Zahnpasta selber machen

Den künstlichen Kaugummi-Minze-„Frische“-Geschmack meiner üblichen Zahnpasta hatte ich satt. Und die meisten schäumen mir viel zu sehr. Noch dazu vertrage ich einige Zusätze nicht und bei dem Versuch heraus zu finden was mir nicht bekommt, hat sich mir die Frage aufgedrängt, ob die Inhaltsstoffe einer handelsüblichen Zahnpasta so gut für mich sind.
„Nicht  zum Verzehr geeignet“, „nicht schlucken“ und ähnliches bei einem Mittel, das ich mir mehrmals täglich in den Mund stecke? Außerdem Microplastik, das nicht nur in den Körper sondern auch in unser Wasser kommt? Dann auch noch immer verbunden mit Verpackungsmüll…

Die für mich beste Alternative ist aus Kokosöl und Natron. Da die selbst gemachte Zahnpasta mein erster Kontakt mit Kokosöl war, hatte ich es damals nicht Zuhause und habe an dem Kauf dieses Produktes gezweifelt. Sofort war ich dann aber überzeugt und verwende es auf vielfältige Weise (Liste folgt).

Wenn du folgende Mischung zum ersten Mal probierst, dann rate ich dir nur die Hälfte zu machen, was für einige wenige Anwendungen als Probiermenge reichen sollte. Kann sein, dass es dir geschmacklich nicht gefällt, den das Natron hat einen salzigen Geschmack. Oder du bist mit dieser schaumlosen Alternative nicht glücklich.

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Zahnpasta:
2 Teelöffel Natron
3 Teelöffel Kokosöl
15 Tropfen Minzöl

(Gibt es alles günstig bei dm oder Rossmann, also auch für Einsteiger, die nicht dauernd im Biomarkt einkaufen)

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Natron in eine kleine Schüssel geben.
Kokosöl dazu geben.
Je nach Geschmack, für mich 15 Tropfen, Minzöl dazu geben.
Kurz verrühren bis eine glatte Masse entsteht.
Wenn das Kokosöl zu hart ist, dann wärme die Schüssel etwas in deiner Handfläche und das Öl wird weicher.
In ein kleines Schraubglas füllen.
Diese Menge reicht bei zwei Mal täglichem Zähneputzen für etwa drei Wochen.

Alternativ:
– Anstatt des Minzöls (oder dazu) eine gute Prise Zimt. Zimt soll abschwellend wirken und die Wundheilung fördern.
– einige Tropfen Kamillenöl. Wirkt beruhigend.
– Ein Tropfen Salbeiöl (aus der Apotheke, nicht besonders günstig aber auch zum Beispiel für selbstgemachtes Deo zu verwenden, rechnet sich also): ist sehr salzig, soll aber gegen Aphten und Zahnfleischentzündungen sehr gut sein.
Kurkuma-Zahnpasta

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Anwendung:
Mit einem Löffel, sauberem Finger oder gleich mit der Bürste eine erbsengroße Menge in den Mund nehmen und wie immer bürsten.
Die Paste wird nicht schäumen und salzig schmecken.
Anschließend mit Wasser ausspülen.

Auf dem Foto siehst du meine Bambuszahnbürste, einen Tiegel mit Honig zum Gesicht waschen und selbstgemachtes Deo (Anleitungen in Kürze).

7 Gedanken zu “Zahnpasta selber machen

    • aufdiehand schreibt:

      Hallo Tanya,
      Danke dir!
      Natron kostet ohnehin nicht viel, vor allem Kaiser Natron. Da sind die klein abgepackten aus der Backabteilung teurer und die großen Packungen im Verhältnis pro 100g günstiger. Da ist dann auch weniger Verpackung, da nicht einzelne Beutel abgepackt sind.
      Beim Kokosöl gibt es auch Unterschiede, klar. Bei den Drogerien gibt es meist ein Glas mit 200 Gramm, ca. 4 Euro. Im Bioladen oder Reformhaus gibt es verschiedene Größen, Abstufungen bis zu 800 Gramm und 1 Kilo. Da liegen die Preise zwischen 15 und 25 Euro.
      Öle können preislich sehr unterschiedlich sein. Für die Zahnpasta benutze ich das japanische Heilpflanzenöl von Klosterfrau, gekauft in der Drogerie für weniger als 3 Euro.
      Runtergerechnet auf die gemachte Zahnpasta, ist der Preis geringer als der der chemischen aus der Plastiktube.

      Alle Produkte können auch anderweitig verwendet werden, also hast du die Ausgaben nicht nur für eine Zahnpasta, die dir vielleicht nicht gefallen wird.
      Natron zum Backen, Putzen, usw.
      Kokosöl pur zur Haarpflege, Lippenpflege, gegen trockene Haut, gemischt mit Zucker oder Salz als Peeling, usw.
      Das Öl ist kühlend auf Mückenstichen und bei Kopfweh reibe ich ein paar Tropfen auf die Schläfen.
      Viel Spaß beim Ausprobieren!

      Gefällt 1 Person

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