beginn die Umstellung auf Plastikverpackung u.ä. aufgrund der geringen Abnahmemenge unsererseits nicht durchführen konnten, mittlerweile einen größeren Anreiz dies in Erwägung zu ziehen, da es immer mehr Abnehmer nachhaltiger Verpackungen gibt. Oder anders gesagt: Das Bewusstsein gegenüber nachhaltigen Alternativen wächst stehts. Leider ist es manchen Betrieben/Herstellern nicht immer möglich, den Umstieg sofort durchzuführen, da dies auch mit großen Investitionen für Packmaschinen und ähnliches zu tun hat. Daher muss man die Entwicklung als stetigen Prozess ansehen. 

Das Sortiment vom OHNE

Foto: OHNE

In unserem Laden findet man ein vegetarisches Vollsortiment von Nudeln, über Cerealien bis hin zu unverpackten Süßigkeiten, gibt es auch ein großes Non Food-Sortiment mit vielen Plastikalternativen. Ob festes Shampoo oder Reinigungsmittel zum selbst abfüllen, hier ist für jeden etwas dabei. 

Basics in der Tasche

In meiner Tasche gibt es immer einen Edelstahl-Strohhalm, Stofftaschen für den Snack zwischendurch, einen Löffel und meine Edelstahlflasche zum Trinken. Die Herausforderung im Alltag bleibt leider weiterhin der Plastikstrohhalm. Man kann es so oft sagen wie man will, das ist ein Alltags-Fail, der leider noch sehr oft passiert.  Wenn ich Essen gehe, nehme ich stets ein Behältnis mit, in dem ich ggf. Essensreste einpacken und mit nach Hause nehmen kann.

Plastik reduzieren ist eine Bereicherung

Das plastikreduzierte Leben hat definitiv nichts mit Verzicht und Einschränkungen zu tun. Es ist lediglich eine Umstellung und eher eine Bereicherung. Mit der Möglichkeit, sich die Mengen zu abzufüllen, die man wirklich benötigt, anstatt verpackte, vorabgefüllte Lebensmittel zur kaufen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man auch wieder ein ganz anderes Bewusstsein den Lebensmittel gegenüber entwickelt und sich anders mit ihnen auseinandersetzt. Auch der Austausch mit den Kundinnen und Kunden im Laden und Gleichgesinnten, hat mein Wissen im Lebensmittelbereich in den letzten Jahren deutlich wachsen lassen. 

Auf das das nachhaltige Leben das neue Normal wird und die nächsten Generationen noch viel von unserer wunderbaren Natur und ihren Ressourcen haben.

Chrissi von OHNE

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Bienenwachstücher richtig verwenden und pflegen: 10 Tipps und Tricks, die du unbedingt kennen solltest

Dieser Artikel über Bienenwachstücher richtig verwenden und pflegen ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: allmydeer

Verena ist auf einem Bio Bauernhof aufgewachsen schreibt auf ihrem Blog www.allmydeer.com über nachhaltige Ernährung, Bio Landwirtschaft und einen umweltfreundlichen Alltag. Um die Flut an Einweg-Bäckertüten zu vermeiden, hat sie das brotSackerl entwickelt – eine Kombination aus einem kleinen Stoffbeutel und Bio Bienenwachstücher. Seitdem bekommt sie immer wieder Fragen rund um die tollen Tücher, die sie nun beantworten wird.

Verenas Antworten auf die 10 meist gestellten Fragen: Bienenwachstücher richtig verwenden und pflegen

Bio Bienenwachstücher sind meine absoluten Favoriten, was nachhaltige Zero-Waste-Hacks angeht. Sie sind vom Prinzip her so simpel und in der Anwendung so überraschend vielseitig: einschlagen, abdecken, umwickeln, verpacken und gleichzeitig frischhalten – immer und immer wieder. Hier beantworte ich die bisher am häufigsten Fragen und gebe hilfreiche Tipps, die du unbedingt kennen solltest. Bienenwachstücher richtig verwenden und pflegen ist ganz einfach!

Foto: allmydeer

1. Woraus bestehen Wachstücher?

Die Wachtücher sind ganz normale Stofftücher, die beidseitig mit einer Wachsschicht überzogen sind. Dabei handelt es sich meistens um Bienenwachs. Hier würde ich auf jeden Fall auf Bio Qualität achten. Wer komplett auf tierische Produkte verzichten möchte, kann eine Alternative mit Rapswachs wählen. Auch hier würde ich wiederum empfehlen, auf Bio Wachs zurückzugreifen.

