Plastik vermeiden mit #plasticfreejuly

Oft wird mir die Frage gestellt, wie man mit Zero Waste oder plastikfrei Leben anfangen kann. Nun gibt es da keinen allgemein gültigen Erfolgskurs aber zuerst zu gucken, was individuell anfällt, um darauf dann mit nachhaltigen Handlungen zu reagieren, ist ein praktischer Anfang. Diese Aktion kann dir helfen Plastik zu vermeiden: #plasticfreejuly.

Plastik vermeiden mit #plasticfreejuly

Wie der Name schon sagt, findet die Aktion den ganzen Juli lang statt.

Konsumiere ganz normal wie bisher und hebe aber deinen gesamten Plastikmüll auf – daheim, unterwegs, in der Arbeit.

Fortgeschrittene können einen Monat lang versuchen Einwegplastik komplett zu meiden.

Am Ende des Monats kannst du somit sehen, wie viel du angesammelt hast und vor allem was. So kannst du dein individuelles Konsumverhalten am Ende des Monats ganz einfach analysieren. Im nächsten Schritt kommt die Recherche nach Alternativen zu den mülllastigsten Produkten. Hier kann dir mein Blog weiterhelfen.

Übrigens: Es gibt bei dieser Challenge keinen Gewinner, das ist eher als Herausforderung zu sehen.

Mehr zu #plasticfreejuly gibt’s auf der Homepage der Initiative.

Blogger-Aktion auf AUF DIE HAND zu #plasticfreejuly

Da sich der Inhalt hier auf meinem Blog ohnehin um Müllvermeidung dreht, will euch während #plasticfreejuly dieses Jahr zusätzlich zeigen, wie vielfältig die nachhaltige Community ist und wie jeder von uns auf unterschiedliche Weise seinen Teil zu einer nachhaltigeren Welt beitragen kann.

Und darum habe ich befreundete BloggerInnen, YouTuber, SchülerInnen und Unternehmen gefragt, ob sie sich an meiner #plasticfreejuly Aktion beteiligen wollen. Im Juli werde ich auf AUF DIE HAND Artikel aller Beteiligten posten und die Aktion auf Instagram und Facebook begleiten. Jede*r von uns hat für dich einen Beitrag verfasst, der ein plastikfrei- oder zero waste Thema behandelt. Somit bekommt du nicht nur tolle Tipps und Einblicke, außerdem kannst du täglich neue Blogs/Social Media mit Mehrwert entdecken.

Die Beteiligten:

Laura von Cuddling Carrots

Charlotte und Anna von Grün wie Gras

Magdalena von Freeminded Folks

Steffi von Simply Plastic Free

Charlie von Sustainable Duo

Anja von Wilde Freude München

Severin von Precious Plastic Munich

Chrissi, Gründerin vom Ohne Laden

Hannah, Gründerin vom Ohne Laden und Zero Waste Munich

Nina von Clean Up Yogi

Kate von Zero Waste Kate

Die Gründer von Kushel

Nina von zerowaste_vegan_nina

Elle von Rioots

Lisana von Wilde Gartenküche

Anna von puristica

Ronja von Grün und Gloria

Florian, der Selbstversorger Rigotti

Verena von All my deer

Die Themen der verschiedenen Autor*innen, Youtuber, Instagramer*innen und Aktivist*innen kannst du im Juli auf meinem Blog entdecken. In Gastbeiträgen widmen wir uns gemeinsam dem Thema Plastik vermeiden und geben Tipps und Einblicke in unseren Alltag. Damit wollen wir dir zeigen, wie unterschiedlich die Möglichkeiten sind Plastik zu vermeiden und dass jede*r von uns eine andere Herangehensweise haben kann.

Ich freue mich sehr auf die Aktion und bedanke mich jetzt schon bei all den tollen Menschen, die meiner Einladung zu meiner #plasticfreejuly Aktion gefolgt sind.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Green Style Muc – drei Tage fair fashion in München

Veganes Leder, zirkuläre Mode, faire Arbeitsbedingungen, Naturkosmetik – einige Schlagwörter, die dennoch nicht ausreichen, um die Vielfalt der Green Style Muc umfassend zu beschreiben.

