10 Tipps für eine nachhaltige WG

Dieser Artikel über eine nachhaltige WG ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Foto: Steffen Möller

Ronja Lotz arbeitet seit 3 Jahren beim Münchner Stadtmagazin MUCBOOK und leitet die Nachhaltigkeitsplattform Grün&Gloria redaktionell. Sie ist überzeugt davon, dass wir nicht länger unsere eigene Bequemlichkeit vorschieben können, während sich das Klima um uns drastisch zu ändern droht. Jetzt ist die Zeit in der wir unseren Lebenswandel noch überdenken und neu ausrichten können. 

10 Tipps für eine nachhaltige WG und ein umweltbewusstes WG-Leben

„Ist doch eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, – „mit dem Auto geht es doch so viel schneller“, – „die Strecke flieg ich natürlich mit dem Flugzeug“ – all das sind Sätze, wie man sie tagtäglich zu hören bekommt. Der Grund: wir sind zu bequem, wollen den eigenen Lebensstandard nicht einschränken.

Anstatt nun mit wissenschaftlichen Studien aufzuwarten, gewähre ich in diesem Artikel lieber Einblick in meinen WG-Alltag. Denn wichtig ist, dass wir – ganz in Grün & Gloria Mentalität – mehr werden, die sich an der eigenen Nase packen und selber machen, anstatt auf die Politik zu warten. 

1. Containern: Essen in gemeinsam verkochen für eine nachhaltige WG

Es ist wirklich krass, was meine Mitbewohnerinnen jede Woche aus dem Müll ziehen: Ananas, Mini-Kiwis oder unzählige noch genießbare Säcke voller Kartoffeln oder Äpfel. Das Obst und Gemüse wird dann sorgfältig gewaschen, eingelagert – und möglichst schnell in gemeinsamen Kochaktionen verkocht oder eingemacht, ist klar. Wer auch Lust auf gemeinsames Verkochen von geretteten Lebensmitteln hat, dem empfehle ich die Schnibbelpartys von rehab republic. Und natürlich unseren Artikel mit diesen praktischen Apps. 

2. Sharing is Caring:

Wenn wir schon beim Thema Essen und Kochen sind. Es ist ja tatsächlich so, dass statistisch gesehen sehr viel zu Hause weggeschmissen wird, weil wir mit den eingekauften Waren nicht richtig haushalten – oder den Joghurt im hintersten Kühlschrankwinkel schlichtweg vergessen. Bevor es dazu kommt, nerve ich lieber die Mitbewohner, ob sie die Gurke da noch essen. 

3. Auf dem Wochenmarkt einkaufen

Jeden Donnerstag verbringt unsere Redaktion ihre Mittagspause auf den Wochenmarkt Schwanthalerhöhe. Wer nicht weiß, wo der nächste Markt ist, der findet unsere Übersicht hier. Denn lokales Obst und Gemüse, schmeckt nicht nur richtig gut, sondern sorgt auch noch für einen positiven ökologischen Fußabdruck. 

4. Feste Seife statt Flüssigseife in Plastik

Ein Stück Seife liegt bei uns in der Küche, eins im Bad. Gekauft wird die Seife in Karton verpackt. Schließlich sind auch die großen Nachfüllpacks aus Plastik, also nicht wirklich eine ernstzunehmende Alternative, oder? 

Foto. Grün und Gloria

5. Trennst du nicht?

Plastik, Bio, Papier, Glas – eigentlich ist es echt verwunderlich, wie wenig Müll man produziert, wenn man tatsächlich Biomüll trennt. Der Löwenanteil ist Plastik, leider. Und auch den sammeln wir und bringen ihn zur Wertstoffinsel – an dieser Stelle ein großer Dank an meine Mitbewohnerin, die den Müll immer in der Früh auf dem Weg zur Arbeit mitnimmt. In den Biomüll gehören übrigens keine angeblich „kompostierbaren“ Bioplastikbeutel. Wie du richtig trennst, hat das Grün&Gloria-Team hier aufgeschrieben. 

6. So banal wie simpel: recyceltes Klopapier

Wer jetzt meint, dass das am Hintern zu kratzig ist – sorry, aber ist halt für die Klimarettung. 

7. Nachfüllen statt neu kaufen

Seien wir mal ehrlich, es gibt nichts Sinnloseres als einzeln in Plastik verpackte Spülmaschinen-Tabs. Da reicht definitiv eine große Packung Pulver, am besten von der Metro oder direkt vom Ohne-Supermarkt. Einen Überblick über weitere Läden in München, die auf Verpackungen verzichten, findest du hier.

8. Brotzeitpreping statt Einwegmüll

Unnötiger Müll fällt in der Mittagspause schnell an. Plastiktüten, Aluminiumschalen oder Pappbecher – so sieht unsere „schnell was zum Mitnehmen“-Mentalität aus. So landen laut AWM jeden Tag 190.000 Pappbecher in München im Mülleimer. Genau deshalb haben wir bei Grün & Gloria schon vor einiger Zeit 5 Tipps verfasst, um sich diesen unnötigen Müll in der Mittagspause zu sparen.

9. Putzen ohne Chemie

Es muss nicht immer gleich die aggressive Chemiekeule aus den bunten Flaschen im Supermarkt sein. Auch Schränke voller Putzmittel für unterschiedliche Zwecke sind nicht wirklich nötig. Auf Grün & Gloria haben wir zusammen geschrieben, wie man mit einfachen Hausmitteln und wenig Geld Reiniger selbst herstellen kann. Abgefüllt wird in Gläser und/ oder alte Sprühflaschen.

10. Vom Tier nur selten

Wir kochen in der WG nur selten Fleisch und kaufen kaum Milch. Heißt: vegan first. Das ist nicht nur besser fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit. Inspiriert hatte mich dazu die Gstanzlsängerin Liesl Weapon mit ihrem Soloprogramm „Wurscht“, frei nach der Untertitelzeile: „Warum die Welt nicht zu retten ist und wir es trotzdem tun sollten“.

Fazit für eine nachhaltige WG

Das sind nur einige Dinge, die wir für unsere nachhaltige WG versuchen zu beachten. Klar, unfehlbar sind wir alle nicht und darum geht es auch gar nicht. Wichtig ist nur, dass wir alle versuchen, gewisse Dinge neu zu machen, anders zu machen – auf das wir mehr werden. 

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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