2. Wofür kann ich die Tücher verwenden?

Die Bienenwachstücher können wahnsinnig vielfältig eingesetzt werden. In erster Linie ersetzten sie bei mir Frischhalte- sowie Alufolie. Das heißt, dass ich damit beispielsweise Schüsseln abdecke oder Brote einwickle. Hier noch ein paar konkrete Möglichkeiten:

  • Obst und Gemüsestücke einpacken
  • Brot einwickeln und mehrere Tage frisch halten
  • Verklebte Schraubverschlüsse öffnen
  • Kompakte Lebensmittel einfrieren (Brot, Kuchen, Obst/Gemüse etc.)
  • Süße und Herzhafte Snacks beim Bäcker einpacken
  • Käse einwickeln

3. Was ist das Besondere an Wachstüchern?

Die Tücher schützen die Lebensmittel nicht nur vor äußeren Einflüssen (z.B. Staub oder Fruchtfliegen), sondern halten die Lebensmittel zusätzlich frisch. Das Bienenwachs wirkt nämlich von Natur aus antibakteriell. So wird Käse nicht nur länger haltbar, sondern auch Brot bleibt weich und saftig, anstatt auszutrocknen.

Foto: allmydeer

4. Wie säubere ich die Tücher wieder?

Die Wachstücher können einfach mit klarem, kaltem Wasser gespült werden. Etwas stärkere Verschmutzungen können mit etwas neutralem Öko-Spülmittel und maximal lauwarmem Wasser gereinigt werden.

5. Wie lange kann ich die Wachstücher verwenden?

Das hängt natürlich von der Häufigkeit der Benutzung bzw. der korrekten Pflege hab. Bisher benutze ich meine Wachstücher bereits seit über 1,5 Jahren und sie sind noch immer top in Schuss. Wenn die Tücher Flecken von verdorbenen Lebensmittel (z.B Schimmel) angenommen habe, sollten sie natürlich entsorgt werden.

6. Nehmen die Lebensmittel den Wachsgeruch an?

Nein. Die Tücher riechen zwar nach Bienenwachs, die Lebensmittel riechen und schmecken aber nicht danach.

7. Bekommen meine Lebensmittel einen Gefrierbrand?

Nein, auch das nicht. Werden die Nahrungsmittel sorgfältig eingepackt, braucht man keine Angst vor Gefrierbrand zu haben. Die Tücher sind eine super Möglichkeit für plastikfreies Einfrieren – Plastikgefrierbeutel waren gestern!

Foto: allmydeer

8. Wie werden die Wachstücher gepflegt?

Bienenwachs ist ein Naturprodukt. Nach dem Verwenden bzw. Säubern kann sich das Wachs stellenweise lösen bzw. porös werden. Das macht aber gar nichts. Das Tuch einfach zwischen zwei Backpapiere legen und bei mittlerer Stufe ein paar mal bügeln. Dadurch verteilt sich das Wachs wieder neu und gleichmäßig. Alternativ kann das Tuch auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech bei 90 Grad in den Backofen (max. 10 Minuten) geschoben werden. Das ergibt den gleichen Pflege-Effekt.

9. Was darf ich nicht einwickeln?

Nicht eingewickelt werden sollten frische Fleisch- sowie Fischprodukte. Außerdem sollte das Tuch nicht an zu heißen Orten aufbewahrt sowie mit zu heißem Wasser gereinigt werden.

Foto: allmydeer

10. Kann man die Wachstücher auch selber machen?

Auf jeden Fall! Bienenwachstücher können auch ganz leicht selber gemacht werden! Dafür gibt es auch hier auf Alines Blog eine Anleitung.

Ich hoffe, einige Fragen beantwortet zu haben. Du hast noch weitere Fragen? Dann stelle sie doch gerne in den Kommentaren!

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Yippie, Eis! Aber bitte plastikfrei und ohne Müllberg…

Dieser Artikel über Eisessen ohne Müll mit Kindern ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: Livelifegreen

Livelifegreen ist ein Blog über Nachhaltigkeit und Achtsamkeit im Familienleben. Dabei nimmt die Biologin Alex den Alltag genau unter die Lupe und geht mit euch auf eine Reise der Veränderung. Raus aus der Routine und hinein in ein bewusstes Leben. Auf Alex Blog findet ihr Gedanken zu Nachhaltigkeit. Vor allem aber viele praktische Tipps für einen ökologischeren Lifestyle, vegetarische Rezepte, Upcycling Ideen zum Selbermachen und kleine Abenteuer in und um München.