Meine Bloggerkollegin Mirjam von my-GREENstyle.com stellt nun schon zum zweiten Mal die fair Fashion Messe Green Style Muc auf die Beine, die diesmal im Isarforum stattfinden wird.

Sie hat über 30 Marken mit fairer Mode eingeladen, einige aus der Region und Deutschland, die ihre innovativen Produkte dort ausstellen und selber vor Ort sein werden, um über ihr Schaffen zu sprechen und die Materialien zu erklären.

Es gibt dazu auch ein tolles Programm, das zum Mitmachen, Zuhören und Mitdenken anregt.

Ich freue mich schon sehr darauf, dort einige tolle Powetfrauen aus ganz Deutschland wieder zu sehen, die sich alle für Nachhaltigkeit und faire Mode einsetzen.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Kushel – das europäische Handtuch mit Holz

Dieser Beitrag basiert auf einem PR-Sample, das ich von Kushel erhalten habe.

Viele große Bäume umgeben uns in Bayern. Alte Wälder, schon seit Jahrhunderten spenden sie Nahrung, Schutz und Heimat. Sie ermöglichen Biodiversität, bilden nachwachsende Rohstoffe, schirmen ab vor Wind, bewahren uns vor Erdrutschen und bieten Tier und Mensch oft eine Lebensgrundlage. Seit unserer Kindheit sind uns die Märchen bekannt, in denen sich Kinder und Prinzessinnen im Wald verirren, ausgesetzt werden und von Wölfen oder Zwergen gefunden werden. Und vor allem: Wir setzen noch heute einen Fuß in den Wald und erleben den Luxus diese Geschichten mit etwas Fantasie nachvollziehen zu können. Der dunkle, mystische Wald. Die lichtdurchfluteten Lichtungen.

Umso erstaunlicher ist es, dass trotz aller lokaler Verbundenheit mit unseren Bäumen die emotionale oft nicht vorhanden ist, geschweige denn die ökologische Haltung. Derzeit entflammt in München die Diskussion die alten Bäume an der Eisbachwelle zu fällen. Aktives Baumsterben, und wofür? Nur damit die sechs Spuren der Straße auch während einer Baustelle erhalten bleiben. Autos über Bäume? Umweltverschmutzende Mobilität inmitten der Stadt geht über die Pflanzen, die nicht nur das Münchner Stadtbild prägen, sondern dabei auch noch für frische Luft sorgen? Zu dumm, dass sie nur für frische Luft sorgen. Würden Bäume WLAN spenden, würde sie wohl keiner fällen wollen.

Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren. Der zweitbeste ist jetzt.

„Better late than never“, schreibt Kushel auf seiner Homepage. Kushel ist ein Hamburger Heimtextilienunternehmen, dass zum Ziel hat, die erste CO2-positive Firma seiner Art zu werden. Wie sie das anstellen wollen? Für jedes verkaufte Handtuch pflanzen sie innerhalb der folgenden sechs Monate nach dem Kauf zwei Bäume, je nach Saison. Diese werden mit Kushels derzeitigen Partnern bald in Afrika (Partner: Trees fort he future), Mexiko (Partner: Plant for the planet) und Deutschland (Partner: Klimapaten Pflanzaktion) wurzeln. Kushel möchte damit dem Klimawandel entgegenwirken, die Umwelt wiederherstellen und eine grünere Zukunft für künftige Generationen mitgestalten. Finanziell soll sich dieser Aufwand über Social Media und die Website decken.

Dass besonders die Textilbranche meist mit sehr umweltschädlichen Methoden arbeitet, ist kein Geheimnis. Diese Branche ist stark von der Globalisierung der Märkte geprägt, sodass alle Produktionsstufen auf der ganzen Welt hohe Umweltbelastung und -verschmutzung verursachen. Besonders belastend ist für die Umwelt der Anbau und Produktion der Rohfasern und die Textilveredelung (Färben, Bleichen, Imprägnieren und ähnliches). Zudem wird ein hoher Energieaufwand betrieben, um alle Produktionsstufen durchzuführen und um das Textil nach jedem Arbeitsschritt zum nächsten Verarbeitungsort zu schiffen. Kushel stellt sich dieses Problemen und will beweisen, dass es möglich ist als nachhaltiges Unternehmen umweltverträgliche Textilien herzustellen.

