Nachhaltige Rasur – einfach und plastikfrei!

Dieser Artikel über die nachhaltige Rasur ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Foto: Grün wie Gras

Wir sind Charlotte und Anna, zwei Schwestern, die sich auf dem Blog Grün wie Gras mit dem Thema Nachhaltigkeit, Zero Waste, Minimalismus, faire Mode, Naturkosmetik und allem was einen grünen Lifestyle ausmacht beschäftigen.

Rasieren ist für viele von uns – ob Mann oder Frau – eine tägliche Routine. Haare an den Beinen, Haare im Gesicht, Haar … ihr wisst, worauf wir hinaus wollen! Doch die Rasur bringt ein Meer an Müll, besonders Plastik, mit sich. Herkömmliche Rasierer bestehen aus Plastik, sind nochmals darin verpackt und die Klingen zum Wechseln sind ebenfalls – ihr könnt es erraten – aus Plastik. Der Rasierschaum kommt in einer extra Dose und die Creme für danach ist ebenfalls sicher in ihrer Verpackung verwahrt. Für uns ist das einfach zu viel Müll!

Doch Rettung naht! Für die nachhaltige Rasur braucht es nicht viel. Man kann mit wenigen Änderungen sehr viel Müll – und auch Geld – gespart werden! Die Umstellung beginnt bereits beim Rasierer selbst. Anstelle eines herkömmlichen Rasierers benutzen wir seit Jahren den sogenannten Rasierhobel oder auch Safety Razor. Wir rasieren mittlerweile beide mit dem Nobelisk Premium Rasierhobel. Mit einem Preis von ca. 25€ ist die Anschaffung nicht ganz günstig, aber die Folgekosten sind dafür sehr gering. Die einfachen Klingen, die für den Rasierhobel genutzt werden, kosten wenige Cent und sind meistens minimal verpackt (oder bereits in Unverpackt Läden erhältlich).

Eine Rasur nur mit Rasierer ist jedoch keine schöne Angelegenheit! Wir rasieren uns immer direkt unter der Dusche und nutzen dazu nur Wasser, Seife und den Rasierhobel. Durch den Seifenschaum gleitet der Rasierer gut über die Haut und diese wird weniger irritiert. Doch für manchen reicht der Schaum einer normalen Seife für eine angenehme Rasur nicht aus. Deshalb gibt es unter anderem von der Firma Klar Seifen eine spezielle Rasierseife – für Männer und Frauen jeweils in verschiedenen Sorten. Das Produkt lässt einen festeren Schaum entstehen, der die Rasur erleichtert. In Sachen Verpackung hat die Rasierseife zudem die Nase ganz weit vorne! Die Seife wird in einer Metalldose geliefert. Zum Nachfüllen gibt es eine einfach verpackte Nachfüll-Seife und die Dose muss nicht erneut gekauft werden. Weniger Müll und das Produkt ist sehr langlebig.  Zur Rasur nehmen wir die Rasierseife einfach aus ihrer Dose und schäumen sie direkt auf der zu rasierende Stelle auf. Wer möchte kann die Seife aber auch in der Dose mit einem Rasierpinsel aufschäumen.

Nach der Rasur in der Dusche ist für uns Bodylotion ein Muss! Eine hochwertige Bodylotion oder ein Bodyöl von Naturkosmetikfirmen wie Weleda oder Dr. Hauschka gibt der Haut Feuchtigkeit und macht sie streichelzart. Wer sich eine Bodylotion nach den eigenen Wünschen zusammenstellen möchte, kann diese auch sehr gut selber herstellen! Dafür braucht man nur wenige Zutaten:

  • 65g Kokosöl
  • 65g Sheabutter
  • 15g Kakaobutter
  • 15g Öl (deiner Wahl)

Alle Zutaten zusammen im Wasserbad erhitzen, bis sie sich im flüssigen Zustand verbunden haben. Dann den Topf aus dem Wasserbad nehmen und abkühlen lassen (am besten in der letzten Phase im Kühlschrank). Wenn alles wieder fest ist, wird die Creme mit dem Rührgerät „schaumig“ geschlagen, damit eine lockere Konsistenz entsteht, die sich leicht auf der Haut verteilen lässt. Die Creme lässt sich sehr gut in einem verschließbaren Glas im Badezimmer aufbewahren. Eine nachhaltige Pflege ist wichtig für die nachhaltige Rasur.

