Zero Waste Camping – 5 Tipps und Packliste

Zero Waste Camping ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Immerhin zelten wir in der Natur oder auf einem Campingplatz und leben in diesem Urlaub viel näher mit der Natur zusammen, als wir es sonst zuhause könnten. Da verbietet sich schon im Kern diesen Ort vollzumüllen oder lauter Einwegplastik mitzunehmen.

Zero Waste Camping Packliste

Regelmäßig gehe ich auf Festivals oder im Urlaub campen. Darum hat sich auf meinem Handy mit den Jahren eine Zero Waste Camping Packliste angesammelt. Damit du meine Packliste auch nutzen kannst, habe ich sie dir hier zu einem pdf zusammen gefasst.

In den letzten Jahren steigen immer mehr Campingplätze – und sogar Festivals – auf den nachhaltigen Zug auf. Einige Plätze haben Klospülungen mit Regenwasser, achten auf den Schutz der Natur auf und rund um den Platz und bieten inzwischen vor Ort Recycling an. Letzterer Punkt sollte als Hilfestellung für den anfallenden Müll verstanden werden, nicht als Ausrede, um Müll wie bisher zu produzieren. Denn der beste Müll, ist der, der garnicht erst entsteht. Darum folgen jetzt 5 Tipps für ein Zero Waste Camping!

1. Campingplatz

Sucht euch vorab einen Campingplatz, der auf ökologische Aspekte Wert legt. Falls ihr so einen in deiner Wunschgegend nicht finden könnt, liegt es an euch, klimafreundlich zu planen und entsprechend vorbereitet zu sein.

Was ist am Campingplatz erlaubt? Dürft ihr dort Feuer machen, grillen mit einem Gaskocher? Kann man das Wasser dort trinken und zum Kochen verwenden? Klärt sowas am besten voher ab, um beispielsweise zu wissen, ob ihr Wasser mitbringt oder welchen Grill/Kochstation ihr einpackt.

2. Campingausrüstung

Achte darauf, dass du langlebige Campingausrüstung nutzt. Ein günstiges Zelt ist zwar vielleicht billig, doch ebenso ist meist die Verarbeitung. Wenn du dir für diesen einen Urlaub kein gutes Zelt zulegen willst, leih dir eins von Freund.innen. Gleiches gilt für Campingstuhl, ein guter Rucksack oder andere Dinge, die du eventuell nicht zuhause hast.

Es muss auch alles nicht fancy sein – nutze am besten was du hast – aber die Ausrüstung sollte zumindest Regen und Wind aushalten, ohne, dass dir deine Bude um die Ohren fliegt und du nass wirst.

Sollte doch mal was kaputt gehen, repariere dein Material. Damit sparst du nicht nur Geld, sondern du sparst auch Ressourcen.

3. Überlege dir, was und wie du essen wirst

Je nachdem, ob Feuer oder Gas erlaubt ist, musst du auch überlegen, was du dort zubereiten kannst. Manche Lebensmittel wirst du eventuell schon mitbringen, andere vor Ort kaufen. Welche Läden gibt es vor Ort, kannst du unverpackt Einkaufen gehen? Es lohnt sich immer einen Jutebeutel und Boxen mitzunehmen, um Tüten oder Verpackungen einsparen zu können.

Wichtig ist auf jeden Fall ein gutes Messer. Denke auch an wiederverwendbare Teller, Besteck und Becher. Auch hier: Nutze was du hast. Es kann auch der bunte Plastikbecher aus Kindertagen sein, wenn du den noch hast. Du musst dich nicht mit glänzenden Edelstahl-Gadgets ausstatten, nur weil du jetzt Zero Waste Camping machst. Es ist nachhaltiger das Zeug aufzubrauchen und zu nutzen, dass du bereits zuhause hast, als dass du neues Zeug kaufst.

4. Packe deine Hygiene-Produkte mit Bedacht

Schminke, Haarschaum, Lockenstab und dein halbes Badezimmer? Ich hole hier garnicht lange aus… Packe nur das nötigste ein. Alles andere ist beim Camping überflüssig. Entweder wirst du es nicht benutzen oder es nimmt dir im Zelt oder Camper zu viel Platz weg, der zum Trocknen von Kleidung oder Verstauen von Lebensmitteln viel wichtiger ist.

5. Finde Alternativen zu Einweg-Plastik und -müll

Einwegprodukte erwecken schnell den Eindruck, dass sie ja total praktisch seien und damit unverzichtbar beim Zelten. Aber falsch gedacht. Zu transportieren sind sie trotzdem, halten aufgrund ihrer Funktion nicht lange und um die Entsorgung musst du dich auch noch kümmern.

Wenn dir also Dinge auffallen, die nach kurzer Benutzung zu entsorgen sein werden, überlege dir vorab eine müllfreie Alternative.

Beispielsweise: Normales Besteck statt Plastikbesteck, Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie, Edelstahlstrohhalm statt dem aus Kunststoff, Thermosflasche statt Plastikwasser, gute Luftmatratze statt Plastikkrokodil und so weiter.

Zero Waste Camping Packliste

Möglicher Weise sind bei deinem ersten Zero Waste Camping Urlaub nicht alle Dinge dieser Packliste für dich umsetzbar. Und das macht gar nichts! Lieber setzt du einige Punkte bewusst um, als dass du dir mit Perfektionismus den Urlaub verdirbst.

Gerne kannst du mich auf deinen Zero Waste Camping Fotos auf Intsagram mit @aufdiehand.blog markieren und mich an deinen Erfolgen teilhaben lassen.

Die Erfahrung kommt mit der Zeit und vielleicht wirst du einige Dinge von meiner Liste auch überhaupt nicht brauchen. Oder andere Sachen für Kinder zum Beispiel, die nicht drauf stehen. Versuche darum vorab mit deiner Urlaubsgruppe – Freundin, Familie, Buddies – über den Versuch eines nachhaltigen Urlaubs zu reden. Wenn alle an einem Strang ziehen und es gemeinsam zumindest versuchen, könnt ihr bei einer Tüte Ausnahme-Chips auch gut über den angefallenen Müll lachen.

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