kushel foto

Die Rohstoffe der Kushel Handtücher stammen aus nachhaltigem Anbau:
Die Bio-Baumwolle der Handtücher wird in der türkischen Ägäis kultiviert. Nicht nur ist sie GMO-frei, ohne den Einsatz chemischer Pestizide oder künstlichem Dünger, außerdem wächst sie mithilfe einer wassersparenden Bewässerungstechnik.
Tencel, die in Österreich aus Holz produzierten Fasern, stammen aus wiederaufgeforsteten Wäldern aus Europa. Das Holz ist zertifiziert und kontrolliert nach FSC und/oder PEFC Standarts. Die Herstellung des Handtuchs erfolgt in Portugal und ist REACH-kompatibel. Die Farbstoffe sind vegan und das Abwasser wird an Ort und Stelle geklärt.

Das daraus entstehende Handtuch ist besonders weich, sehr saugstark und ungefährlich im Kontakt mit der Haut.

Soweit der Plan.

kushel

Um nun mit dem Projekt durchstarten zu können, ist das kleine Hamburger Startup Kushel nun seit Sonntag auf Kickstarter. Falls auch du Teil der Textilrevolution sein möchtest, kannst du mit deiner Vorbestellung von Handtüchern oder Baumspenden auf Kickstarter das Projekt unterstützen.

Hier geht es zur Kickstarter Seite.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

RIOOTS against fast fashion

„Steck mal ne Hand in die Bauchtasche.“ Klick! „Kannst du mal den Zopf zur Seite tun, bitte? Sonst sieht man unser Logo nicht.“ Klick! „Zieh als nächstes doch das weiße Shirt an, davon haben wir mehrere.“ Klick! Klick

Wer das Haus von Felix‘ Eltern in einem Wohngebiet in Eichenau, einem Münchner Vorort, betritt, der findet nicht immer beschauliche Wohnzimmerathmosphäse vor. Heute sind die Möbel zur Seite gerückt, Papas Leiter aus dem Keller steht als Kamera-Stativersatz mitten im Raum und die Bilderrahmen wurden für einen neutralen Bildhintergrund von der Wand genommen. Durch den Raum stacksen halbnackte hippe junge Menschen über volle Wäschekörbe und Klamottenstapel und bedienen sich an der Kleiderstange. Sie streifen sich Tanktops, Shirt und Hoodies in allen Farben über und treten nacheinander vor die Leiter – pardon, das Kamerastativ – und lassen sich abknipsen.

Zuerst von vorne und dann die Rückenansicht, denn alle Details sollen später im Online-Shop von der Marke RIOOTS auf den Fotos zu erkennen sein.

RIOOTS, das sind Elle und Felix. Ein junges Paar, das den Mut hat kreativ gegen die Fast Fashion Industrie zu rebellieren. Giftige Chemikalien, Kinderarbeit, miserable Löhne, einstürzende Produktionsgebäude – diese Zustände charakterisieren die Fast Fashion Industrie. Doch haben Elle und Felix durch das Wissen über diese Fakten nicht nur ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragt und umgewälzt, sie organisieren einen Aufstand! Gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen, gegen das Gift in der Natur, gegen die Gleichgültigkeit und das Wegsehen. Gegen diese mächtige Modeindustrie stellen sich die jungen Unternehmensgründer mit ihrer meinungsstarken Marke RIOOTS. Das zeigt sich zuallererst im Namen: Er leitet sich ab von den englischen Wörtern riot (Aufstand) und roots (Wurzeln).