Besonders Frauen haben beim Umstieg auf den Rasierhobel Angst vor Verletzungen. Doch wir können euch beruhigen. Natürlich hat auch der Rasierhobel eine scharfe Klinge, an der man sich schneiden kann. Doch wer vorsichtig rasiert, wird sich nicht verletzen beziehungsweise nicht mehr als mit einem herkömmlichen Rasierer. 

Generell sollte man jedoch auf folgende Punkte achten: Der Rasierhobel rasiert mit nur einer Klinge (die auf beiden Seiten des Rasierers genutzt werden kann), die direkt über die Haut gleitet. Vor der Rasur sollte die Haut gut nass sein und der Schaum einer Seife oder Rasierseife aufgetragen werden. Der Rasierhobel darf nicht zu stark aufgedrückt werden, lasst das Gewicht des Rasierhobels die Arbeit machen. Außerdem gilt es den richtigen Winkel für das Aufsetzen des Rasierhobels zu finden – klingt kompliziert, hat man aber nach der ersten Rasur raus. Ansonsten kann man wie gewohnt rasieren und danach zur Pflege eine Creme auftragen. 

Seid ihr auch schon auf eine nachhaltige und plastikfreie Rasurmethode umgestiegen?

Grüne Grüße,

Anna und Charlotte 

Die Rasierseife von Klar Seifen wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Seife selber machen: Gastbeitrag von Cuddling Carrots

Dieser Artikel über Seife selber machen ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
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Aline – Auf die Hand
Foto: Cuddling Carrots

Zusammen mit meinem Mann Timon betreibe ich den Blog Cuddling Carrots, auf dem ihr kreative saisonale Rezepte findet, in denen Gemüse nicht die Nebenrolle, sondern die Hauptrolle spielt. Außerdem Informationen zu unseren Supperclubs, die an den Jahreszeiten orientiert vier mal im Jahr stattfinden. Und seit neuestem gibt es auch noch ein ganz anderes Thema auf dem Blog und auf unserem Instagram Account @cuddlingcarrots, aber dazu gleich mehr.

Mein bisheriger Beitrag zur Unterstützung der Umwelt

Bis vor ein paar Monaten habe ich mich hauptsächlich im Bereich Kochen und Einkaufen damit beschäftigt, wie ich meinen Beitrag dazu leisten kann, die Umwelt ein bisschen zu unterstützen bzw. mehr im Einklang mit ihr zu leben. Auf unserem Blog versuche ich daher, mich bei unseren Rezepten möglichst auf regionale und saisonale Produkte zu konzentrieren. Das finde ich auch gar nicht schwer, weil es einfach so viele tolle Gemüse- und Obstsorten zu jeder Jahreszeit gibt, die sich total einfach und kreativ verarbeiten lassen. Auch beim Einkaufen achte ich darauf, möglichst viel auf dem Wochenmarkt oder unverpackt in Supermärkten zu bekommen, wobei mir immer ganz schwindelig  wird, wenn ich merke, bei wie vielen Produkten man einfach nicht um Plastik herum kommt. 

