Plastik gibt’s auch in Bio: Gastbeitrag von Kushel

Dieser Artikel über Bioplastik Verpackungen bei Kushel ist ein Beitrag zur #plasticfreejuly Aktion von Auf die Hand, die dieses Jahr von einigen plastikfrei-, Zero Waste-, Garten-, DIY-Blogs, -Instagramerinnen, – Youtubern gemeinsam gestaltet wird. Die Beiträge aller Teilnehmer*innen findest du in dieser Auflistung.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags!

Aline – Auf die Hand
Foto: Kushel

Wir sind Kushel und stehen für eine klima- und ressourcen-positive Produktion mit dem Hauptziel mehr an Mutter Natur zurückzugeben als wir ihr entnehmen. Unsere Handtücher bestehen aus Buchenholzfasern und Biobaumwolle welches sie unglaublich weich und saugfähig macht. Als Unternehmen haben wir eine Verantwortung gegenüber der Umwelt und wir können bestätigen das es absolut möglich und notwendig ist nachhaltig zu produzieren. Momentan aber beschäftigt uns das Thema Verpackung.

Wie ein Unternehmen auch ohne den schädlichen Kunststoff auskommen kann

„Wie verpackt ihr eure Produkte denn?“ häufig bekommen wir diese Nachricht zugesendet. Wir freuen uns sogar über die Frage denn das bedeutet, dass unserer Community stets Interesse daran zeigt ausreichend informiert zu sein, wenn es darum geht ein nachhaltiges Leben zu führen.

Natürlich machen wir uns auch dazu Gedanken und haben eine vorübergehende Lösung gefunden. Zum Verständnis: Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch logistische Aspekte wie Retouren zu beachten. Auf der einen Seite müssen wir Retouren vermeiden, indem wir sicherstellen, dass unsere Handtücher absolut sauber und hygienisch bei unseren Kunden ankommen. Auf der anderen Seite müssen wir im Fall einer Retoure sehen können, welche Handtücher wir wieder in den Verkauf geben können und welche wir wieder Aufbereiten müssen oder spenden können. Also dachten wir uns, na gut, in dem Fall muss es eine Kunststoffverpackung sein, aber gibt es da denn keine Alternativen? Und ja, zum Glück gibt es schon einige Lösungen dafür.

Erst einmal was ist Biokunstoff überhaupt?

Foto: Kushel

Ein Material welches nicht aus Erdöl hergestellt, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen und biologisch abbaubar ist. So weit so gut! Somit sind wird dann auf ein Bioplastik Produkt aus Mais gekommen. Ein Herstellungsverfahren welches den Kunststoff aus Maisstärke herstellt. In dem Fall also auch biologisch abbaubar ist und vor allem Erdölfrei. Jedoch sind uns auch einige Schwierigkeiten mit dem Produkt bekannt. Laut EU Norm 13432 kann sich PLA nur in einem bestimmten Zeitraum und unter bestimmten Umweltbedingungen (hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit usw.) und dem hinzufügen von Mikroorganismen abbauen. Das zersetzt sich dann zu 90% in Wasser, CO2 und Biomasse. Jedoch bestehen diese Kompostierbedingungen nur in industriellen Anlagen und deshalb kann man es nicht in die Biotonne werfen. Außerdem wird dafür in den meisten Fällen eine Art „Genmais“ verwendet der wiederum nicht Bio ist und das Pestizid-Problem bleibt weiterhin bestehen.

Wir suchen weiter…

Unser Ziel ist es nicht nur klima- und ressourcen-positiv zu produzieren, sondern auch beim Thema Verpackung wollen wir unsere Prozesse stetig verbessern, denn etwas zu kompensieren ist gut, aber weniger Müll zu erzeugen ist besser. Also schauen wir uns nach Möglichkeiten um.

Kaffee- immer eine gute Lösung?

Eine Alternative ist Biokunststoff aus Kaffeesatz, der zusammen mit einer Zuckerrohrbasis zu einem Verpackungsmaterial hergestellt wird. Auf langfristige Sicht wird das jedoch schwierig diese Mischung auf einer Massenproduktionsebene zu nutzen. Einfach nur, weil es nicht genug Kaffeesatz gibt.

Plastik aus Holz

Was schon wie ein Widerspruch in sich klingt ist aber mittlerweile eine wirklich effiziente Alternative. Holzreste werden zusammengepresst und zunächst als flüssiges Material genutzt, um es somit in die richtige Verpackungsform zu biegen. Vorteil ist definitiv, dass es biologisch abbaubar ist und, dass es einen geringeren CO2 Ausstoß bei der Herstellung ergibt. Wiederum ist diese Bioplastikalternative schwerer als andere und die Nachfrage besteht eben nach leichten Verpackungen.

Und dann gibt es da noch Disteln.

Eine Plastikalternative, die mit Hilfe von Distelöl hergestellt wird. Dieses Material löst sich schon nach wenigen Wochen auf und darf sogar in die Biotonne zum Kompostieren. Natürlich ist der relativ schnelle Kompostiervorgang von Nachteilen für verschieden Industrien wie z.B. Innenverkleidungen bei Autos. Denn da achtet man natürlich auf die Langlebigkeit ihrer Produkte.

Alternativen sind essentiell für unsere Umwelt.

Dies war nur ein kleiner Bruchteil an Bioplastikalternativen, an denen man momentan auf dem Markt arbeitet. Fakt ist natürlich, dass wir definitiv an einem Punkt sind, an dem diese Alternativen essenziel für unsere Umwelt sind, jedoch muss noch sehr stark an der Optimierung der Produkte gearbeitet werden. Wir aber wissen schon, dass wir demnächst auf ein anderes Produkt bei unserer Verpackung zurückgreifen wollen.

Was meint ihr zum dem Thema, kennt ihr Bioplastikalternativen die euch überzeugen? Welchen nächsten Schritt würdet ihr uns bei Kushel beim Thema Verpackung empfehlen?

WEITERLESEN AUF AUF DIE HAND:

Hier findest du alle Beiträge meiner #plasticfreejuly Aktion 2019.

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