RIOOTS schafft Neues und verwendet dabei ausschließlich Textilien aus zweiter Hand. Darauf wird per Siebdruck eines der Motive von RIOOTS von Hand aufgetragen. Ausrangierte Stücke bekommen sie aus dem Freundeskreis, Second Hand Stores, Flohmärkte und Kleiderkreisel. Die Textilien werden gewaschen, nach Größe, Art, Farbe und nach Zustand sortiert. Kleine Löcher werden per Hand repariert und was nicht zu retten ist, wird für Probedrucke verwertet. Was bei anderen Marken daraufhin ausgedient hat und als Müll entsorgt wird, hat bei RIOOTS einen zweiten Zweck, denn auf die Stoffreste drucken die Unternehmensgründer ihren Schriftzug und die Größen, die sie später innen und außen im Nacken auf ihre Produkte nähen.

Elle (22), Hotelfachfrau und Int. Development Studies-Studentin.

Felix (22), Physikstudent an der LMU und Fachberater im örtlichen Bioladen

Elle und Felix machen bei RIOOTS alles selbst, vom Praktikanten bis zur Geschäftsführerin. Beide sind Freunde von Nachhaltigkeit, Natur und dem Boardsport und leben sich zu diesen Themen auf ihren Kleidungsstücken kreativ aus. Ihre Motiv sind alle unisex. Neben ihren Schriftzügen, einer in Handschrift-Optik und einer in strenger Typografie, haben sie bisher ein Dreadhead-Profil mit Blume im Mund und ein anatomisch gezeichnetes Herz aus dem Blüten rauswachsen.

Um die per Hand überarbeiteten Unikate für den neuen Online-Shop abzulichten, haben Elle und Felix einige Freunde zu einem Shooting eingeladen. Der Style ihrer Freunde ist bunt gemischt, eher dynamisch und sportlich. So ist auch ihre Zielgruppe. Hauptsächlich kaufen Freunde bei ihnen ein, Bekannte vom Boarden und Umweltaktivisten, die online auf RIOOTS aufmerksam werden.

Gina Merkl gehört ebenfalls zum Freundes- und Kundenkreis.

Online Bestellungen führen bei gängigen Shops oft zu viel Verpackungsmüll. Nicht so bei RIOOTS: Sie verwenden immer gebrauchte Kartons wieder, die sie zum Beispiel von Kleiderspenden oder Bestellungen auf Kleiderkreisel haben. Und beim Versand verzichten sie auf Plastik. „Es kommen zu fast jeder Bestellung allerdings Sticker, auch von anderen Marken aus der Region, aus der Skate- und Snowboardszene oder gegen Kapitalismus oder so dazu, die eventuell Plastik enthalten können.“, sagen sie. „Die Sticker, die wir selbst designen bestehen aber nur aus Papier.“ Um Verpackung, Versandkosten und Ressourcen zu sparen, holen sich einige Kunden die Unikate auch bei Felix oder Elle persönlich ab und können dadurch auch die Kleidung anprobieren.
So entwickelt sich das Shooting im Wohnzimmer von Felix‘ Eltern auch noch zu einem kleinen Basar. Kleidung, die eigentlich für den Shop fotografiert werden soll, gefällt manchen Models auf Anhieb so gut, dass sie sie behalten wollen und anfangen um Mengenrabatt zu feilschen.

Beim Boarden für Elle nicht mehr wegzudenken: Die eigene Bekleidungsmarke zum Warmhalten!

Den Unternehmensgründern ist bewusst, das faire Mode teuer ist und für manche zu teuer. Ihre Preise wollen sie möglichst niedrig halten, was auch mithilfe von Kleider-, Farb- und Stoffspenden möglich ist, vor allem aber einer von vielen positiven Aspekten gebrauchter Kleidung. „Günstige Secondhand Mode statt überteuerter Neuware – so bleibt dann vielleicht auch der ein oder andere Euro für Einkäufe bei Fairtrade Labels, wenn es dann doch einmal etwas Neues sein soll.“, hoffen die beiden. Sie regen mit ihren upcycleten Textilien zum Nachdenken an über die irrsinnigen Mengen bereits vorhandener Kleidung der Fast Fashion Industrie und über die bekannten Bedingugen unter denen sie hergestellt werden. Die Idee von RIOOTS wurzelt hier und der Aufstand von Elle und Felix hat durch Gründung ihrer eigenen Marke begonnen!