Seife selber machen, um Plastik zu vermeiden

Foto: Cuddling Carrots

Aber nun zum eigentlichen Thema des Beitrags: Seife selber machen. Irgendwo in mir gibt es eine Stimme, die sagt, dass ich nicht einfach ignorant vor mich hinleben und der Umwelt bei ihrem Untergang zuschauen soll. Dass jeder, und so auch ich, einen Beitrag dazu leisten kann, gegen die großen Probleme der Welt zu kämpfen, und ist der Beitrag auch noch so klein. Also habe ich mich vor einigen Monaten damit auseinander gesetzt, wie und wo ich noch ganz einfach Plastik reduzieren kann. Und da fiel mein Blick auf meine Reinigungs- und Pflegeprodukte. Angefangen habe ich damit, mir meine eigenen Cremes und Pflegeöle anzurühren und sie in Glastiegel  bzw. -flaschen abzufüllen. Dann hat mir Timons Schwester erzählt, sie hätte Seife selber gemacht und dass das eigentlich gar nicht schwierig sei. Und da ich sehr begeisterungsfähig bin, wenn es darum geht, Dinge selber zu machen und sich und der Umwelt etwas gutes zu tun, bin ich voll in das Thema eingestiegen. Inzwischen benutzen Timon und ich zum Reinigen gar nichts anderes mehr als feste Seife, sei es zum Hände waschen, duschen, Haare waschen oder Abschminken. Mich würde mal interessieren, wie viele in Plastikverpackungen abgefüllte Duschgels, Flüssigseifen und Shampoos wir in diesen Monaten gespart haben.

Weitere Gründe, die fürs Seife-selber-machen sprechen

Foto: Cuddling Carrots

Ich bin jedenfalls sehr froh, dieses Hobby für mich entdeckt zu haben und liebe es, mir neue Rezepturen auszudenken, die genau auf die Bedürfnisse meiner Haut und meiner Haare abgestimmt sind. Dazu macht es unheimlich Spaß, mit Düften und natürlichen farbgebenden Substanzen zu experimentieren. Und jedes mal, wenn ich meine eigene Seife benutze oder verschenke, bin ich auch bisschen stolz auf mich. Meine Seifen sind vegan, palmölfrei und so weit es geht, aus biologischen Zutaten. Und gut für Haut und Haare sind sie sowieso. Also schlagen wir mit dem Benutzen bzw. Herstellen von Seife gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und reduzieren nicht nur auf sehr viel Spaß bringende Weise unseren Plastikkonsum.

Foto: Cuddling Carrots

Falls du auch gerne mal deine eigene Seife herstellen willst, schau dir doch mal diesen Blogbeitrag an, in dem ich als Video und auch aufgeschrieben erkläre, wie das Schritt für Schritt funktioniert. 

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Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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Lipbalm selber machen

Lipbalm selber machen ist so einfach, dass meine Workshopteilnehmer*innen immer erstaunt sind, wenn aus zwei Zutaten ruckzuck ein einfaches Pflegeprodukt entsteht. Lippenpflege aus natürlichen Zutaten kannst du zuhause ganz leicht selber machen.

Zutaten:

  • 60 ml Olivenöl
  • 1 TL Bienenwachs

Optional:

  • 1 Tropfen ätherisches Öl für Duft/Geschmack
  • Reste eines Lippenstifts für Farbschmimmer

Anleitung:

Alle Zutaten in einem Wasserbad schmelzen.

In saubere Tigel umfüllen.

Aushärten lassen.

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Menstruationstasse reinigen

Während der Periode nehme ich meine Menstruationstasse morgens unter der Dusche raus, leere ihn aus, reinige sie erst mit kaltem und dann mit warmen Wasser und führe sie wieder ein.

Vor dem Schlafen gehen nehme ich den Cup auf der Toilette raus, reinige ihn am Waschbecken mit kaltem, dann mit warmen Wasser und führe ihn wieder ein.

Wenn die Tage schwächer werden, lasse ich ihn nachts weg und führe ihn erst am Morgen darauf in der Dusche wieder ein.

Am Ende der Woche desinfiziere ich meine Menstruationstasse. Hierfür koche ich Wasser mit einem Schuss Apfelessig in einem kleinen Topf auf und gebe die Tasse dazu. Fünf Minuten lasse ich das Wasser nun blubbern. Achte darauf, dass der Cup den Boden des Topfes nicht berührt und dass nicht zu viel Wasser verdampft, da der Cup in beiden Fällen sonst schmelzen könnte. Anschließend lässt du den Cup abkühlen und reinigst falls nötig die kleinen Löcher oben und unten mit einer hierfür reservierten Zahnbürste.

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Nach einiger Zeit kann sich eine Menstruationstasse trotz regelmäßiger Reinigung und monatlichem desinfizieren verfärben.

Das ist normal! Nicht eklig, nicht gefährlich und ändert nichts an der Nutzbarkeit deiner Tasse. Reinigen kannst du die Tasse aber natürlich trotzdem.