Foto: Livelifegreen

Was wäre der Sommer ohne Eis? Nur halb so schön, das steht fest. Und am allerliebsten natürlich richtiges Eis, als Kugel und nicht aus der Plastikverpackung, oder? Wir sind die letzten Wochen auf jeden Fall Dauergast in unserer Eisdiele und essen uns vorwärts und rückwärts durch alle Sorten.

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10 Tipps für eine nachhaltige WG

Dieser Artikel über eine nachhaltige WG ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: Steffen Möller

Ronja Lotz arbeitet seit 3 Jahren beim Münchner Stadtmagazin MUCBOOK und leitet die Nachhaltigkeitsplattform Grün&Gloria redaktionell. Sie ist überzeugt davon, dass wir nicht länger unsere eigene Bequemlichkeit vorschieben können, während sich das Klima um uns drastisch zu ändern droht. Jetzt ist die Zeit in der wir unseren Lebenswandel noch überdenken und neu ausrichten können. 

10 Tipps für eine nachhaltige WG und ein umweltbewusstes WG-Leben

„Ist doch eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, – „mit dem Auto geht es doch so viel schneller“, – „die Strecke flieg ich natürlich mit dem Flugzeug“ – all das sind Sätze, wie man sie tagtäglich zu hören bekommt. Der Grund: wir sind zu bequem, wollen den eigenen Lebensstandard nicht einschränken.

Anstatt nun mit wissenschaftlichen Studien aufzuwarten, gewähre ich in diesem Artikel lieber Einblick in meinen WG-Alltag. Denn wichtig ist, dass wir – ganz in Grün & Gloria Mentalität – mehr werden, die sich an der eigenen Nase packen und selber machen, anstatt auf die Politik zu warten. 

1. Containern: Essen in gemeinsam verkochen für eine nachhaltige WG

Es ist wirklich krass, was meine Mitbewohnerinnen jede Woche aus dem Müll ziehen: Ananas, Mini-Kiwis oder unzählige noch genießbare Säcke voller Kartoffeln oder Äpfel. Das Obst und Gemüse wird dann sorgfältig gewaschen, eingelagert – und möglichst schnell in gemeinsamen Kochaktionen verkocht oder eingemacht, ist klar. Wer auch Lust auf gemeinsames Verkochen von geretteten Lebensmitteln hat, dem empfehle ich die Schnibbelpartys von rehab republic. Und natürlich unseren Artikel mit diesen praktischen Apps. 

2. Sharing is Caring:

Wenn wir schon beim Thema Essen und Kochen sind. Es ist ja tatsächlich so, dass statistisch gesehen sehr viel zu Hause weggeschmissen wird, weil wir mit den eingekauften Waren nicht richtig haushalten – oder den Joghurt im hintersten Kühlschrankwinkel schlichtweg vergessen. Bevor es dazu kommt, nerve ich lieber die Mitbewohner, ob sie die Gurke da noch essen. 

3. Auf dem Wochenmarkt einkaufen

Jeden Donnerstag verbringt unsere Redaktion ihre Mittagspause auf den Wochenmarkt Schwanthalerhöhe. Wer nicht weiß, wo der nächste Markt ist, der findet unsere Übersicht hier. Denn lokales Obst und Gemüse, schmeckt nicht nur richtig gut, sondern sorgt auch noch für einen positiven ökologischen Fußabdruck. 

4. Feste Seife statt Flüssigseife in Plastik

Ein Stück Seife liegt bei uns in der Küche, eins im Bad. Gekauft wird die Seife in Karton verpackt. Schließlich sind auch die großen Nachfüllpacks aus Plastik, also nicht wirklich eine ernstzunehmende Alternative, oder? 

Foto. Grün und Gloria

5. Trennst du nicht?

Plastik, Bio, Papier, Glas – eigentlich ist es echt verwunderlich, wie wenig Müll man produziert, wenn man tatsächlich Biomüll trennt. Der Löwenanteil ist Plastik, leider. Und auch den sammeln wir und bringen ihn zur Wertstoffinsel – an dieser Stelle ein großer Dank an meine Mitbewohnerin, die den Müll immer in der Früh auf dem Weg zur Arbeit mitnimmt. In den Biomüll gehören übrigens keine angeblich „kompostierbaren“ Bioplastikbeutel. Wie du richtig trennst, hat das Grün&Gloria-Team hier aufgeschrieben. 