Du findest RIOOTS hier:

Homepage und online Shop

Instagram

Facebook

Props an meinen Bruder, der im Sommerurlaub dieses Foto von mir mit meinem RIOOTS Pulli gemacht hat! <3

Dieser Beitrag kam zustande, da die beiden auf mich zugekommen sind und gefragt haben, ob ich auf meinem Blog nicht Werbung für ihr Unternehmen machen könnte. Das mache ich sehr gerne, denn die beiden haben was richtig tolles gegründet! Die Werbung ist unbezahlt und auch meinen Pulli habe ich mir beim Shooting im Frühjahr selbst gekauft.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Waschmaschinenpulver für weiße Wäsche

Meine dunkle und bunte Wäsche wasche ich mit Efeu oder Kastanien. Für weiße Wäsche ist das allerdings nicht geeignet, da sie sich verfärben könnte oder mit der Zeit zumindest einen Grauschleier bekommen würde.

Auf Smarticular bin ich durch den Tipp einer Freundin auf das Ökologische Waschpulver aus eigener Herstellung gestoßen und habe es erstmal so gemacht, wie es drin steht. Für das harte Münchner Wasser habe ich das Mischverhältnis etwas angepasst.

⚠Beim Umgang mit Zitronensäure immer vorsichtig sein und nichts in die Augen und Schleimhäute kommen lassen.
⚠ Aufwirbelung der feinen Zutaten vermeiden.
⚠ Aufwirbelung nicht einatmen.

In ein großes Schraubglas folgende Zutaten geben:
50 g geraspelte Kernseife (mit einer Küchenreibe fein reiben)
50 g Spülmaschinensalz (ich nehme das feine von Domol)
75 g Waschsoda-Pulver
75 g Natron
75 g Zitronensäure

Schraubglas schließen und gut schütteln.

Für eine Trommel weiße Wäsche einen Esslöffel in das Waschmittelfach geben.
Optional: Für Duft ätherische Öle ins Fach dazu tropfen. Nicht vorher ins Schraubglas, da Flüssigkeit zu einer vorzeitigen Reaktion mit der Zitronensäure führt und die Waschwirkung mindert. Achte darauf, dass du die Öle verträgst und sie für das Grundwasser unbedenklich sind.

⚠ Nicht für tierische Fasern wie Wolle und Seide geeignet.

Hartnäckige Flecken behandle ich mit etwas Wasser, Kernseife und einer alten Zahnbürste vor.

Mein Waschpulver hat bei dem letzten Glas nach einer Weile das Klumpen angefangen und das Pulver wurde ziemlich hart. Um das diesmal zu vermeiden, habe ich einen Esslöffel Reis in einem Stoffsäckchen dazu gegeben.

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Wäsche waschen mit Efeu

Wäsche waschen mit Kastanien

Spülmaschinenpulver (mit den gleichen Zutaten wie hier) selber mischen

​Jutebeutel platzsparend falten

Um nie wieder auf Plastiktüten oder sonstige Tragetaschen angewiesen zu sein, ist es sehr praktisch immer einen Beutel dabei zu haben.
Damit der nicht viel Platz in der Handtasche braucht, sich nichts verknotet oder an anderen Dingen hängen bleibt, falte ich den Beutel gleich nach Benutzung so wie in dem Video und stecke ihn zurück in die Handtasche oder den Rucksack.

Am 3. Juli ist international plastic bag free day und außerdem ist den ganzen Juli die plastic free july challenge.

🛍

Der Beutel ist von Verfallderjugend. und erhältlich bei Subkultur e.V.

🛍

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Zero Waste Einkauf im gängigen Supermarkt

Verpackungsfrei einkaufen beim Metzger

Essen to go im eigenen Behälter holen

Plastikfreier Juli

Seit einigen Jahren gibt es die Initiative plastikfreier Juli, von der ich vir einiher Zeit bei Eco Boost zum ersten Mal gehört habe.

Das Ziel dieser Initiative ist, ein Bewusstsein für die gigantischen Mengen an Plastikmüll zu schaffen und als Konsequenz daraus vor allem den Verbrauch von Einweg-Plastik zu minimalisieren.

Wieso blogge ich dazu?

Klar, als Zero Waster lebe ich ja jeden Monat plastikfrei. Dennoch werde ich die plastic free july challenge mitmachen und hier dazu schreiben (mehr zur Challenge weiter unten).