Die Verfärbungen werde ich los, nachdem ich meinen Cup wie oben beschrieben mit Wasser und Essig ausgekocht habe: Noch lauwarm streue ich etwas Salz in den Cup und schrubbe vorsichtig mit der Cup-Zahnbürste. Die Verfärbungen lösen sich dadurch. Anschließend den Cup mit Wasser reinigen und trocknen lassen.

Frisch gewaschen gebe ich den Cup zur Lagerung in das Baumwollsäckchen. So kann der Cup „atmen“ und bleibt bakterienfrei.

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Sprühdeo selbermachen

  • 100ml Sprühflasche
  • 4 El hochprozentigen klaren Alkohol (Gin/Vodka/usw zum Lösen der Öle)
  • 10-15 Tropfen ätherisches Öle:
    • 6 Tropfen Salbeiöl (natürlicher Antitranspirant)
    • 4 Tropfen Teebaumöl (gut gegen Bakterien, die Schweißgeruch bilden)
    • 5 Tropfen Öl(e) für Duft (z.B. Zitronengras, Lavendel, usw.)
  • Rest der Flasche mit abgekochtem Wasser auffüllen.

Zumachen, schütteln, fertig.

⚠️ Achte du darauf, dass die ätherischen Öle eine geeignete Qualität haben.
Prüfe vorher, ob du die ätherischen Öle verträgst! Gib einen Tropfen in die Ellenbeuge und warte 24 Stunden.
Und nein, Alkohol auf der Haut macht in dieser niedrigen Konzentration nicht beschwipst.

Für den Sommer mache ich auf die gleiche Art Mückenspray und verwende dafür ein paar weitere ätherische Öle.

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Mückenspray selber machen

Ätherische Öle

 

Heilerde-Maske mit Kaffeesatz bei unreiner Haut

Gegen unreine Haut muss es nicht immer die Chemie mit Mikroplastik zum Peelen sein. Natürliche Kosmetik kannst du selber herstellen und in meinen Zero Waste Workshops erfreut sich mein Rezept für eine Maske oder ein Peeling großer Beliebtheit.

Zutaten:

  • 1 TL hautfeine Heilerde (hab die von Luvos)
  • 1 TL Kaffeesatz (frisch oder getrocknet)
  • 1 Tropfen Teebaumöl (nur wenn du es sicher verträgst, siehe Ätherische Öle)
  • mit wenig Wasser für die gewünschte Konsistenz verrühren

Pampe verrühren und mit sauberen Fingern auftragen, Augenpartie und Lippen aussparen.

Für ein Peeling die Paste sanft einreiben und mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Für eine Maske die Pampe trocknen lassen und dann mit lauwarmem Wasser abwaschen.

👸

Funktioniert, weil die Pampe überschüssigen Hauttalg aufnimmt und die Haut von Unreinheiten befreit.

Das Koffein, dass noch ausreichend im Kaffeesatz ist fördert die Durchblutung wodurch Entzündungen schneller abheilen. Es strafft außerdem die Haut.

Teebaumöl wirkt zudem antibakteriell.

👸

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Ätherische Öle
Menstruationstasse statt Tampons
Müllfreie und natürliche Haarpflege

Mückenspray ruckzuck selbermachen 

Da ich auf die gängigen Mückensprays allergisch reagiere, halte ich mir Mücken, Zecken und ähnliches mit natürlichen Mitteln vom Leib.

Für ein ruckzuck selbstgemachtes Mückenspray nehme ich:

Bearbeiten– 1 leere und gut ausgewaschene Sprühflasche, die etwa 100 ml fasst (z.B. vom alten Mückenspray)

Bearbeiten– 4 Esslöffel Alkohol (mind. 40%. Ich hab einfachen Gin genommen, den ich eh daheim hab.)

Bearbeiten– etwa 10/12 Tropfen ätherische Öle. Mir gefällt folgende Mischung:

  • 5 Zitronengras (Effektiv gegen Mücken und Zecken.)
  • 2 Lavendel (Hält Insekten fern und wirkt beruhigend.)
  • 2 Teebaumöl (Gut gegen Flöhe, Läuse und Zecken. Desinfiziert außerdem Stiche, falls du zu spät gesprüht hat.)
  • 2 Minzöl (Kühlt die Haut.)