6. So banal wie simpel: recyceltes Klopapier

Wer jetzt meint, dass das am Hintern zu kratzig ist – sorry, aber ist halt für die Klimarettung. 

7. Nachfüllen statt neu kaufen

Seien wir mal ehrlich, es gibt nichts Sinnloseres als einzeln in Plastik verpackte Spülmaschinen-Tabs. Da reicht definitiv eine große Packung Pulver, am besten von der Metro oder direkt vom Ohne-Supermarkt. Einen Überblick über weitere Läden in München, die auf Verpackungen verzichten, findest du hier.

8. Brotzeitpreping statt Einwegmüll

Unnötiger Müll fällt in der Mittagspause schnell an. Plastiktüten, Aluminiumschalen oder Pappbecher – so sieht unsere „schnell was zum Mitnehmen“-Mentalität aus. So landen laut AWM jeden Tag 190.000 Pappbecher in München im Mülleimer. Genau deshalb haben wir bei Grün & Gloria schon vor einiger Zeit 5 Tipps verfasst, um sich diesen unnötigen Müll in der Mittagspause zu sparen.

9. Putzen ohne Chemie

Es muss nicht immer gleich die aggressive Chemiekeule aus den bunten Flaschen im Supermarkt sein. Auch Schränke voller Putzmittel für unterschiedliche Zwecke sind nicht wirklich nötig. Auf Grün & Gloria haben wir zusammen geschrieben, wie man mit einfachen Hausmitteln und wenig Geld Reiniger selbst herstellen kann. Abgefüllt wird in Gläser und/ oder alte Sprühflaschen.

10. Vom Tier nur selten

Wir kochen in der WG nur selten Fleisch und kaufen kaum Milch. Heißt: vegan first. Das ist nicht nur besser fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit. Inspiriert hatte mich dazu die Gstanzlsängerin Liesl Weapon mit ihrem Soloprogramm „Wurscht“, frei nach der Untertitelzeile: „Warum die Welt nicht zu retten ist und wir es trotzdem tun sollten“.

Fazit für eine nachhaltige WG

Das sind nur einige Dinge, die wir für unsere nachhaltige WG versuchen zu beachten. Klar, unfehlbar sind wir alle nicht und darum geht es auch gar nicht. Wichtig ist nur, dass wir alle versuchen, gewisse Dinge neu zu machen, anders zu machen – auf das wir mehr werden. 

Weiterlesen auf Auf die Hand:

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Plastikfreie Küche: Gastbeitrag vom Selbstversorger Rigotti

Dieser Artikel über die plastikfreie Küche ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: Selbstversorger Rigotti

Auf dem YouTube-Kanal Selbstversorger Rigotti geht es um die Selbstversorgung im eigenen Garten: In meinem Gartenkanal gibt’s viele nützliche Tipps rund um Gewächshaus, Obstbäume, Bienen (Imkerei), Hühner, Gemüse, Aussaat und Anzucht – also alles zum Thema Selbstversorgung. Zudem viele Rezepte (vom Garten auf den Teller) – viele davon vegetarisch oder vegan – aber auch Rezepte zu Hühnchen, Fisch-Rezepte oder Wild. Wie mache ich Lebensmittel haltbar (einkochen, einwecken, trocknen, dörren, einfrieren, blanchieren). In meinem Biogarten verwende ich keine chemischen Dünger – nur Kompost, Pflanzenjauchen, Steinmehl etc. also Biogarten pur.

Rigottis Tipps für eine plastikfreie Küche

Die Tipps für eine plastikfreie Küche gibt es für dich natürlich in einem YoutTube-Video:

Video: Selbstversorger Rigotti

Aus Ärger über Silage-Folien, die Landwirte in der Natur liegen lassen, ist bereits vor der #plasticfreejulyblogger-Aktion ein Video mit wichtigen Tipps zur Vermeidung von Kunststoff im Bad, in der Küche und im Garten entstanden.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Plastikfrei Grillen: 10 nachhaltige Tipps von Lisana

Dieser Artikel zum plastikfrei Grillen ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: Wilde Gartenküche

Lisana hat einen eigenen Garten und zaubert aus ihrer Ernte leckere Rezepte. Auf ihrem Blog Wilde Gartenküche teilt sie nicht nur die Rezepte, sondern auch nachhaltige Tipps, beispielsweise für Tischdeko oder eine Bauanleitungen für eine Freiluft-Palettenküche. Auf meinem Blog hat sie bereits einen Gastbeitrag über plastikfreies Gärtnern geschrieben.

