#plasticfreejuly Ergebnis 2017

Plastic free july und letzter Tag des Monats – es ist Zeit zu gucken was im Glas ist.

6, 43 Gramm


Was genau drin ist:

  • 3 Strohhalme (einer fehlt – den hat die Bedienung schneller mitgenommen als ich gucken konnte)
  • eine Lebensmittelverpackung
  • ein Blasenpflaster mit Verpackung
  • ein Obstaufkleber
  • eine Folie, die unter einem Stück Kuchen klebte, den ich in einer mitgebrachten Tupper geholt habe. Hab vergessen den zu fotografieren, er war zu lecker! 
  • auf dem Foto fehlt die Verpackung, die letztens beim Grillen angefallen ist (siehe post)


Erkenntnisse:

  • Schwer gefallen ist mir das selbstverständlich nicht, denn müllfrei und vor allem plastikfrei einzukaufen ist eh schon längst meine Routine.
  • Strohhalme sind das Schlimmste. Überall sind sie ungefragt drin und selbst die Bitte ihn wegzulassen funktioniert nicht immer. Ich werde in Zukunft erst sagen „Keinen Strohhalm bitte.“ und dann bestellen, vielleicht funktioniert das besser.
  • Häufig reagieren Unternehmen sehr freundlich,  wenn ich sie anschreibe/-spreche und als Kunde das unnötige Plastik hinterfrage. Das werde ich weiterhin machen, denn manche Cafés und (Online-)Shops haben daraufhin schon was geändert.

💚
Wie ist euer Plastikergebnis?
Ist es euch schwer gefallen?
Was waren eure Probleme?
Und was eure Erkenntnisse?
💚

Weiterlesen auf Auf die Hand:

Plastic free july challenge

Mein Plastikmüll von einem Jahr

Mein Metallmüll von 1,5 Jahren

Kunststoff-Müll von einem Jahr 

Mein Kunststoff-Müll von einem Jahr: ziemlich genau das Volumen von 8 Rollen Klopapier. Wurde gefragt, wie viel der Sack wiegt: 328 g.

Seit meinem Umzug vor einem Jahr habe ich Kunststoffe gesammelt um zu sehen wie viel in der Zeit anfällt.

Auch wollte ich wissen, was genau ich tatsächlich an recyclebaren Kunststoffen noch produziere und kann mir durch das Visualisieren jetzt überlegen ob und wie ich das auch noch vermeiden kann.
Der Großteil dieses Beutelinhalts sind Verpackungen von Lebensmitteln.

Darunter Plastikschälchen und Folien von Gemüse. Da ich mein Gemüse unverpackt am Markt, seltener im gängigen Supermarkt, kaufe, fallen diese Verpackungen in meinem Alltag eigentlich nicht an. Vielmehr bringen Freunde sie mit, die zum gemeinsamen Kochen zu mir kommen. Und lieber habe ich die Verpackung im Haus als keine Freunde 🙂 . Viele wissen jetzt aber was Zero Waste ist, versuchen selber auch Plastik einzusparen und bemühen sich vor allem, so mein Eindruck, wenn sie für das gemeinsame Kochen einkaufen. Es geht sogar so weit, dass die Meisten ein schlechtes Gewissen haben und ihren Müll dann wieder mitnehmen wollen. Muss natürlich nicht sein 🙂

Andere Lebensmittelfolien, die ich selber gekauft habe, sind ein paar Beutel von Büffel-Mozzarella, mein Laster, für das ich in meinem Viertel noch keine nachhaltige Alternative gefunden habe. Meine Mama findet bei sich im Supermarkt Mozzarella in größeren Mengen in einem Plastikschälchen mit Deckel. Das ist zwar immernoch Plastik, dafür aber mehr Inhalt bei einer im Haushalt verwendbaren Plastikbox. Lasse mich gelegentlich von von Mama „beliefern“ und bringe ihr die Dosen wieder. Dafür muss ich zwar ein wenig voraus planen, doch überkommt mich selten ein unausweichlicher und akuter Heißhunger auf Mozzarella.

Viel auf einmal kam dann im Dezember dazu: der Nikolaus hatte dieses Zero Waste Ding nicht so ganz in Erinnerung und ein Regen aus Toffifee, Plätzchen-Beutel und Schokolade ergoss sich in meiner plastikfreien Welt. Aber hey, einmal im Jahr geht das schon… Und der Osterhase ist informiert, auf dem Wunschzettel steht Saatgut für meinen Balkon 🙂

Die übrigen Folien sind von Lieferungen. Ein Beutel von happy socks zum Beispiel, denn Socken kaufe ich nicht second hand. Da ich allerdings hauptsächlich second hand kaufe, kann ich den Verkäufer auf Kleiderkreisel und ebayKleinanzeigen um einen plastikfreien Versand bitten und das geht fast immer. Außerdem versuche ich bei beiden Apps lokal zu kaufen und hole die Ware dann beim Verkäufer ab.

Unvermeidbar in diesem einen Jahr war lediglich die Luftpolsterfolie und die Verpackung, die bei der Lieferung eines neuen Durchlauferhitzers im Karton war. Der Boiler war in einer Folie, in einem Karton, umwickelt von Folie, drumrum Luftpolsterfolie, daneben Packpapier zum Auffüllen und alles in einem großen Karton. Ernsthaft? Der Versand hätte auch anders passieren können. Ich habe dem Verkäufer eine Mail geschrieben und mein Bedauern darüber ausgedrückt. Habe eine sehr freundliche Antwort erhalten, die mir die bisherigen Verpackungsabläufe erklärt hat und sagte, dass sie sich um mehr Nachhaltigkeit im Versand bemühen werden, auch aus Kostengründen.

Alles hat locker in einen kleinen Mülleimer gepasst. Luft wäre noch drin gewesen, da das Jahr in der neuen Wohnung aber rum ist, war es an der Zeit Bilanz zu ziehen. Selbstverständlich benutze ich keinen frischen Müllbeutel um jetzt zum kleinen Wertstoff zu gehen. Sondern: eine Tüte, die vom Kauf von Recycling-Klopapier übrig ist. Auch hier kenne ich allerdings inzwischen eine Alternative: der OHNE in der Schellingstraße verkauft Rollen ohne Verpackung.

Mal sehen wie die Bilanz in einem Jahr aussieht. Jetzt wird der Eimer erstmal ausgewaschen und wird hoffentlich noch einige Zeit leer unter der Spüle stehen.