Bearbeiten– Abgekochtes Wasser zum Auffüllen der Flasche

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Ich fülle zuerst die Flasche mit Wasser und koche diese Menge Wasser auf.

Während ich den Rest mache, kann das schon mal kurz abkühlen.

Mithilfe eines Trichters gebe ich 4 Esslöffel Gin in die Flasche.

Dann gebe ich die ätherischen Öle dazu. Achte du darauf, dass diese eine geeignete Qualität haben und du sie auch sicher verträgst und nicht allergisch reagierst. Passe die Mischung an dich an.

Anschließend fülle ich die Flasche mit dem lauwarmen Wasser auf und verschließe sie mit dem Sprühdeckel.
Vor dem Einsprühen immer kurz schütteln.

❤

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Sprühdeo mit ätherischen Ölen selber machen (folgt in Kürze)

Ätherische Öle

Gesicht mit Honig waschen

Zahnputztabletten 

Eine Zero-Waste-Alternative für Zahnpasta ist schnell in den Alltag integriert. Es handelt sich eh um ein Produkt, das dauernd nachgekauft werden muss und sobald die nächste Tube leer ist, ist der Umstieg auf eine nachhaltige Alternative ohne Verpackung auch schon geschehen.

Eine Zahnpasta Alternative gibt es selbstgemacht: Kokosöl und Natron als Basis, Zusätze nach Bedarf und Geschmack, z.B. Minzöl und/oder Kurkuma.

Das schmeckt aber nicht jedem, vor allem weil es durch das Natron salzig schmecken kann.

Als ich vergangenen Sommer im Urlaub geschmolzene und ausgelaufe Zahnpasta im Rucksack hatte, damals Kokosöl, Natron und Kurkuma, war nicht nur alles schön fettig, es war auch als gelb eingefärbt…

Also musste was Praktischeres her.

Im OHNE verkaufen sie Zahnputztabletten mit Minzgeschmack. Schmeckt wie gängige Zahnpasta aus der Plastiktube, ist aber in trockener Tablettenform. Lush verkauft sowas auch. Die habe ich aber noch nie probiert und man bekommt sie dort auch nicht lose.

Zum Zähneputzen wird eine (oder nur eine halbe) Tablette in den Mund genommen, zerbissen und dann mit einer angefeuchteten Zahnbürste (aus Bambus natürlich) ganz normal geputzt, ausgespuckt und ausgespült.

Ich bewahre die Zahnputztabletten in einem Schraubglas auf und auf Reisen fülle ich sie mir in ein kleines ab.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind konzentrierte Extrakte aus Pflanzen. Sie entstehen durch Wasserdampfdestillation. Dadurch sind die Pflanzenwirkstoffe und der -Duft darin meist stark konzentriert.

Die Bezeichnung „Öl“ ist etwas irreführend, da es sich nicht um fette Öle handelt (sowas wie Pflanzenöl, Olivenöl, Kokosöl, usw.). Allerdings sind ätherische Öle fettlöslich und sind nur sparsam zu dosieren, maximal 20 Tropfen auf 100ml Pflanzenöl.

Dass ätherische Öle teuer sind, liegt an der aufwendigen Herstellung: für ein Gramm werden 150 bis 5000 Gramm Pflanzenmaterial destilliert.

Da Pflanzenduftstoffe oft künstlich und dadurch preiswerter hergestellt werden, wirken sie nicht wie echte ätherische Öle. Wenn du sie also für mehr als guten Raumduft verwenden willst, solltest du beim Kauf auf naturreine und qualitativ hochwertige ätherische Öle achten.

Egal wie hoch die Qualität, um eine Allergie auszuschließen, solltest du vor der Anwendung die Verträglichkeit auf einer kleinen Hautstelle testen. Wenn nach fünf bis zehn Minuten die Haut rot wird, anfängt zu jucken oder zu brennen, verzichte auf das getestete Produkt.