Plastikfrei Grillen: Lisanas Tipps für ein müllfreies Kochen am offenen Feuer

Gerade wenn es jetzt so schön sommerlich ist, trifft man sich oft spontan mit Freunden im Garten oder am See zum Grillen. Ich kenne das noch so: Man fährt noch schnell zum Supermarkt und kauft eingeschweißte Würstel, Grillfleisch, fertige Kräuterbutter und Kartoffelsalat in der Plastikschale. Dazu kommen noch Getränke aus der Kühlung, die oft auch in Plastikflaschen daherkommen. Meist noch eine Aluschale für‘s Grillgut, Grillanzünder und die Grillkohle, die gerade angeboten wird.

So hatte ich vor einigen Jahren, mit 16, ein Schlüsselerlebnis als ich mit meiner Mädls-Punkband und ihren Freunden spontan an der Isar beim Grillen war und ich ihren hitzigen Diskussionen über Umweltschutz und Nachhaltigkeit gelauscht habe. Als wir dann gingen, nahm ich nochmal einen Blick über meine Schultern und war entsetzt! Die gleichen Leute, die bis eben noch so über Umweltschutz debattiert hatten, haben ein Schlachtfeld aus Dosenbier, Plastikbesteck, Plastikverpackungen und Einweggrill hinterlassen. So darf Grillen nicht aussehen, auch wenn man keine Zeit hat, um groß etwas vorzubereiten.

Hier entstand ihr Kochbuch FeuerFest.

Als ich mich dazu entschieden hatte ein Kochbuch über das Grillen zu schreiben, kam ich sehr schnell auf das Thema Grillen ohne Alufolie und Plastik. Meine Freundin und Arbeitskollegin Aline hat auf ihrem Blog „Auf die Hand“ zum Plasticfree July aufgerufen und ich wollte mich mit einem Beitrag zum nachhaltigen Grillen beteiligen. Den ganzen Juli findet ihr unter dem #plasticfreejulyblogger viele Beiträge über das plastikfreie Leben. Hier also meine Tipps für ein nachhaltiges Grillen.

1. Grillen ohne Aluschale

Verwendet für euer Grillgut statt Einweg-Aluschalen gusseiserne Pfannen. Ich liebe es mittlerweile mit diesen Pfannen zu grillen und habe eigentlich immer so eine Pfanne zum Grillen dabei. Damit kann ich auch richtig schön knusprig Dinge anbraten, die durch die Grillstäbe fallen würden. Ich mache super gerne eine Art „Ofenkäse“ in der Pfanne, das Rezept dazu findet ihr hier oder in meinem Kochbuch „FeuerFest“.

Fünf Zutaten Rezept

2. Grillen ohne Alufolie

Was ich schon oft gesehen habe ist, dass Kohl- oder Kohlrabiblätter verwendet werden statt der Alufolie. Eins meiner liebsten Grillrezepte ist z.B. gegrillter Feta mit roten Zwiebeln, Paprika und Kräuter, frisches Olivenöl darüber und dazu gibt’s Oliven und geröstete Brotscheiben. Ich habe es letztes Mal mit Kohlrabi Blättern statt Alufolie versucht und es klappt tatsächlich. Das ist also eine super Alternative.

Für die geliebten Folienkartoffeln, die in die Glut geworfen werden und besonders aromatisch sind, habe ich zuerst keine gute Alternative gefunden. Dann war ich auf einem Fotoworkshop bei Susann und Yannic, die den wunderschönen Blog „KrautKopf“ betreiben und dort präsentierte mir Yannic eine super Lösung: Er halbiert die Kartoffeln mit Schale und gibt sie mit Salz und Rapsöl in einen Feuer Topf (Dutch Oven). Deckel zu und immer wieder mal umrühren. Die Kartoffeln werden knusprig und herrlich aromatisch. Einfach wunderbar, so gibt’s die jetzt immer bei mir!