Wieso ich müllfrei, vor allem plastikfrei leben möchte, hat einige Gründe:

Plastik wird nicht aus einem nachhaltigen Rohstoff hergestellt, konkret aus Erdöl.

Deswegen ist Plastik nicht per se schlecht. In vielen Bereichen macht es durchaus Sinn, in der Medizin beispielsweise. Doch besonders verarbeitet als Einweg-Plastik, das nur wenige Sekunden oder Minuten in Benutzung ist, ist es unfassbar schädlich. Vom Abbau, Herstellung bis zur Entsorgung.

Ja, es kann downcycelt werden, doch denken wir mal an das Rührstäbchen beim Kaffee zum Mitnehmen – umrühren, wegwerfen und zwar in den Restmüll. Da wird nix recycelt, sondern verbrannt oder andernorts in die Mülldeponie geworfen.

Plastik wird nicht abgebaut, sondern es zerfällt in kleine Bestandteile, sogenanntes Mikroplastik.

Als solches, erschreckender Weise aber auch als ganze Tüten, to go Becher/Besteck, Strohhalme usw. , landet es in der Umwelt. Wenn oft auch versehentlich, müllt es die Städte zu und verschmutzt die Natur.

Dort landet es auch in den Seen, Flüssen und letztendlich im Meer.

Selbstverständlich landet es also in der Nahrungskette und somit wieder bei uns. Tiere und Pflanzen sind betroffen.
Das sind keine neuen Infos und dennoch bleiben viele Konsumenten bei ihren alltäglichen Entscheidungen. Die Challenge ist somit eine Einstiegmöglichkeit in einen nachhaltigeren Lebensstil. Für „Fortgeschrittene“ bietet sie die Möglichkeit den eigenen Konsum zu reflektieren und sich Details zu widmen, die noch zu optimieren sind.


Was ist nun die plastikfreier Juli Challenge?

Challenge ist vielmehr als Herausforderung als als Wettbewerb zu verstehen.

Es gibt keinen Gewinner außer dich selbst.

Versuche den ganzen Juli lang Plastik zu meiden. Für „Anfänger“ vor allem Einweg-Plastik – take away Boxen, Einkaufstüten, to go Becher, Strohhalme, in Plastik verpackte Obst und Gemüse.

„Fortgeschritte“ und richtig Motivierte können versuchen verpackungsfrei einzukaufen, auch Nudeln, Reis, Putzmittel, Produkte im Bad usw. In immer mehr Städten öffnen Unverpackt-Läden, die es sehr einfach machen Plastik einzusparen.

Alles Plastik, dass du nicht vermeiden konntest, sammelst du, schmeißt also kein Plastik weg, sondern bringst es heim.
Teile gerne mit einer Nachricht, einem Kommentar, einem Foto deine Erfahrung mit mir.

Auch ich werde meinen Plastikmüll im gesamten Juli sammeln und dann hier zeigen. Das wird sicher nicht viel, denn vieles ist schon zur Gewohnheit geworden.

Wie fange ich an plastikfrei zu leben?

  • Leitungswasser trinken und in eigene Flasche abfüllen
  • Jutebeutel gefaltet in der Tasche dabei haben und keine Plastiktüte brauchen
  • Eigene Verpackung für to go Produkte mitnehmen (Thermobecher, Brotdose, Boxen, Schraubgläser)
  • Set Besteck/Essstäbchen, einen Metallstrohhalm und eine Stoffserviette in die Tasche stecken
  • Verpackungsfrei einkaufen (geht für vieles auch ohne verpackungsfreiem Supermarkt)
  • Auf ungesunde Kosmetik mit Mikroplastik verzichten
  • Zahnbürste aus Bambus ausprobieren
  • Anfangen Dinge selber zu machen
  • Mit Oma und den Eltern reden und sie nach Hausmittelchen, Tipps und Tricks fragen
  • Und vieles mehr. Scrolle gerne durch meinen Blog und probiere aus was dich anspricht und sich in dein Leben integrieren lässt.