Anwendung

Immer gilt: Sobald du eine allergische Redaktion, Hautausschlag, Reizung der Schleimhäute, usw, feststellst, beende die Anwendung.

„Das gesunde Plus“ ist von DM, „Klosterfrau“ gibt es auch in Drogerien und die restlichen Öle, die ich habe, sind von der Marke „Primavera“ (gibt’s in u.a. in der Apotheke).

Daheim habe ich an ätherischen Ölen Salbei, Minze, Kamille, Zitronengras, Lavendel und Teebaumöl. Einzeln und in Kombination sind sie vielseitig einsetzbar.

Raumduft

Die wohl bekannteste Anwendung ist der Raumduft mit Duftlampen. Ich selber mache das nie, habe damit also keine Erfahrung.

Allerdings habe ich mir für mein Badezimmer mit Zitronengrasöl einen flüssigen Raumduft mit Stäbchen gemacht.

Der Duft von Lavendel wirkt beruhigend und hilft beim Einschlafen. Im Sommer schneide ich auf meinem Balkon ein paar Stängel ab und stelle sie in mein Schlafzimmer. Im Winter tut es ein Raumspray aus Wasser und wenigen Tropfen Lavendelöl.

Haushalt

Der Duft aber auch die desinfizierende Wirkung mancher Öle machen sie zu geeigneten Zusätzen für selbstgemachte Reiniger oder als Zugabe zur Wäsche.

Ich verwende wenige Tropfen Teebaumöl im selbstgemachten Reiniger.

Da ich meine Wäsche mit Kastanien wasche, hat sie keinen Duft. Manchmal, allerdings nie bei Unterwäsche, gebe ich wenige Tropfen Lavendelöl in das Waschmittelfach dazu.

Pflegeprodukte

An häufigsten verwende ich ätherische Öle zur Pflege.

Bei Kopfweh trage ich „japanisches Heilpflanzenöl“ von Klosterfrau mit der Fingerspitze unverdünnt auf die Schläfen und auf die Mitte der Stirn auf.

Genauso auf Mückenstiche im Sommer.

Habe mir aus mehreren ätherischen Ölen auch ein Mückenspray gemacht.

Auf einen beginnenden Pickel trage ich nach meiner Gesichtspflege einen Tropfen Teebaumöl unverdünnt auf. Vorsicht: Nicht jeder verträgt Teebaumöl problemlos.

Anstatt eines chemischen Conditioners, verwende ich nach dem Haarewaschen eine Spülung für dunkle Haare aus Wasser, Apfelessig und Salbeiöl. Für helle Haare eignet sich anstatt Kamilleöl.

Salbeiöl wirkt als natürliches Antitranspirant und eignet sich als Zusatz für selbstgemachte Deos. Habe mehrere Rezepte ausprobiert und hab dann festgestellt, dass mein Körper eigentlich kein Deo braucht, sobald er sich von dem gekauften und gängigen Produkten erholt und wieder eingependelt hatte. Benutze also eigentlich kein Deo, nur ab und zu in Sommer, auch weil diese Zusammensetzung gleichzeitig mein Mückenspray ist.

Salbeiöl ist auch gut gegen Aphten und Entzündungen im Mund und Rachen. Schmeckt nur leider, mir zumindest, überhaupt nicht. Eine selbstgemachte Mundspülung mit verschiedenen Ölen gleicht den Geschmack etwas aus. Mithilfe einer kleinen, wiederverwendeten Sprühflasche kann auch in den Rachen gesprüht werden. Sie kann außerdem unterwegs bei der Anwendung auf schmerzende Aphten Abhilfe schaffen und die Heilung unterstützen.

Update:

Ja, die Deckel und innen die Dosierung für Tropfen sind aus Plastik. Da kenne ich keine Alternative. Allerdings ist die Nutzungsdauer eines Fläschchen sehr lange und sie kann leer und ausgewaschen wieder verwendet werden. Beispielsweise habe ich in eines Olivenöl zum Abschminken gefüllt.
Zu allen genannten Verwendungen werde ich nach und nach Blogbeiträge schreiben und die Links in diesem Text hinzufügen.