Feuerkartoffeln ohne Alufolie

3. Selbermachen statt Kaufen

Selbst wenn man sehr wenig Zeit hat, Kräuterbutter kann man immer machen! Schon alleine, weil sie so wahnsinnig viel besser schmeckt. Ich schwöre euch, es wird euch jeder auf die selbstgemachte Kräuterbutter ansprechen. Wenn man sie kauft, schmecken die Kräuter darin oft nicht wirklich frisch und sie sind meist doppelt und dreifach eingepackt. In einem Schraubglas könnt ihr die selbstgemachte Butter ohne Probleme mit zur Grillstelle nehmen. In meinem Kochbuch habe ich ein Rezept von einem selbstgebackenen Kräuterbaguette (in Kranzform). Damit kann man die Leute wirklich beeindrucken, es schmeckt einfach so viel besser!

Kräuterbutter und allerlei Dips

4. Mehrwegspieße statt Einwegspieße

Um eure Gemüsespieße zu machen, verwendet doch nächstes Mal einfach welche aus Edelstahl. Die sind einmal gekauft und dann halten die ein Leben lang. Man braucht also nicht ständig welche aus Holz nachkaufen.

5. Plastik- und verpackungsfrei fängt schon beim Einkauf an

Nimm dir zum Einkaufen von deinem Baguette einen Stoffbeutel mit und bitte die Verkäuferin das Brot – statt in die Papiertüte – in deinen Stoffbeutel zu tun. Du kannst das Brot in diesem Stoffbeutel auch super aufbewahren.

Wenn du z.B. Fleisch oder Würstel einkaufst, kaufe sie an der Fleischtheke ein, am besten beim Bio-Metzger. Die meisten lassen es mittlerweile zu, dass du das Fleisch in deinen selber mitgebrachten Behälter geben kannst. So sparst du Plastik und Papier. Genauso verhält es sich mit Käse, am besten frisch von der Theke. Wenn du Gemüse oder Obst einkaufst, kannst du diese entweder lose oder ebenfalls in deine selbst mitgebrachten Beutel geben und achte darauf, nichts in Plastik eingepackt einzukaufen.

Verpackungsfrei einkaufen

6. Emaille und richtiges Besteck statt Plastikgeschirr

Ich mag es gar nicht von Plastikbesteck zu essen, genauso wenig von Besteck aus Holz. Da stimmt einfach nichts, weder das Mundgefühl noch die Nachhaltigkeit. Ich habe mir eine kleine Auswahl an Emaille Tellern beim Flohmarkt gekauft und diese nehme ich auch zum Grillen her. Die sind leicht, bruchsicher und sehen schön aus. Als Besteck nehme ich mein normales Besteck her, nicht unbedingt das Silberbesteck aber es muss schon ein richtiges sein. Ich habe mir auch kein Campingbesteck gekauft, sondern einfach das verwendet, das ich schon habe. Statt Servietten nehme ich ein einfaches Küchentuch mit, in das ich mein Besteck und oft auch ein Brotmesser wickele.

7. Selbstgemachte Grillanzünder

Als Grillanzünder eignen sich hervorragend Kerzenreste, die man z.B. mit einem Taschenmesser über das aufgeschichtete Holz raspeln kann. Ich mache auch ganz gerne Grillanzünder aus gesammelten Zapfen und tauche diese bis zur Hälfte in geschmolzene Kerzenreste. Das ist übrigens auch ein super Geschenk, wenn man zum Grillen eingeladen wird. Die gekauften Grillanzünder sind meist nicht nachhaltig und riechen ziemlich streng.

Selbstgemachte Grillanzünder

8. Nachhaltige Grillkohle

Achte beim Kauf auf nachhaltige Grillkohle. Für viele der billigen Kohlen, die an Tankstellen, Baumarkt oder im Supermarkt verkauft werden, wird Regenwaldholz eingesetzt. Das ist so schädlich für die Umwelt und noch dazu total unnötig, da es mittlerweile so viele innovative Alternativen gibt. Aus Olivenkernen, aus getrockneten Maisresten oder Kohle aus heimischen und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, sogar Naturland-zertifiziert.

9. Altes Backblech als Grillplatte

Fladenbrote, Pizza und Burgerpatties mache ich zum Beispiel am liebsten auf einer Grillplatte. Die muss man sich allerdings nicht kaufen. Ich habe einfach ein altes Backblech und es funktioniert einfach super. Darauf kann man auch super Töpfe stellen, um richtig zu kochen. Zum Wenden nehme ich meinen Pfannenwender, der ohne Plastikgriff ist und zur Sicherheit habe ich auch gerne einen Topfhandschuh dabei. Am besten verwendet man einfach was man schon in der Küche hat, so braucht man nur wenig bis gar nichts neukaufen.