Du kannst dich auch bei plasticfreejuly.org umsehen und unter dem Reiter living plastic free weitere sympathisch aufbereitete Ideen finden.

Viel Spaß und Erfolg!

#plasticfreejuly


Weiterlesen auf Auf die Hand:

#plasticfreejuly Ergebnis 2017

Mein Plastikmüll von einem Jahr

Mein Metallmüll von 1,5 Jahren

Wäsche waschen mit Efeu

Du suchst nach einem ökologischen und günstigen Waschmittel,  das leicht zu bekommen ist?

Verwende Efeu!

Wie bitte?

Ja, richtig gelesen. Efeu gibt es gratis an jeder zweiten Hauswand und es wächst sehr schnell. Pflücke 20 bis 30 Blätter an und gib sie in einem Wäschesäckchen oder einer verknoteten Socke mit in die Trommel. Anstatt kannst du die Blätter über Nacht auch in etwa 300ml Wasser legen und dann das Efeu-Wasser ohne Blätter als Flüssigwaschmittel verwenden.

Wie wird die Wäsche mit Efeu sauber?

In Efeu sind Saponine. Die wirken wie Seife, das Prinzip ist das gleiche: Die Saponine verringern die Oberflächenspannung des Wassers, sodass dieses in die Fasern der Kleidung eindringen und den Schmutz lösen kann.

Die gewaschene Wäsche riecht nach nichts, sodass das Efeu-Waschmittel auch für sensible Haut, für Kinder und Allergiker geeignet ist. Falls die saubere Wäsche duften soll, kannst du ein paar Tropfen ätherische Öle ins Waschmittelfach geben. Achte dabei darauf, dass du das Öl verträgst und dass es für die Natur unbedenklich ist.

Falls ein fieser Fettfleck auf einem Kleidungsstück ist, kannst du den mit einer festen Seife kurz vorbehandeln. Einfach kurz nass machen, die Seife drauf reiben, eventuell mit einer kleinen Bürste kurz einarbeiten und das Kleidungsstück in die Waschtrommel geben.

Saponine sind auch in Kastanien enthalten, mit denen du deine Wäsche ebenfalls gratis und ökologisch waschen kannst. Wie das geht kannst du hier nachlesen.

Ein Zeichen gegen „fast fashion“ #whomademyclothes

Weltweit setzen User mit dem Hashtag #whomademyclothes während der Fashion Revolution Week vom 24. bis zum 30. April in dem sozialen Medien ein Zeichen gegen fast fashion.

Eines der wenigen neu gekauften Teile in meinem Schrank: ein weißes Shirt von Enna (enna-naturmode.com)

Besonders die weltweite Selfie-Kampagne trägt diesen hashtag, in der Menschen ihre Kleidung auf links tragen und das Label zeigen.
Die Aktion fordert mehr Transparenz entlang der globalen Lieferketten mit dem Ziel die Arbeitsbedingungen der Menschen zu verbessern, die die Kleidungsstücke produzieren.

Welche schrecklichen Auswirkungen der globale Klamottenkonsum haben kann, wurde den Käufern durch die Berichterstattung über den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza bei Bangladesch am 24. April 2013 gezeigt, bei dem 1134 Menschen starben. In Erinnerung an dieses Ereignis ist der 24. April fashion revolution day und somit der Start für die fashion revolution week, während der auf die schlechten Arbeitsbedingungen und die Missstände in der Mode- und Textilindustrie aufmerksam gemacht wird.

Katastrophale Arbeitsbedingungen

Neben den furchtbaren Arbeitsbedingungen in Bangladesch, Pakistan, Sri Lanka, Indien, China und vielen weiteren Ländern, ist dort auch der bauliche Zustand der Fabriken katastrophal. In den maroden und baufälligen Gebäuden arbeiten die Menschen für einen Hungerlohn, leben teilweise an ihrem Arbeitsplatz auf engstem Raum, sind hoher Chemie-Belastung durch die Textilien ausgesetzt, atmen ständig die feinen Fasern ein und es kommt nicht selten zu Einstürzen und Bränden.