10. Selbstgemachtes Salatdressing im Glas

Die Dressings schüttle ich in einem Schraubglas und nehme sie dann so mit zum Grillplatz. Kurz bevor der Salat gegessen wird, gebe ich das Dressing darüber, so bleibt der Salat auch schön knackig. Oder man stellt das Dressingglas gleich auf den Tisch und jeder macht sich seinen Salat selber damit an. Das ist nachhaltiger, denn falls Salatblätter übrig bleiben, kann man sie am nächsten Tag anmachen. Angemachten Blattsalat kann man schlecht am nächsten Tag essen und er würde in der Tonne landen.

Dessert im Glas

Grillen ohne Plastik ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch schöner. Ich mag es überhaupt nicht in mitten der Plastikberge zu sitzt und von Papptellern zu essen, das ist irgendwie ungemütlich. So habe ich Stück für Stück meine Grillroutine und liebsten Grillrezepte zusammengestellt, um so etwas zu vermeiden. Ich bin ein totaler Fan vom Draußen-Kochen geworden und kann euch nur raten, vieles auszuprobieren und einfach mal los zu legen. Ich wünsche euch dabei viel Spaß mit euren Freunden am Grill oder Lagerfeuer.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Plastik vermeiden mit #plasticfreejuly

Oft wird mir die Frage gestellt, wie man mit Zero Waste oder plastikfrei Leben anfangen kann. Nun gibt es da keinen allgemein gültigen Erfolgskurs aber zuerst zu gucken, was individuell anfällt, um darauf dann mit nachhaltigen Handlungen zu reagieren, ist ein praktischer Anfang. Diese Aktion kann dir helfen Plastik zu vermeiden: #plasticfreejuly.

Plastik vermeiden mit #plasticfreejuly

Wie der Name schon sagt, findet die Aktion den ganzen Juli lang statt.

Konsumiere ganz normal wie bisher und hebe aber deinen gesamten Plastikmüll auf – daheim, unterwegs, in der Arbeit.

Fortgeschrittene können einen Monat lang versuchen Einwegplastik komplett zu meiden.

Am Ende des Monats kannst du somit sehen, wie viel du angesammelt hast und vor allem was. So kannst du dein individuelles Konsumverhalten am Ende des Monats ganz einfach analysieren. Im nächsten Schritt kommt die Recherche nach Alternativen zu den mülllastigsten Produkten. Hier kann dir mein Blog weiterhelfen.

Übrigens: Es gibt bei dieser Challenge keinen Gewinner, das ist eher als Herausforderung zu sehen.

Mehr zu #plasticfreejuly gibt’s auf der Homepage der Initiative.

Blogger-Aktion auf AUF DIE HAND zu #plasticfreejuly

Da sich der Inhalt hier auf meinem Blog ohnehin um Müllvermeidung dreht, will euch während #plasticfreejuly dieses Jahr zusätzlich zeigen, wie vielfältig die nachhaltige Community ist und wie jeder von uns auf unterschiedliche Weise seinen Teil zu einer nachhaltigeren Welt beitragen kann.

Und darum habe ich befreundete BloggerInnen, YouTuber, SchülerInnen und Unternehmen gefragt, ob sie sich an meiner #plasticfreejuly Aktion beteiligen wollen. Im Juli werde ich auf AUF DIE HAND Artikel aller Beteiligten posten und die Aktion auf Instagram und Facebook begleiten. Jede*r von uns hat für dich einen Beitrag verfasst, der ein plastikfrei- oder zero waste Thema behandelt. Somit bekommt du nicht nur tolle Tipps und Einblicke, außerdem kannst du täglich neue Blogs/Social Media mit Mehrwert entdecken.