Gewaltige Umweltschäden

Größtenteils stammt Kleidung aus Asien und bei der Produktion fehlt der Umweltschutz. Die Umweltschäden sind enorm: Seen, Flüsse und das Meer sind mit Giftstoffen der Textilfabriken verschmutzt. In Böden und Pflanzen reichern sich die Chemikalien an. Dadurch gelangen die Gifte selbstverständlich in das Trinkwasser und in die Nahrungskette.

Puls erklärt in diesem Video die Probleme durch fast fashion:
https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FPULS%2Fvideos%2F10154516586110686%2F&show_text=0&width=400

Was kann ich tun und wie shoppe ich nachhaltig?

Mein Selfie rettet nicht die Welt, schon klar.

Doch ich kann mit meinem Konsumverhalten einen Einfluss auf die Bedingungen haben, besser gesagt: Wir können das.

Zunächst stellt sich die Frage, ob ich tatsächlich alle paar Monate, Wochen, Tage ein neues Outfit brauche. Das ständige Shoppen gehen und alle drei Monate neue fast fashion Kollektionen gehen Hand in Hand. Vor allem unnütz sind die cheepen und mangelhaften Kleidungsstücke, die ohnehin nur wenige Male tragen und waschen aushalten.

Wie in allen Bereichen stellen sich folgende Fragen:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Brauche ich es jetzt?
  • Kann ich eine ökologische Version finden?
  • Tut es auch ein Second Hand Stück?

Flohmärkte und Apps wie Kleiderkreisel bieten eine enorme Auswahl an individuellen Einzelteilen aber vor allem auch ganz normale neuwertige Produkte. Klar bleibt es auch second hand das selbe Produkt, doch wird es nur einmal hergestellt, etikettiert, verpackt und transportiert. Außerdem ist es deutlich günstiger und mit dem „In der Nähe“-Filter der Apps, kann das Produkt direkt abgeholt werden.

Beim Selbermachen kann beim Kauf des Stoffs und der Wolle auch auf Qualität geachtet werden und bei der Anschaffung wirklich neuer Sachen, da gibt es immer mehr Unternehmen, die transparent, möglichst lokal und fair arbeiten.

Zu guter Letzt: Auf Kleidung gibt man Acht, Löcher werden geflickt, Knöpfe wieder angenäht, Schuhe repariert der Schuster, Kleidung umändern kann der Schneider.

Das hat wirklich Style!

<3

Kork-Geldbeutel second hand über ebayKleinanzeigen gekauft 

Was interessiert euch mein neuer Geldbeutel, könnte man meinen. Meint man auch. 🙂 

Warum ich diesen Blogeintrag schreibe, liegt zum einen am Material. Zum anderen an dem „Laden“: ebayKleinanzeigen. 
Kork

Kork ist ein natürliches und nachwachsendes Material, das außerdem sehr robust ist. Der Geldbeutel kommt ohne Plastik aus und ließe sich im Prinzip, nach Entfernung des Innenfutters und des Reißverschluss kompostieren.
EbayKleinanzeigen 

Warum die ebayKleinanzeigen für einen müllfreien Konsum so praktisch sind:
Wenn etwas nicht mehr reperabel ist und die Anschaffung eines Ersatzes notwendig scheint, dann stellt sich meist heraus, dass es nicht sofort und unmittelbar ausgetauscht werden muss. Das allein ist schonmal eine schöne Erkenntnis.

Falls man dann feststellt, dass man ohne einen Ersatz eigentlich auch ganz gut leben kann, braucht auf einmal gar nichts mehr gekauft werden.

Falls aber doch, hat man auch die Zeit sich second hand danach umzusehen. Zielstrebiger als auf dem Flohmarkt und zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit lässt sich das prima auf ebayKleinanzeigen machen.

Der dort gesuchte und hoffentlich gefundene Gegenstand wurde nicht extra „für mich“ hergestellt.

Im Gegenteil, hier möchte jemand etwas loswerden, dass er nicht braucht.

Oft ist es unbenutzt.

Außerdem immer günstiger als im Handel.

Besonders durch die Umkreis-Suche spart man den Versand und die Verpackung ein. Und wenn doch etwas verschickt wird, lässt sich um minimalistische plastikfrei Verpackung bitten.