Die Beteiligten:

Laura von Cuddling Carrots

Charlotte und Anna von Grün wie Gras

Magdalena von Freeminded Folks

Steffi von Simply Plastic Free

Charlie von Sustainable Duo

Anja von Wilde Freude München

Severin von Precious Plastic Munich

Chrissi, Gründerin vom Ohne Laden

Hannah, Gründerin vom Ohne Laden und Zero Waste Munich

Nina von Clean Up Yogi

Kate von Zero Waste Kate

Die Gründer von Kushel

Nina von zerowaste_vegan_nina

Elle von Rioots

Lisana von Wilde Gartenküche

Anna von puristica

Ronja von Grün und Gloria

Florian, der Selbstversorger Rigotti

Verena von All my deer

Die Themen der verschiedenen Autor*innen, Youtuber, Instagramer*innen und Aktivist*innen kannst du im Juli auf meinem Blog entdecken. In Gastbeiträgen widmen wir uns gemeinsam dem Thema Plastik vermeiden und geben Tipps und Einblicke in unseren Alltag. Damit wollen wir dir zeigen, wie unterschiedlich die Möglichkeiten sind Plastik zu vermeiden und dass jede*r von uns eine andere Herangehensweise haben kann.

Ich freue mich sehr auf die Aktion und bedanke mich jetzt schon bei all den tollen Menschen, die meiner Einladung zu meiner #plasticfreejuly Aktion gefolgt sind.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Echte Kamille erkennen und ernten

Im Juni blüht auf vielen eher kargen Wiesen Kamille. Als ich letztes Jahr über die Theresienwiese geradelt bin, wo in München jährlich im Herbst das Oktoberfest stattfindet, war ich total überrascht von dem intensiven Duft der dort blühenden Kamille. Die Blüten habe ich mir näher angeschaut und beschlossen am Tag drauf mit einem großen Glas wieder zu kommen und welche zu pflücken.

Foto: Dominik Benz

Merkmale der echten Kamille

Es gibt Pflanzen, die der echten Kamille ähnlich sehen. Eine genaue Betrachtung ist also wichtig, wenn du sicher gehen willst, dass es sich um die Heilpflanze handelt.

  • Weiße Blüte
  • Typischer aromatischer und kräftiger Kamillenduft
  • Blütezeit etwa Mai bis September
  • bis etwa 50 cm hoch oder kleiner
  • Reich verzweigte Stängel
  • Zum Ende der Blüte hängen die weißen Zungenblüten nach unten
  • Der Blütenboden ist bei der Echten Kamille kegelförmig nach oben gewölbt (und nicht glatt und rund)
  • Meist an einem kargen Standort in der vollen Sonne

Ernte der Kamille

Kamille kannst du per Hand ernten und benötigst kein Werkzeug dafür.

Gepflückt wird sie, wenn sie voll aufgeblüht ist, dann ist der Gehalt an ötherischem Öl am höchsten. Pflücke bestenfalls Mittag an einem trockenen und warmen Tag wenn die Blüte voll geöffnet ist.

Brauchst nicht zaghaft auswählen: Es bilden sich immer neue Blütenköpfe und je mehr abgeschnitten wird, desto mehr kommt nach.

Kamille trocknen und lagern

Gerade wenn du Kamille nicht im eigenen Garten pflückst, sondern auf einer Wiese, empfehle ich dir die Blüten gleich mit klarem Wasser zu waschen. Schüttle sie anschließend vorsichtig aus.

Spätestens wenige Stunden nach dem Pflücken solltest du mit dem Trocknen beginnen. Lege sie dafür auf ein mit Zeitungspapier ausgelegten Backblech oder Tablett locker (nicht übereinander) aus und lege sie an einen warmen Platz. Wenn der Ort nicht windstill ist, solltest du ein feines Netz drüber legen. Je nach Menge und Witterung sind die Blüten nach ein bis zwei Tagen trocken. Prüfe, ob noch Feuchtigkeit im Blütenboden ist. Wenn alles ordentlich trocken ist, kannst du deine Kamille in ein luftdicht verschlossenes Gefäß geben und dunkel lagern.

Kamille verwenden

Die Echte Kamille mische ich in meine selbstgemachten Kräutertees oder trinke puren Kamillentee bei Erkältungen oder Halsschmerzen. Bei schnupfen inhaliere ich mische dafür Kamille mit Salbeiblättern. Manche verarbreiten die Blüten zu Tinkturen und Cremes, für Haarspülungen für blondes Haar und zur Seifenherstellung. Ich gebe auch gerne ein paar Blüten in die Badewanne oder verschenke Badesalz mit getrockneten Blüten.

Wie immer bei selbstgemachter Kosmetik ist Vorsicht geboten und auf Allergien zu achten. Die Linderung von Symptomen mit Heilpflanzen ersetzt keinen Arztbesuch. Geh zum (Haut-)Arzt, wenn du krank bist!

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